Die Kapillarsperre ist ein Abdichtungssystem aus rolligem Material, das auf der wasserbindenden Wirkung der in ungesättigten Böden auftretenden Kapillarkräfte beruht. Die obere Schicht aus Feinsanden hält die Wässer kapillar und leitet sie zum Böschungsfuß ab. Der darunter angeordnete Kapillarblock aus Grobsanden bleibt dagegen weitgehend trocken. Vorteile des Systems sind u.a. eine weitgehende Unempfindlichkeit gegenüber Austrocknen und auftretenden Setzungen sowie günstige Herstellungskosten. Infiltrierter Niederschlag Kapillarschicht Böschungsparalleler Abfluß Kapillarblock
(von Akademie für Bauen und Umwelt e. V.)
Weitergehende Informationen zum Thema Kapillarsperre findet man auch in den Vorträgen des Seminars "Die Kapillarsperre - Eine alternative Oberflächenabdichtung für Deponien und Altlasten"
aber natürlich auch den den meisten neueren Veröffentlichungen zu Tagungen und Seminaren über Abdichtungen für Deponien und Altlasten. Suchen Sie dazu in der Fachliteratur insbesondere auch in den Seiten für "Bücher".
Die Kombi-Kapillarsperre in Oberflächenabdichtungssystemen ist eine Idee von Dr. U. Sehrbrock CDM Braunschweig.
Eine KDB wird in der Trennfläche zwischen Kapillarschicht und Kapillarblock angeordnet.
Vorteile:
Zur Gleichwertigkeit der Kombi-Kapillarsperre will sich auch die LAGA ATA ad hoc Arbeitsgruppe "Vollzugsfragen" äußern.
Zum Thema siehe auch Fachliteratur > Abdichtung > Kapillarsperre.
Deponie Litzholz, Alb-Donau-Kreis, vollständige Abdichtung
Planer ICP Ingenieurgemeinschaft Czurda & Partner
Die Links zur Uni-München waren nicht mehr aktiv am 22.02.2006
Auskünfte vermutlich über Prof. Wohnlich, jetzt Ruhr-Universität-Bochum
Über Testfelder für Kapillarsperren auf der Deponie Heinersgrund, in Bayreuth wurde unter
http://agh.iaag.geo.uni-muenchen.de/projects/kapillarsperre/bayreuth/
ausführlich berichtet.
Auf der Homepage des Institutes für angewandte Geologie an der Uni München fanden sich auch weitere interessante Erläuterungen zur Kapillarsperre und zahlreiche Literaturhinweise unter http://agh.iaag.geo.uni-muenchen.de/publications/
Rinnenversuche http://agh.iaag.geo.uni-muenchen.de/projects/kapillarsperre/rinnenversuch.html
Folienpräsentation zum Thema Kapillarsperren
http://agh.iaag.geo.uni-muenchen.de/projects/kapillarsperre/materialpruefung/
Veröffentlichungen
C. Barth and Stefan Wohnlich (1999) Sardinia 99
Kapillarsperren als Oberflächenabdichtungssysteme
Dipl.-Ing. M. Kämpf, Dipl.-Ing. T. Holfelder, Dr.-Ing. H. Montenegro
Oberflächenabdichtungen von Deponien und Altlasten haben die Aufgabe, den Eintrag von Niederschlagswasser zu minimieren und Schadstoffemissionen zu verhindern. Die Kapillarsperre ist ein innovatives Dichtungssystem, dessen Leistungsfähigkeit in Labor- und Felduntersuchungen u.a. vom Institut für Wasserbau ermittelt und nachgewiesen wurde. Ferner laufen derzeit am Institut Untersuchungen, um die maßgeblichen Prozesse in Kapillarsperrensystemen mit Hilfe numerischer Modelle nachzubilden. Hierbei soll insbesondere festgestellt werden, in wieweit durch eine Optimierung des Aufbaus der über dem Dichtungselement liegenden Wasserhaushaltsschicht die Wirksamkeit des Dichtungssystems erhöht werden kann.
Informationen zu folgenden Projekten unter
http://wabau.kww.bauing.tu-darmstadt.de/ Forschung > Deponietechnik
siehe auch Dissertationen
Projektleiter: Prof. Dr. J. Jager
Projektbearbeiter: Dipl.-Ing. C. Ott, Lic. Bio. L. Fornés
Projektbeginn: 2001
Förderung: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF), Berlin
Informationen von
http://www.iwar.bauing.tu-darmstadt.de/abft/Deutsch/forschung/forschung.htm
Untersuchungsgegenstand dieses Forschungsvorhabens ist die Untersuchung des Methanabbaupotentials von Deponierekultivierungsschichten sowie das Zusammenwirken von Kapillarsperre und Rekultivierungsschicht bezüglich des Wasser- und Gashaushaltes dieses Deponieabdichtungssystems. Ziel dieses Projektes ist die technologische Entwicklung eines geeigneten Deponieoberflächenabdichtungssystems mit Kapillarsperre zur Methanoxidation. Zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit von Rekultivierungsschichten bezüglich des Methanabbaus unter realitätsnahen Randbedingungen und der Vorhersage der zu erwartenden Intensität und räumlichen Verteilung der Gasdurchströmung in einem Kapillarsperrensystem unter charakteristischen Temperatur- und Sättigungsverhältnissen werden in einer großskaligen Versuchsanlage im Maßstab eines Deponiehanges Untersuchungen durchgeführt. Hieraus soll eine Abschätzung des Methanabbaupotentials der Rekultivierungsschicht in einem Kapillarsperrensystem unter Freilandbedingungen abgeleitet werden. Aufgrund der in den Versuchen ermittelten Erkenntnisse werden Entwurfskriterien und Bemessungsgrößen für den Bau von kapillarsperrenbasierten Deponieoberflächenabdichtungen mit integriertem Flächenfilter erarbeitet. Im Jahr 2002 wurde die Versuchsanlage in Betrieb genommen. In einer ersten Versuchsphase wurden zur Bestimmung des Methanoxidationspotentials Untersuchungen mit einem Kompostmaterial als Rekultivierungsschicht durchgeführt. Nach Abschluss dieser Phase Ende 2002 werden die Untersuchungen im Jahr 2003 mit einem an die Anforderungen bezüglich Methanoxidation, Wasserhaushalt und technische Ausführbarkeit angepassten Aufbau der Rekultivierungsschicht fortgesetzt. Das Projekt wird gemeinsam mit dem Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft, Fachgebiet Wasserbau durchgeführt.
Wasserhaushaltsbetrachtungen in einem alternativen Oberflächenabdichtungssystem mit verstärkter mineralischer Dichtung und untenliegender Kapillarsperre (Standort Karlsruhe).
Projektleiter und Ansprechpartner
Prof. Dr. Heinz Hötzl
Dr. Wolfgang Breh
Laufzeit des Forschungsvorhabens 1993, fortlaufend bis ca. 2003
Beschreibung des Forschungsvorhabens: suchen Sie unter
http://www.agk.uni-karlsruhe.de/index.html Aktuelle Projekte im Projektbereich Hydrogeologie
Der Kapillarblock einer Kapillarsperre kann auch in Form einer industriell hergestellten Kapillarblockbahn gebaut werden. (Hersteller Gebrüder Friedrich GmbH) Der große Vorteil ist die gesicherte Qualität durch die industrielle Fertigung. Ein weiterer Vorteil ergibt sich in Regionen, wo Material für die Kapillarblockschicht nicht in der Nähe des Bauvorhabens ansteht. Durch Einsatz der Kapillarblockbahnen können große Transportkosten eingespart werden.
Versuchsfelder mit Kapillarblockbahnen
Von Dr. Jungbauer + Partner (jetzt CDM Consult GmbH ) wird eine Konzeption vorgeschlagen, die es ermöglicht, Kapillarsperren auch in flachgeneigten, bzw. ebenen Bereichen einzusetzen.