Abdichtung von Deponien und zur Altlastensicherung
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Die Zuordnung von sogenannten Reststoffabdichtungen ist schwierig. Sie sind keine richtigen mineralischen Abdichtugnen, weil auch organische Abfälle
(wie z. B. Klärschlamm) eingesetzt werden, und sie passen auch in keine andere Abdichtungskategorie.
Da aber bei der Suche nach "alternativen" Deponieoberflächenabdichtungen immer wieder auch Abdichtungen aus Reststoffen ins Gespräch gebracht werden - weil sie billiger sein sollen als insbesondere die Regelabdichtung nach TASi - wurde hier eine extra Seite eingerichtet.
Witolla, Christian
Kostenoptimierte Oberflächenabdichtungen mit Dichtungsbahnen und Reststoffen
Tagungsband 21. Fachtagung Die sichere Deponie - Sicherung von Deponie und Altlasten mit Kunststoffen. Leitung: D. Jost und K. Albers, AK GWS eV. Veranstalter: SKZ - ConSem GmbH, Würzburg
Beitrag als pdf-Datei bei http://www.akgws.de
Hartmann, Rainer; Maas Günter; Meggender, Bernd; Zick, Reinhard
Bau von Deponieausgleichsschichten und Stützkörpern aus konditionierten Klärschlämmen
Müll und Abfall Heft 10/2004 Seite 491-495
Im Rahmen der Sanierung und Rekultivierung einer großen Altablagerung im Stadtgebiet von Göttingen mußten vor Beginn der eigentlichen Rekultivierungsphase auch rund 45.000 m³ Industrie- und Klärschlämme beseitigt werden. Hierzu wurde ein Konditionierungsverfahren angewandt, welches aus den ursprünglich breiigen Schlämmen einen Baustoff zur Herstellung von Stützkörpern und Profilierungsschichten bzw. Dichtschichten lieferte. Parallel durchgeführte Versuche mit frisch anfallenden kommunalen Klärschlämmen zeigten, daß auch unter wirtschaftlichen Aspekten eine derartige Schlammkonditionierung eine interessante Alternative zur Nutzung von Deponierestvolumina darstellen kann.
Bickhardt DOM® und Bickhardt TERRA®
Ein alternatives Oberflächenabdichtungssystem für Deponien setzt sich durch
Umweltreport Kassel (01.09.2004))
verfügbar bei http://www.bickhardt-bau.com
Berichtet wird u.a. über die Anwendung auf der Deponie Kirschenplantage (Hessen) und über eine gutachterliche Stellungnahme der Justus-Liebig Universität Gießen, Institut für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement Ltg. Prof. Dr. Stefan Gäth vom 28.06. 2004.
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Auf der Deponie Kirschenplantage sind auf ca. 45.000 m² mit Bickhardt DOM® und Bickhardt TERRA® eingebaut worden. Weitere 15.000 m² sind in Vorbereitung.
In der gutachterlichen Stellungnahme wird festgestellt: "Die bislang vorliegenden Ergebnisse der geophysikalischen und geochemischen Untersuchung zeigen zweifelsfrei, dass das auf wasserglasbasierte, mineralische Dichtungssystem Bickhardt DOM® gemäß der DepV als gleichwertig einzustufen ist und als Dichtungselement eines Oberflächenabdichtungssystems eingesetzt werden kann. ..."
Ott, Elfriede und Kempfert, Hans-Georg
Aspekte zur Klassifizierung und Kenngrößenermittlung von Abfallrostaschen
geotechnik 26 (2003) Nr. 3 Seiten 173-179
Ausblick: Die vorgestellten Versuchsergebnisse stellen eine erste systematische Untersuchung der mechanischen Eigenschaften von Abfallrostaschen dar und zeigen deren Abweichungen von Böden auf. Insbesondere wurde die Veränderung der Eigenschaften mit der Liegezeit betrachtet, die in den Reihenuntersuchungen qualitativen Charakter tragen und die in den vertiefenden Untersuchungen für eine ausgewählte Abfallrostasche mit den chemischen Reaktionen korreliert wurden. Dies kann allerdings nur als erster Einstieg in die stoffliche Gesamtproblematik des mechanischen Verhaltens von Abfallrostaschen verstanden werden und lässt noch viele Fragen offen. Weitere sachübergreifende systematische Untersuchungen sind erforderlich, um für Abfallrostaschen eine annähernd zutreffende Prognose des mechanischen Verhaltens abgeben zu können.
Anmerkung Stief: Der Hinweis auf diese Veröffentlichung wurde aufgenommen, weil man ja fast sicher sein kann, daß Abfallrostaschen auch in "alternativen" Abdichtungen eingesetzt werden sollen.
(01-Nov-2003)
Düser, Olaf und Ulrich, Georg
Verwertung von Bauschuttrecyclingmaterial in mineralischen Dichtungen
geotechnik 26 (2003) Nr. 3 Seiten 180-187
... Anwendung in großtechnischem Maßstab: Das stark tonmineralhaltige Material der Feinfraktion 2 kann in aggregierter Form mit Pseudokorngrößen von bis zu etwa 50mm Durchmesser verarbeitet werden, wenn zur Herstellung der Korngemische ein Zwangsmischer eingesetzt wird. ...
Man sollte prüfen, ob die Untersuchungsergebnisse von Horn über "Auswirkung von periodischer Austrocknung und Wiederbewässerung auf die Schrumpfrissbildung von künstlich erzeugten Gemischen aus groben starren Körnern und quellfähigem Feinmaterial" auch für die hier besprochene Anwendungen kritisch sind.
(01-Nov-2003)
Düser, Olaf
Verwertung von Bauschuttrecyclingmaterial in mineralischen Dichtungen
In; Bauhaus-Universität Weimar Schriftenreihe Geotechnik, Heft 10 Band 1,
Hrsg. Karl Josef Witt, Rolf Katzenbach "1. Symposium Umweltgeotechnik" Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Geotechnik e.V., Fachsektion Deponien und Altlasten. Weimar 2003
(23-Okt-2003)
Harder, Hardy, Kramer, C. R.
Baustoffrecyclate als Komponenten von kapillarsperrensystemen
In; Bauhaus-Universität Weimar Schriftenreihe Geotechnik, Heft 10 Band 1,
Hrsg. Karl Josef Witt, Rolf Katzenbach "1. Symposium Umweltgeotechnik" Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Geotechnik e.V., Fachsektion Deponien und Altlasten. Weimar 2003
(23-Okt-2003)
Gröngröft, Alexander; Berger, Klaus; Tresslet, Karin; Miehlich, Günter
Abdichtung von Deponien mit aufbereitetem Baggergut: Ergebnisse eines mehrjährigen Feldversuchs
In; Bauhaus-Universität Weimar Schriftenreihe Geotechnik, Heft 10 Band 2,
Hrsg. Karl Josef Witt, Rolf Katzenbach "1. Symposium Umweltgeotechnik" Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Geotechnik e.V., Fachsektion Deponien und Altlasten. Weimar 2003
(23-Okt-2003)
Bethke, Harald; Biener, Ernst; Sasse, Torsten, Wemhoff, Thomas
Die Eignung von Baggergut als mineralische Komponente in Deponieoberflächenabdichtungssystemem
WLB Supplement TerraTech 9/2003 Seiten TT 14 bis TT 18
Aus der Einleitung:
Bei der Sanierung einer Altablagerung nach Bodenschutzrecht wurde nach Systemvergleichen eine qualifizierte Oberflächenabdeckung in Form einer Kombinationsdichtung ausgeführt. Ungewöhnlich ist die mineralische Dichtung aus Hafenbaggergut, für die bewusst auf einige Standardanforderungen einschlägiger Regelwerke verzichtet wurde. Das System ist aber im Sinne der generellen Anforderungen dieser Regelwerke (TASi und DepV) ein gutes Beispiel für eine technisch und wirtschaftlich optimierte Lösung.
Sonst noch interessant:
Die insgesamt 8,2 ha große Altablagerung Bockhorner Weg, Bremen grenzt unmittelbar an ein Wohngebiet. Die Altablagerung befindet sich in der Trinkwasserschutzzone IIIa eines Wasserwerkes. Der zukünftige Flächennutzungsplan beinhaltet die Ausweisung der Altablagerung als Grünfläche mit der Zweckbestimmung Sportanlage (Golfplatz)
Aus den Schlussbemerkungen:
Unsere gemeinsamen Erfahrungen zeigen, dass Planung, Genehmigung und Ausführung kostenoptimierter Oberflächenabdichtungssysteme in der Regel erheblich höhere Anforderungen an die Beteiligten stellen als die Ausführung von Standardsystemen. Insoweit besteht umso mehr die notwendigkeit einer Zusammenarbeit mit entsprechend sachkundigen partnern, die sich dieser besonderen Problematik mit der angemessenen Verantwortung bewusst sind.
(09-Sep-2003)
Röhl, K.-E.; Czurda, Kurt; Krystkiewic, Becker, Frank
Entwicklung und Genehmigung einer alternativen Oberflächenabdichtung aus Kaolin-Schlämmen und Bergematerial
In: Abfallwirtschaft in Forschung und Praxis AbWi 128 ESV Berlin
Hrsg. Egloffstein, Burkhardt, Czurda "Abschlus und Rekultivierung von Deponien und Altlasten 2003" mehr zur Quelle...
Das von der Firma SOTEC GmbH entwickelte ALSIA-Verfahren beruht auf Ersatz natürlicher Materialien in der mineralischen Dichtungsschicht durch Mischungen grobkörniger Waschberge mit feinkörnigen, tonreichen Vergütungen. Der Beitrag stellt die Eigenschaften einer Materialmischung von Waschbergen mit Kaolin-Schlämmen aus der Porzellan-, Fliesen und Sanitärkeramik-Herstellung vor, sowie deren Bewertung im Rahmen der Gleichwertigkeitsprüfung für ihren Einsatz in einer Deponieoberflächenabdichtung.
Das Dichtungssystem unterscheidet sich von dem Regelsystem nur durch den strukturellen Aufbau und die mineralische Zusammensetzung der mineralischen Dichtungsschicht.
Die untersuchten und bewerteten Waschberge/Kaolin-Schlamm-Mischungen eigenen sich nach Ansicht der Autoren als alternative zur mineralischen Abdichtung von Deponieoberflächen, Die Mischungen erfüllen insbesondere die Anforderungen an die hydraulische Dichtwirkung. Voraussetzung ist, dass für die Herstellung der Mischungen materialien mit geeigneten Wassergehalten verwendet werden (für die Kaolin-Schlämme < 50%), und dass die Herstellbarkeit unterschiedlicher Mischungen im Einzelfall im Versuchsfeld nach TASi belegt wird. Vom Landesamt für Umweltschutz des Saarlandes ist auf der Basis der im Labor und im Versuchsfeld untersuchten Mischung die Verwendung in einer geplanten Baumaßnahme genehmigt worden.
Quandt, Toralf; Berndt, Steffen und Didik, Helmut
Deponieoberflächenabdichtungen aus tonvergüteten mineralischen Reststoffen - eine Alternative mit Langzeitwirkung? von
Müll und Abfall Heft 9 2003 Seiten 466 bis472
In dem Beitrag wird über Untersuchungen zum Vergleich der Leistungsfähigkeit eines herkömmlichen bindigen Dichtungserdstoffes mit einem tonvergüteten RC-Material berichtet. Nach Ansicht der Autoren haben die vergleichenden Untersuchungen gezeigt, dass für den tonvergüteten RC-Sand eine prinzipielle Gleichwertigkeit und eine partielle Höherwertigkeit erreichbar sind.
Tonvergütete Mineralgemische sollen wegen der speziellen Matrixstruktur ein grundsätzlich geringeres Gefährdungspotential gegenüber austrocknungsbedingter Schädigung aufweisen, als herkömmliche feinkörnige Dichtungstone. Auch beim Einbau sollen Vorteile gegeben sein. Kostenvorteile sollen durch die Verwendung von Massenreststoffen erreichbar sein {keine Zahlen].
Bethke, Harald; Biener, Ernst; Sasse, Torsten, Wemhoff, Thomas
Die Eignung von Baggergut als mineralische Komponente in Deponieoberflächenabdichtungssystemem
WLB Supplement TerraTech 9/2003 Seiten TT 14 bis TT 18
Aus der Einleitung:
Bei der Sanierung einer Altablagerung nach Bodenschutzrecht wurde nach Systemvergleichen eine qualifizierte Oberflächenabdeckung in Form einer Kombinationsdichtung ausgeführt. Ungewöhnlich ist die mineralische Dichtung aus Hafenbaggergut, für die bewusst auf einige Standardanforderungen einschlägiger Regelwerke verzichtet wurde. Das System ist aber im Sinne der generellen Anforderungen dieser Regelwerke (TASi und DepV) ein gutes Beispiel für eine technisch und wirtschaftlich optimierte Lösung.
Sonst noch interessant:
Die insgesamt 8,2 ha große Altablagerung Bockhorner Weg, Bremen grenzt unmittelbar an ein Wohngebiet. Die Altablagerung befindet sich in der Trinkwasserschutzzone IIIa eines Wasserwerkes. Der zukünftige Flächennutzungsplan beinhaltet die Ausweisung der Altablagerung als Grünfläche mit der Zweckbestimmung Sportanlage (Golfplatz)
Aus den Schlussbemerkungen:
Unsere gemeinsamen Erfahrungen zeigen, dass Planung, Genehmigung und Ausführung kostenoptimierter Oberflächenabdichtungssysteme in der Regel erheblich höhere Anforderungen an die Beteiligten stellen als die Ausführung von Standardsystemen. Insoweit besteht umso mehr die notwendigkeit einer Zusammenarbeit mit entsprechend sachkundigen partnern, die sich dieser besonderen Problematik mit der angemessenen Verantwortung bewusst sind.
(09-Sep-2003)
Belouschek, Peter und Kügler, Jost-Ulrich
Oberflächensicherung von Altdeponien mit geeigneten Massenreststoffen
VKS-NEWS 61. Ausg. 04/2002 Seite 17-18
In der Veröffentlichung findet man leider keine Fakten und Daten über die Erfahrungen, die bisher gemacht worden sein sollen.
In den Literaturhinweisen wird hauptsächlich auf Veröffentlichungen zwischen 1989 und 1992 hingewiesen. Eine Veröffentlichung aus 1999 ist offenbar nur in Tagungsunterlagen einer Veranstaltung des Hauses der Technik enthalten.
In der Veröffentlichung von Belouschek und Kügler ist für mich ein Absatz interessant:
Die 1997 gebaute Oberflächenabdichtung der Deponie der Fa. Henkel in Monheim bestätigt dies durch die permanente Überwachung. Es ist daher völlig unverständliche, daß derartige Systeme in Deutschland nicht weiter gebaut wurden. Durch ein Förderprogramm der niederländischen Regierung wurden Abdichtungsschichten aus Abfallstoffen unter Beimischung mit wasserglasvergütetem Klär- oder Gewässerschlamm mit Erfolg auch hinsichtlich der Langzeitwirkung geprüft. Dieses ist seit 1998 für Oberflächenabdichtungen in den Niederlanden zugelassen und wird seither großtechnisch mit wirtschaftlichem Erfolg auf mehreren Deponien gebaut. auch in Belgien wird dieses Konzept auf einer Großdeponie angewendet.
Hinweise auf Fundstellen für Erfahrungsberichte und insbesondere auch die Zulassungen in den Niederlanden fehlen leider. Es ist zu hoffen, daß die Autoren Fakten und Daten im Internet veröffentlichen. Wehklagen über die Nichtbeachtung in Deutschland helfen (hoffentlich) nicht weiter.
(14-Apr-2002)
Kügler, Jost, Ulrich; Belouschek, Peter; Schultz, Christian
Sicherung von Deponien mit geeigneten Abfallstoffen unter einbeziehung
von wasserglasvergüteten Klärschlämmen
VKS-News 52. Ausgabe, Juli 2001 Seiten 11 - 12
(18-Jul-2001)
Weiler, D.
Flotationsberge. Bodenmechanische und -physikalische Eigenschaften am
Beispiel der mineralischen Dichtungsschicht im Oberflächenabdichtungssystem
nach TA-Abfall.
Schriftenreihe Angewandte Geologie Karlsruhe, 62, 158 S.; Karlsruhe