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01.01.2016

Deponie, Deponietechnik

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Deponieverhalten, Deponiekörper, Deponietechnik

|Fachliteratur Deponieverhalten|

Der Deponiekörper ist das Kernstück einer Deponie - des Deponiebauwerks!
Die im Deponiekörper abgelagerten Abfälle bestimmen das Deponieverhalten:

  • die Sickerwasserzusammensetzung
  • die Menge und die Zusammensetzung von Deponiegas (wenn biologisch abbaubare Abfälle abgelagert worden sind)
  • die Setzungen

Unbehandelte Siedlungsabfälle sollen und dürfen nicht mehr abgelagert werden (Abfallablagerungsverordnung, Deponieverordnung (2009).

Müssen dann nicht die bereits abgelagerten, nicht biologisch ausreichend abgebauten, unbehandelten Siedlungsabfälle im Deponiekörper behandelt, in-situ stabilisiert werden?

Sie müssen nicht, aber sie sollten, meinen nicht nur die Befürworter der Infiltration von Wasser in den Deponiekörper, sondern auch die Befürworter der aeroben in-situ Stabilisierung von Altdeponien und Altablagerungen.

In dieser Richtung werden auch die Texte in Anhang 5 Nr. 10 der DepV (2009) ausgelegt:

"Anhang 5

....

10. Kriterien für die Feststellung des Abschlusses der Nachsorgephase

In Abhängigkeit der jeweiligen Deponieklasse sind insbesondere die nachfolgenden Kriterien für die Feststellung des Abschlusses der Nachsorgephase zu Grunde zu legen:

1. Umsetzungs- oder Reaktionsvorgänge sowie biologische Abbauprozesse sind weitgehend abgeklungen.

2. Eine Gasbildung findet nicht statt oder ist so weit zum Erliegen gekommen, dass keine aktive Entgasung erforderlich ist, austretende Restgase ausreichend oxidiert werden und schädliche Einwirkungen auf die Umgebung durch Gasmigration ausgeschlossen werden können. Eine ausreichende Methanoxidation des Restgases ist nachzuweisen.

3. Setzungen sind so weit abgeklungen, dass setzungsbedingte Beschädigungen des Oberflächenabdichtungssystems für die Zukunft ausgeschlossen werden können. Hierzu ist die Setzungsentwicklung der letzten zehn Jahre zu bewerten.

4. .... "

Infiltration von Wasser in den Deponiekörper

Da Deponiekörper, die aus unbehandelten Abfällen aufgebaut sind, sehr heterogen sind, ist auch der biologische Abbau und die Verdichtung der Abfälle sehr ungleichmäßig. Durch Infiltration von Wasser in den Deponiekörper wird versucht, die Deponiegasproduktion zu optimieren und die Nachsorgephase zu verkürzen.
siehe dazu

die Seite Sickerwasserinfiltration

Aerobe in-situ Stabilisierung

Informationen zur aeroben in-situ Stabilisierung findet man online insbesondere bei IFAS Ingenieurbüro für Abfallwirtschaft (Heyer, Hupe, Stegmann)

Von der Innovativen Umwelttechnik wird in diesem Zusammenhang das "Smell-Well-Verfahren" angeboten, das insbesondere bei Deponierückbauprojekten mit Erfolg eingesetzt wurde. Rückfragen bei TB-Göschl

DEPO+ Verfahren – Klima- und Umweltschutz durch optimierte Nutzung erneuerbarer Energien und Verbesserung des Langzeitverhaltens von Altlasten und Deponien. Sprechen Sie bei der CDM Smith GmbH Herrn Bröcker an

Forschung zum Thema Deponiekörper

Zum Thema "Deponiekörper" war ein großes Verbundforschungsvorhaben Deponiekörper vom bmb+f durch die Projektträgerschaft Abfallwirtschaft und Altlasten (PT AWAS) beim Umweltbundesamt gefördert worden. Leiter des Verbundforschungsvorhabens war Professor em. Ehrig, Wuppertal. Herausgekommen ist - boshaft gesagt - die TASI mit dem "Verbot der Ablagerung biologisch abbaubarer Abfälle"

Zahlreiche Forschungsvorhaben zum Thema "Deponiekörper" sind vom Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen (BYSTMLU) gefördert worden.
http://www.stmugv.bayern.de

Hinweise auf andere Seiten in DeponieOnline

Die mechanisch-biologische Restabfallvorbehandlung wird ausführlich im Bereich MBA behandelt.
Zum Verhalten abgelagerter Abfälle in altlastverdächtigen Flächen (Altablagerungen, kontaminierte Standorte) und in Altlasten siehe Sanierung.
Siehe auch
Deponiesickerwasser
, Deponiegas, Deponieforschung, Fachliteratur Deponie

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