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14-Jan-2012

Fachliteratur

Abdichtung von Deponien und Altablagerungen (Altlasten) 2006

Ab 2005 werden die Fachliteraturhinweise zum Thema "Deponieabdichtung" zusammengefaßt und nicht mehr unterteilt, z. B. in Kapillarsperre, tonminiralische Abdichtungen, GTD, usw. Zu den Fachliteraturhinweisen 2004 und davor findet man über > Fachliteratur > Abdichtung

2006

Dr. Beate Vielhaber, Dipl.-Ing. Jens Locker, Dipl.-Ing. Dirk Hütteroth, Dr. Torsten Junge, Dr. habil. Stefan Melchior

"Trockener" Einbau von mineralischen Dichtungsschichten; Grundlagen und Praxiserfahrungen

Beitrag zum 17. Nürnberger Deponieseminar, Mai 2006, LGA Nürnberg

Nun gibt es keine Ausrede mehr: Der Einbau bindiger mineralischer Dichtungsschichten für Deponien (BMD) gemäß TA Abfall, Anhang E entspricht nicht dem Stand der Technik und führt zu unwirksamen Abdichtungen, d. h. sinnlosen Geldausgaben.
Deutlicher können es Ingenieure und Wissenschaftlicher nicht sagen und schreiben.
Der BMU und die zuständige Landesbehörden sollten den Fachbehörden endlich helfen, von den als falsch erkannten Anforderungen der TA Abfall, die leider auch noch in die Deponieverordnung aufgenommen wurden, abzuweichen. Oder müssen wirklich erst wieder Gerichte bemüht werden?
Lesen Sie selbst: Das Manuskript als pdf-Datei

Dazu - insbesondere zu meiner Anmerkung - gibt es eine Leserzuschrift von Wolfgang Bräcker:

Sehr geehrter Herr Stief,

unter Aktuelles für Mai 2006 führen Sie u. a. aus:
"Nun gibt es keine Ausrede mehr: Der Einbau bindiger mineralischer Dichtungsschichten für Deponien (BMD) gemäß TA Abfall, Anhang E entspricht nicht dem Stand der Technik und führt zu unwirksamen Abdichtungen, d. h.
sinnlosen Geldausgaben. ... Der BMU und die zuständige Landesbehörden sollten den Fachbehörden endlich helfen, von den als falsch erkannten Anforderungen der TA Abfall, die leider auch noch in die Deponieverordnung aufgenommen wurden, abzuweichen."

Manchmal steckt das Gute auch im zweiten Satz:
Keiner war seit Inkrafttreten der TA Abfall daran gehindert, das Richtige im Hinblick auf die Vermeidung bzw. Minimierung der Austrockung mineralischer Dichtungen zu tun: In Anhang E Nr. 1.1 g) wird nämlich nicht nur vorgegeben, mit Einbauwassergehalten auf dem nassen Ast der Proctorkurve einzubauen, sondern im zweiten Satz wird explizit die Möglichkeit eröffnet, mit geringeren Wassergehalten zu arbeiten, wenn der Luftporenanteil auf unter 5 % begrenzt wird. Die DepV als höherrangiges Recht schreibt zudem in Anhang 1 Tabelle 2 Fußnote 2 Satz 2 vor, dass Materialzusammensetzung und Einbautechnik so zu wählen sind, dass die Gefahr der Trockenrissbildung minmiert wird.

Also lassen Sie uns dafür werben, nicht nach dem ersten Satz mit dem Lesen aufzuhören. Es bedeutet aber, dass sich die vom Bauherrn Beauftragten intensiver als bisher mit den Material, wie es z. B. Vielhaber et al.
beschrieben haben, auseinandersetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Wolfgang Bräcker

Klaus Stief

Qualitätssicherung - Grundlage umweltverträglicher Deponien

VKS-NEWS 106. Ausgabe 05/2006 (Mai)

Manuskript als pdf-Datei

Mit Spannung bei der Lecksuche

Umweltmagazin 4/5 2006

Bei umweltgefährdenden Anlagen können mit elektroresistiven Dichtungskontrollsystemen Leckagen vollautomatisch erkannt und geortet werden.

Zielte der Einsatz derartiger Kontrollsysteme zunächst auf die Überwachung der großflächigen Abdichtungen von Deponien und der Versiegelung von Altlasten, so erstreckt sich die Anwendung zunehmend auch auf die Überwachung von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sowie Bauwerksabdichtungen im allgemeinen Hoch- und Tiefbau.

Ausgestattet mit vielen Referenzen und Eignungsgutachten hat sich die elektroresistive Überwachungstechnik für Abdichtungen mittlerweile als Stand der Technik erfolgreich in den verschiedenen europäischen Ländern etabliert. In der aktuellen niederlänsichen CUR/PBV-Aanbeveling, der maßgeblichen technischen Richtlinie für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, der Einsatz von elektroresistiven Dichtungskontrollsystemen bei Abdichtungen, die einer visuellen Kontrolle nicht zugänglich sind, verbindlich vorgeschrieben.

[Schön, daß schon jetzt erkannt worden ist, daß es außer durch Sickerwasser aus Deponien tatsächlich auch noch andere Grundwassergefährdungen gibt. Schade, daß man bei Suche nach "alternativen Abdichtungen" für die Deponieoberfläche die Kombination von Kunststoffdichtungsbahnen (KDB) und Abdichtungskontrollsystemen allzuoft ignoriert. ]

Peter Bothmann

Bewertung neuer Systeme und Materialien für die Oberflächenabdichtung von Deponien

VKS-NEWS 106. Ausgabe 05/2006 (Mai)

Horst Düllmann

Aufgaben, Verantwortung und Beauftragung der Fremdrüfung bei der Planung und bei der Ausführung von Deponieabdichtungssystemen

VKS-NEWS 106. Ausgabe 05/2006 (Mai)

Dr. habil. Stefan Melchior

Stand der Technik bei Oberflächenabdichtungen - alternative Dichtungssysteme

7. Bayerische Abfall- und Deponietage 2006. Tagungsunterlagen (Loseblattordner). Veranstalter und Bestelladresse: KUMAS, E-mail: info@kumas.de. (alle Vorträge > Bücher > Bücher 2006)

Behandelt werden

  • Alternative Komponenten zur herkömmlichen mineralischen Abdichtung
    • Modifizierte mineralische Abdichtungen
    • Dichtungen aus mineralischen Restastoffen oder Abfällen
    • Bentonitmatten
    • Kapillarsperren
  • Gleichwertige Kombination von Komponenten

In der Zusammenfassung betont der Autor u. a. :

Eine wesentliche Voraussetzung für den Nachweis der projektunabhängigen Eignung von unter der Verwendung von Abfällen hergestellten Dichtungen ist, daß die Zusammensetzung der Abdichtungskomponenten eindeutig beschrieben und in ihrer Qualität überwacht werden kann und daß die Anforderungen der Deponieverwertungsvorordnung eingehalten oder die Schadlosigkeit der Verwertung nachgewiesen werden kann. Mit pulverförmigem Wasserglas vergütete und unter Verwendung von Abfällen hergestellte Dichtungen erfüllen diese Voraussetzungen oft nicht. Bei den sogenannten Reststoffdichtungen wird der Trend vermutlich zu solchen Systemen gehen, in denen mineralische Massenreststoffe mit relativ gleichbleibenden mechanischen und chemischen Eigenschaften verwendet werden und die [nur] geringe Anteile an organischer Substanz oder [nur] sehr schwer abbaubare, stark humifizierte Substanz enthalten (z.B. Eisenhüttenschlacke, Baggergut).

Durch den Einsatz von Dichtungskontrollsystemen oder Wasserhaushaltsschichten mit optimiertem Bewuchs kann bei geeigneten Standortbedingungen eine gleichwertige Kombination von Systemkomponenten gefunden werden, die z. B. die mineralishce Komponente der Kombinationsdichtung ersetzen kann.

Technischen Fortschritt gibt es jedoch nicht nur bei den alternativen Dichtungen, Auch der Einbau der tonhaltigen minerlischen Dichtung wird im Hinblick auf die Langzeitbeständigkeit weiterentwickelt (Einbau auf dem trockenen Ast der Proctorkurve).

Nicht vergessen werden darf bei allen Diskussionen um alternative Dichtungen, daß mit der Kunststoffdichtungsbahn mit BAM-Zulassung eine sehr erprobte und anerkannte Technik zur Verfügung steht, die auf Deponien, die nicht mit einer Kombinationsdichtung gesichert werden müssen, auch ohne zusätzliche mineralische Dichtung eingesetzt werden kann.

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