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Fachgespräch
"Infiltration von Wasser in den Deponiekörper"
Infiltration von Wasser in den Deponiekörper | Infiltration in der Praxis
Infiltration von Wasser in den Deponiekörper (Sickerwasserkreislaufführung)
auf der Deponie Rosenow der OVVD GmbH
http://www.OVVD.de
(Mitteilung des OVVD vom 18.12.2000)
Die Deponie Rosenow ist erst seit 01.01.97 in Betrieb. Daher erfüllt die Deponie alle Voraussetzungen, die am 14.12.00 beim Fachgespräch "Infiltration von Wasser in den Deponiekörper" beim Umweltbundesamt in Berlin für eine sinnvolle Sickerwasserkreislaufführung u.a. auch von Herrn Bräcker (NLÖ) genannt wurden.
Die Besonderheiten des Forschungsprojektes der OVVD "Optimierung der Methanphase auf der AEA Rosenow" besteht in folgendem:
- Die OVVD bewässert Einbaubereiche, die erst max. zwei Jahre alt sind (hohes Gaspotential).
- Die aktuelle Hausmüllsortieranalyse der OVVD ergab Organikgehalte zwischen 25 und 50 %.
- Die OVVD GmbH betreibt eine eigene Kläranlage (Nassoxidation mit Ozon + Nitrifikation im Festbettreaktor) und erreicht damit Indirekteinleiterqualität. Das vorgereinigte Sickerwasser muss dann 15 km zu einer kommunalen Kläranlage per Tankwagen transportiert werden (hohe Kosten). Für eine Direkteinleitung steht kein geeigneter Vorfluter zur Verfügung. Zudem müsste erst eine Umkehrosmoseanlage nachgerüstet werden.
- Im Zuge des Einbaus der Gasfassung zeigte sich, dass der Deponiekörper relativ trocken ist.
- Als Infiltrationssystem wurde ein perforierter Inliner (frostsicher, billig, stört nicht den Einbaubetrieb) in das bestehende horizontale Gasfassungssystem eingeführt. Der geringe Durchmesser des perforierten Inliners (da 63 mm) soll bewirken, dass das Wasser unter Druck eingeführt wird und sich dann halbwegs gleichmäßig über die gesamte Fliesstrecke (ca. 100 m) in der Gasfassung verteilt. Ohne diesen Inliner würde eine Kurzschlussströmung zum tiefsten Punkt erfolgen.
- Die Niederschlagsmengen in Mecklenburg-Vorpommern liegen unter 600 mm/a.
Wir haben jetzt seit fast einem Jahr den Ist-Zustand (Abflussmengen, Sickerwasserqualität, Gasmenge) an der Versuchshaltung (ca. 900 m2) erfasst. Spätestens in Februar starten die Versuche zur Kreislaufführung.
Falls keine positiven Effekte auf die Gasproduktion nachweisbar sein sollten, können wir auf diese Weise zumindest eine sinnvolle Sickerwasserentsorgung (bei vorheriger Nährstoffsenke) realisieren.
Falls das bisher einmalige Infiltrationssystem nicht funktionieren sollte oder sich u. U. ein negativer Einfluss auf die Gasproduktion ergibt, werden wir ein anderes System probieren.
Die Ergebnisse zum Projekt sollen voraussichtlich im Jahr 2002 im Rahmen einer Promotion veröffentlicht werden.
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