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Fachliteratur

Abdichtung von Deponien und zur Altlastensicherung

Zur Austrocknung von tonmineralischen Abdichtungsschichten

ab 2004 unter mineralische Abdichtungen

| 2003 | 2002 |

Stief, Klaus
Meine Meinung zur Eignung Tonmineralischer Abdichtungsschichten in Oberflächenabdichtungssystemen und Reaktionen darauf.
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2003

Ramke, Hans-Günter
Austrocknungsverhalten mineralischer Abdichtungsschichten in Deponie-Oberflächenabdichtungssystemen. - Ergebnisse des Status-Workshops der Arbeitsgruppe "Oberflächenabdichtungssysteme" des AK 6.1 der DGGT
In: Henken-Mellies, U. (Hrsg.) Abdichtung, Stilllegung und Nachsorge von Deponien, Veröffentlichungen des LGA-Grundbauinstitus Nürnberg, Heft 81,
Eigenverlag LGA 2003, LGA Grundbauinstitut, 90431 Nürnberg, Tillystr. 2,
siehe auch Inhaltsverzeichnis mit Kommentaren

2002

Ramke, Hans-Günter; Gartung, Erwin; Heibrock Gunnar; Lükewille, Walter; Melchior, Stefan; Vielhaber, Beate; Bohne, Klaus; Maier-Harth, Ulrich; Witt, Karl-Josef (Herausgeber)
Austrocknungsverhalten mineralischer Abdichtungsschichten in Deponie-Oberflächenabdichtungssystemen
Tagungsband zum Status-Workshop
(siehe Bücher und Tagungsunterlagen 2002)
Sehr interessante und für die Praxis wichtige Erkenntnisse über die Austrockung tonmineralischer Abdichtungsschichten. Wichtige Empfehlungen und offene Fragen.
(01-Mär-2003)

Ramke, H.-G.
Ergebnisse des Status-Workshops "Austrocknungsverhalten von mineralischen Abdichtungsschichten in Deponie-Oberflächenabdichtungssystemen"
In: Abfallwirtschaft in Forschung und Praxis AbWi 125: Oberflächenabdichtung von Deponien und Altlasten 2002 - Auswirkungen der AbfAblV und der DepV auf Betreiber, Behörden, Planer, Hersteller und die Bauindustrie, Hrsg. Egloffstein, Burkhardt, Czurda. Erich Schmidt Verlag 2002, Seite 115-167
Inhaltsverzeichnis
(06-Nov-2002)

Horn, Rainer
Verbesserung der Langzeitbeständigkeit von Oberflächenabdichtungen durch modifizierte mineralische Abdichtungssysteme
Müll und Abfall 4/2002 Seiten 181-186

Konkret geht es natürlich um "den trockenen Ast der Proctorkurve". Für Anhänger und Gegner lohnt es sich, den Beitrag zu lesen, denn Prof. Horn bezieht klar Position.
Leider quälen sich die Zweifler mit klaren Stellungnahmen gegen die Feststellungen von Horn, und auch die Ergebnisse des DGGT Workshops "Austrocknungsverhalten" lassen zu lange auf sich warten. Warum? Ist es so schwer Fehleinschätzungen zuzugeben? Jedenfalls scheint man zu versäumen, daß in der Deponieverordnung noch ein Satz aufgenommen wird, mit dem der Einbau auf dem nassen Ast der Proctordichte zumindest nicht zum Evangelium gemacht wird. Schade.
Aus den Schlußfolgerungen:
Aus den dargestellten Zusammenhängen ist nachvollziehbar, dass bei der Verwendung von Tonmineralsubstraten als Abdichtungsmaterial dann eine Rissbildung langfristig vermieden werden kann, wenn der Wassergehalt bzw. die Wasserspannung zum Zeitpunkt des Einbaues kleiner ist als der jemals später folgende Austrocknungsgrad. ...
Aus dem Ausblick:
Die Definition der mechanischen und gleichzeitig auch hydraulischen Stabilität von Substraten kann anhand einfacher Schrumpfversuche der für den Einbau für Mülldeponien zur Auswahl stehenden Substrate erfasst werden. Die maximal mögliche mechanische Belastung bzw. der im Hinblick auf den Erhalt der hydraulischen Funktion erforderliche Austroclnungsgrad lässt sich als Spannungswert definieren. Als mögliche Empfehlung für eine langfristige Rissfreiheit kann z. B. ein Einbauwassergehalt von -5% unter WG opt empfohlen werden, der damit einen Substratzustand links der optimalen Proctordichte definiert. ...
(02-Mai-2002)

Status-Workshop "Austrocknungsverhalten von mineralischen Abdichtungsschichten in Deponie-Oberflächenabdichtungssystemen
31. Januar und 1. Februar 2002 an der Fachhochschule Höxter
Veranstalter: DGGT Arbeitsgruppe 7 "Oberflächenabdichtungssysteme" des
AK 6.1 "Geotechnik der Deponiebauwerke" und das Fachgebiet Abfallwirtschaft und Deponietechnik, Fachbereich Technischer Umweltschutz, Abteilung Höxter der Fachhochschule Lippe und Höxter

Die Vorträge und die Ergebnisse der Workshops sollen veröffentlicht werden.
Eine Übersicht über die Beiträge, die als Tagungsunterlagen verteilt worden sind, findet man hier: Übersicht über die Beiträge als pdf-Datei 12k
Mein subjektiver Eindruck auf der Basis der Vorträge ist, daß die ausschließliche Festlegung auf die Verdichtung von tonmineralischen Abdichtungen auf dem nassen Ast der Proctorkurve in Anhang E der TA Abfall und damit auch in der TASi falsch ist. Grundsätzlich bringt die Verdichtung auf dem trockenen Ast Vorteile bei der Verhinderung oder Verminderung der Austrocknung.
Diskutiert werden wird noch - hoffentlich nicht allzu lange - darüber, wieviel % der optimalen Proctordichte erreicht werden sollte.

Weitere Ergebnise, die sich abzeichnen sind:

  • Die Rekultivierungsschicht (Wasserhaushaltsschicht) sollte mindestens
    1,50 m dick sein.
  • Tonmineralische Abdichtungsschichten ohne darüberliegenden Konvektionssperren (Kunststoffdichtungsbahnen oder Asphaltabdichtungen) sollten mit einer Sandschicht oder Vliesen (als Feuchtigkeitsspeicher) abgedeckt werden.
  • Eine Dränschicht - als Kapillarsperre - über der mineralischen Abdichtung ist ein MUSS
  • Gasdränschicht und das eigentliche Deponieauflager sollten aus unterschiedlichen Materialien bestehen, um die Austrocknung der Abdichtungsschicht nicht zu begünstigen.

(verbessert 12-Feb-2002)

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16-Jan-2012