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September 2000

Deponie, Deponietechnik

Herman Prigann - Museum der verlorenen Wünsche -
Ideen zur Nutzung stillgelegter Deponien

Skizze Prigann

Das "Museum der verlorenen Wünsche"

Eine Idee von Herman Prigann - Mallorca im September 2000

h.prigann-v.david@terranova.ws

www.terranova.ws

Kurze Darstellung des Konzeptes "Museum der verlorenen Wünsche" - eine andere Deponiekultur.
Prolog

Die aktuelle Situation der Müllproduktion und -entsorgung zeigt, daß trotz vieler Verordnungen und Versuche, die Massen des anfallenden Mülls in den Griff zu bekommen, diese nicht zu einem Alle befriedigenden Ergebnis geführt haben.
Die bisherige Strategie lässt sich kurz zusammenfassen: Sammeln / Sortieren / Recycling - und den Rest sichern, vergraben und vergessen oder fallweise verbrennen.
Was bleibt sind Altlastdeponien, die in ihrer endgültigen Form nach geltendem Schönheitsideal der Landschaft "naturnah" angepaßt werden.
Im Bewußtsein der Menschen sind diese Deponien in irgendeiner Weise Bedrohungen, ja Unorte. Die Frage heute und in der Zukunft ist: wie können wir nicht nur eine Mitverantwortlichkeit an der Müllentstehung beim Einzelnen erreichen, sondern wie können wir statt der Verdrängung der "Altlasten" sogar ein Interesse an den im Inneren einer Deponie ablaufenden Prozessen wecken ?
Mit der künstlerischen Neugestaltung des Deponiekörpers in der Landschaft und der Implementierung eines "Müll-Museums" bietet sich die einmalige Chance, nicht nur einem breiten Publikum die im Inneren einer Deponie ablaufenden Prozesse darzustellen, sondern auch wissenschaftliches und technologisches Neuland zu betreten. Allein die Tatsache der Biogasentwicklung und ihre mögliche Nutzung sind Hinweis und Anlaß genug, das Innenleben der Deponien genau zu studieren.
Die Umwandlung chemischer Substanzen verläuft über Jahrzehnte. Daher ist es angemessen, die Deponien in ihrer äußeren Form eben nicht "naturnah", sondern deutlich erkennbar "künstlich" zu gestalten. Dann sind diese Orte präsente Zeichen unserer Konsumkultur und bewahren uns vor der trügerischen Vorstellung, daß unser enormer Ressourcenverbrauch keine Konsequenzen hätte.
Darüber hinaus wird das Angebot an Freizeitmöglichkeiten im Umfeld der Deponie xy erweitert und auf einen artifiziell geformten Landschaftsraum fokussiert; somit wird in gewissem Maße auch eine Überlastung von naturnahen Gebieten vermieden und daher auf die weitere Entwicklung über die engere Liegenschaft hinaus gestaltend eingewirkt.

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