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02-Apr-2015

Deponie, Deponietechnik

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Setzungen und Setzungsmessungen
- Deponiebasis, Deponiekörper, Deponieoberfläche

Setzungsmessungen sind die Voraussetzung für den Nachweis der Stabilität des Deponiekörpers, aber auch für die Funktionsfähigkeit des Basisabdichtungssystems (Abdichtung plus Entwässerungsschicht) und des Oberflächenabdichtungssystems (Abdichtung plus Entwässerungsschicht plus Gasdränschicht).
Zur Zeit sind Setzungsmessungen im Zusammenhang mit der Vorbereitung aller Maßnahmen zur endgültigen Stillegung einer Deponie, insbesondere der Abdichtung der Deponieoberfläche von größtem Interesse.

Setzungsmessungen werden seit langer Zeit als notwendig erkannt, in der Praxis aber oft zögerlich, vielleicht sogar unzureichend durchgeführt und ausgewertet. Es erscheint zweckmäßig auf ausgewählte Internetseiten mit Informationen über Setzungsmessungen, geeignete Auswertungsverfahren und Anwendungsbeispiele, aber auch auf interessante Veröffentlichungen hinzuweisen.

Immer aktuelle Informationen zum Thema Standsicherheit von Deponien im Internet zu finden bei http://www.dr-koelsch.de.
u. a. mit Bericht mit Fotos über das Bandung dumpsite desaster im Februar 2005.

Lehners hat auf der 18. Fachtagung Die sichere Deponie 2002 des SKZ in Würzburg in seinem Vortrag "Setzungsmessungen an Hausmülldeponien - Konsequenzen für den Bau von Oberflächenabdichtungen und für die Beanspruchung der Dichtungselemente"
auf die Bedeutung von Setzungsmessungen im Rahmen der Vorbereitung auf Oberflächenabdichtungen bei Hausmülldeponien am Beispiel der Deponie Damsdorf-Tensfeld, Kreis Segeberg, SH hingewiesen. Der Vortrag ist als pdf-Datei verfügbar (433KB).
Auf die Frage, ob denn ähnliche Setzungsmessungen die Regel oder eher die Ausnahme sind, antwortete Lehners: eher die Ausnahme.
Das muß nicht angezweifelt werden. Es ist aber doch sehr bedenklich, weil damit deutlich wird, daß die Deponiebetreiber und auch die zuständigen Behörden ihrer Verantwortung für Deponien vielfach nur unzureichend gerecht werden. Ob das nur Nachlässigkeit ist oder ob es der Verzögerung der Errichtung des endgültigen Oberflächenabdichtung dient ist nicht entscheidend. Wenn dann irgendwann die erforderlichen Setzungsmessungen durchgesetzt werden, wenn aufgrund unzureichender Setzungsmessungen hohe Kosten bei der Herstellung oder gar Reparatur von Oberflächenabdichtungen anfallen, hebt das Wehgeschrei über die hohen "durch die TASi bzw. Deponieverordnung verursachten" Kosten an. Nicht die TASi und jetzt die Deponieverordnung ist Schuld an den zusätzlichen Kosten, sondern die Nachlässigkeiten, die Schlampereien und die Verweigerung. Wer sich für eine Deponie entschieden hat, und die Umweltverträglichkeit hoch und heilig versprochen hat, muß auch die notwendigen Maßnahmen realisieren.

Zum Thema Vermessung im Rahmen der Fremdprüfung lese man:

AbfallwirtschaftsFakten 14.1 Fremdprüfung beim Deponiebau

Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim Zentrale Unterstützungsstelle Abfall, Gentechnik und Gerätesicherheit (ZUS AGG) und Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
Hildesheim, November 2014. Bräcker, W.

http://www.gewerbeaufsicht.niedersachsen.de > Umwelt > Kreislauf- und Abfallwirtschaft > Abfallwirtschaftsfakten

In der Deponieverordnung findet man die Forderung nach Vermessung des Deponiekörpers und der Abdichtungssysteme z. B. im :

Anhang 5 Information, Dokumentation, Kontrollen, Betrieb (zu § 4 Nummer 2, den
§§ 9, 10 Absatz 2, § 11 Absatz 2, § 12 Absatz 1 bis 3, § 13 Absatz 1 bis 3 und 5, § 17 Absatz 2, § 23 Satz 1)

 

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