| Fachliteraturhinweise zum Thema Dichtungskontrollsysteme |
In der TA Abfall werden für Sonderabfalldeponien kontrollierbare Oberflächenabdichtungssysteme gefordert. Vielfach werden sie auch bei der Sicherung von Altablagerungen (Altlasten), aber auch bei Oberflächenabdichtungen von Deponien eingesetzt.
Die Entwicklung von Dichtungskontrollsystemen (alias Abdichtungskontrollsystemen, Leckdetektionssystemen) ist aber erst richtig in Gang gekommen, seitdem Kunststoffdichtungsbahnen als alleinige Abdichtung oder mit einem Dichtungskontrollsystem als gleichwertige Alternative zur Kombinationsabdichtung diskutiert wird.
Das für die Zentraldeponie Wesuwe im Landkreis Emsland von Umtec geplante
Oberflächenabdichtungssystem bestehend aus einer 2,5 mm starken
PEHD-Kunststoffdichtungsbahn (KDB) mit einem elektronischen Dichtungskontrollsystem
(DKS) wurde von der Bezirksregierung Weser-Ems am 20.02.2004 als endgültige
Abdichtung anerkannt.
Der Gesamtstandort wurde in die Nachsorgephase überführt.
Nähere Angaben zum Projekt finden Sie unter
http://www.umtec-gbr.de/ > referenzen >Sicherung
und Rekultivierung
In dem Vortrag "Innovative Messverfahren zur Feuchte-Bestimmung
in Deponieabdichtungen" stellten Rainer Schuhmann und Rolf
Nüesch (beide www.fkz.de) beim 15. LGA Deponieseminar im Mai
2004 das FeuKoSmin vor.
Folien
zum Vortrag von Prof. R. Nüesch (pdf-Datei 1,22MB)
Zum FeuKoSmin gibt Dr. Schuhmann noch folgende
Information:
Die Kontrolle einer Oberflächendichtung soll nicht dem Deponiebetreiber
oder der Überwachungsbehörde ein „schlechtes Gewissen“ machen
und gar einen Handlungsbedarf aufgeben, der nicht zu erfüllen ist. Sie
soll ein Instrument sein, um technisch und wirtschaftlich sinnvoll evtl. notwendige
Reparaturen anzugehen. Dazu ist es erforderlich, detektierte Schäden beurteilen
zu können, d.h. evtl. einsickernde Wassermengen auch quantitativ beurteilen
zu können. Und der Überwachungsparameter ist nun mal die hydraulische
Leitfähigkeit. Außerdem geht es uns nicht um die Überwachung
einzelner Dichtungskomponenten (ist in mineralischen Materialien natürlich
möglich), sondern um die Überwachung des gesamten Dichtungssystems.
In der Dissertation "Kontrolle von Barrieren:
Bestimmung der hydraulischen Leitfähigkeit an Hand des Bodenwassergehaltes" sind
von Dr.-Ing. Rainer Schuhmann die Grundlagen des Feuchtekontrollsystems
untersucht und das System praxisreif weiterentwickelt worden.
Die Sissertation ist online verfügbar unter
http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/vvv/2002/bau-verm/21/21.pdf (5,22MB,
180 Seiten)
Zur Dissertation gibt Dr. Schuhmann noch folgende Information:
Im Rahmen meiner Untersuchungen habe ich im Jahr
2000/02 eine Umfrage bei den zuständigen Landesbehörden gemacht,
um heraus zu finden, welche Deponieflächen in welcher Art schon abgedichtet
sind und welches Potenzial noch ansteht. Die Ergebnisse sind im Anhang 10.1.
Abschnitt 2 (S. 141 ff.) der Diss kurz aufgelistet.
(03-Jun-2004)
Auf Initiative des Labors Deponietechnik der BAM wurde im Oktober
1998 der Arbeitskreis Dichtungskontrollsysteme (AK DKS) gegründet.
Hauptaufgabe des AK DKS ist die Erstellung eines Anforderungskatalogs für
Dichtungskontrollsysteme in Oberflächenabdichtungen von Deponien, besonders
von Altdeponien. mehr...
Ansprechpartner: Dr. Stefan Seeger,
(Text: Stefan Seeger, BAM)
Anforderungen
an Dichtungskontrollsysteme in Oberflächenabdichtungen von Deponien
Empfehlungen des Arbeitskreises Dichtungskontrollsysteme (AKDKS)
herausgegeben vom Labor IV.32, Deponietechnik der BAM
1. Auflage, November 2000
als pdf-Datei
185k (09-Jan-2001)
Leckdetektionssysteme sind nicht nur bei Deponiebasisabdichtungssystemen und Oberflächenabdichtungen bei Deponien und zur Sicherung von Altlasten sinnvoll, sondern auch zur Dichtigkeitskontrolle bei Behältern für wassergefährdende Flüssigkeiten und Deponiesickerwasser.
Abdichtungskontrollsysteme bei Deponien und zur Altlastensicherung
Ausführliche Informationen unter
http://www.progeo.com/ > Geologger
(die Firma Sensor Deutschland GmbH gibt es nicht mehr)
Leckdetektionssysteme für Behälter
Referenzen suchen Sie bitte unter den Internetadressen der Anbieter