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Abdichtungssysteme für Deponien, Altablagerungen und Altlasten

Deponieentwässerung
Entwässerungsleitungen, Dränageleitungen

|Fachliteraturhinweise Deponieentwässerung|Technische Regeln|

Die Entwässerungsschichten sind Komponenten von Deponiebasisabdichtungssystemen und der Deponieoberflächenabdichtungssystemen. Manchmal werden sie als wichtiger bezeichnet, als die Abdichtung selbst.

Anforderungen an Entwässerungsschichten für Deponien werden in der TA Abfall Nr. 9.4 und in der TA Siedlungsabfall Nr. 10.4 gestellt.

Im Rahmen der Eigenkontrollen werden Kamerabefahrungen der Entwässerungsrohre gefordert.

Inkrustationen von Entwässerungsschichten

Dränagen können durch Inkrustationen teilweise oder völlig unwirksam werden. In Forschungsvorhaben sind Ursachen für die Inkrustationen und möglichkeiten zur Abhilfe untersucht worden.

  • Vorhaben des Forschungsinstitutes FES-Schwabach:
    "Untersuchungen zur Inkrustationsbildung in der Sickerwasserdrainage der Sonderabfalldeponie Raindorf" (Vorhaben S 27)
    Stichwörter: Karbonatausfällung Ausfällungshemmung, Vermeidung der Krustenbildung, Ausfällungsursachen
    Das Poster als pdf zum download findet man über die Homepage > Deponieverhalten > Projekte
    (09-Jan-2001)
  • Verfahren und Anlage zur Vermeidung der Neubildung von
    Inkrustationen auf der SAD Rondeshagen durch die Gesellschaft zur
    Beseitigung von Sonderabfällen (GBS) und die Lhotzky + Partner Ing.ges.mbH:
    Veröffentlichung: Neue Verfahren zur Vermeidung von Inkrustationen in
    Rohrleitungen, Lhotzky/Ernst, Müll und Abfall, 1995

Entwässerungsschichten in rechtlichen Regelungen

  • In der TA Abfall (Nr. 9.4) und in der TA Siedlungsabfall (10.4) werden für die Entwässerungsschichten gefordert: d = 30cm, kf >10-3 m/s.
  • In der EG Richtlinie über Abfalldeponien werden für die Entwässerungsschichten d = 50 cm (ohne Angabe einer Mindestwasserdurchlässigkeit gefordert.
  • Was in der Deponieverordnung gefordert werden wird, ist offen.

Aus keiner Regelung wird deutlich, daß auch geosythetischer Dränelemente ausdrücklich zugelassen. Gleichwohl zeigen Forschungsvorhaben, Untersuchungen und praktische Erfahrungen, daß geosynthetische Dränelemente wirksam sein können. Sie werden insbesondere dann als vorteilhaft angesehen, wenn Kiese nicht im näheren Umfeld anstehen, sondern von weither antransportiert werden müßten.

(30-Jan-2001)

Geosynthetische Dränelemente

BAM-Richtlinie: Eignungsnachweis für Kunststoff-Dränelemente in Oberflächenabdichtungen von Deponien und Altlasten
herausgegeben vom Labor IV.32, Deponietechnik, Oktober 2003
als pdf-Datei verfügbar unter http://www.bam.de/deponietechnik.htm
(23-Okt-2003)

Diskutiert wird natürlich auch das Langzeitverhalten der geosynthetischen Dränelemente. Hierzu wurde u.a. von Prof. Dr.-Ing. Müller-Rocholz berichtet (Fachliteraturhinweise zu Entwässerungsschichten)

(30-Jan-2001)

Praktische Erfahrungen mit geosynthetischen Dränelementen

Auf der Deponie Kaiserbach (Lichte), Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg wurde mit Förderung des Landes Baden-Württemberg ein Oberflächenabdichtungssystem eingebaut, das ausschließlich aus Geokunststoffen besteht, d.h. es wurden auch geosynthetische Dränelemente (Dränmatten) verwendet. Die UW Umweltwirtschaft GmbH hat einen Gleichwertigkeitsnachweis nach den Grundsätzen des Deutschen Institutes für Bautechnik (DIBt) geführt. In einem Prospekt der UW wird folgender Aufbau angegeben:

  • Dränmatte 1,5 cm
  • Kunststoffdichtungsbahn 0,25 cm
  • Bentonitmatte 1,5 cm
  • Dränmatte 1,5 cm
  • ---------------------
  • Gesamtdicke 4,75 cm

Zu dem Projekt gibt es von der UW Umweltwirtschaft GmbH eine Pressemitteilung vom 04. März 1999. Anforderung oder hier als pdf-Datei

(14-Feb-2001)

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