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Oberflächenabdichtung von Deponien und Altlasten
Auswirkungen der AbfAblV und der DepV auf  Betreiber, Behörden, Planer, Hersteller und die Bauindustrie

Abfallwirtschaft in Forschung und Praxis AbWi 125, ESV Erich Schmidt Verlag 2002
Egloffstein / Burkhardt /Czurda
Oberflächenabdichtung von Deponien und Altlasten
Auswirkungen der AbfAblV und der DepV auf 
Betreiber, Behörden, Planer, Hersteller und die Bauindustrie

Beiträge zum 12. Karlsruher Deponie- und Altlastenseminar 2002

Beiträge Übersicht |
Einzelne Beiträge:| Horn und Junge | Edenberger und Burkhardt | Rödel und Kallies |

Vorwort

Die Deponieverordnung ist da! Nach langer Diskussion, vielen Entwürfen und Änderungen ist die Deponieverordnung nunmehr seit dem 01. August 2002 endlich in Kraft. Gemeinsam mit der Abfallablagerungsverordnung wird sie den Abschluss und die Rekultivierung von Deponien begleiten und regeln. Eine Ära der Abfallwirtschaft geht zu Ende. Bis zum Jahre 2005, d.h. in nur noch drei Jahren sollen keine unbehandelten Siedlungsabfälle mehr abgelagert werden dürfen und spätestens bis 2009 sollen alle alten Deponien geschlossen werden. Da es in Deutschland immer noch über 400 betriebene Deponien gibt, ist dies bei fristgerechter Umsetzung eine gewaltige Aufgabe für die öffentlichen Verwaltungen und Finanzen. Es ist aber auch eine Chance für Planer, Hersteller und die notleidende Bauindustrie, und es ist eine umweltpolitische Notwendigkeit!

Derzeit gibt es jedoch noch viele offene Fragen zur Deponieverordnung, deren Anforderungen und den nicht immer eindeutigen Interpretationen.

Was versteht man unter einem gleichwertigen Abdichtungssystem? Kann man die endgültige Stillegung eines Deponieabschnittes beantragen und wird sie genehmigt? Ist nach erfolgter biologischer Stabilisierung des Deponiekörpers nun doch und unbedingt eine Oberflächenabdichtung erforderlich? Wie stellt der Deponiebetreiber fest, dass die für die Oberflächenabdichtungen zerstörerischen Setzungen noch nicht abgeklungen sind? Was ist eine temporäre dichte Abdeckung, die als Voraussetzung für die Sickerwasserrückführung genannt wird? Hat der Deponierückbau eine neue Chance oder bleibt er in seiner Versenkung?

Die Deponieverordnung ist noch zu neu, als dass sich alle Fragen zur Auslegung und Interpretation heute schon abschließend beantworten ließen.

Seitens der Veranstalter und sicherlich auch eines Großteils der Teilnehmer steht allerdings zu wünschen, dass die AbfAblV und die DepV mehr bewegen werden, als die seinerzeit sicherlich notwendigen und erforderlichen, aber in der Umsetzung teilweise eher glücklosen Verwaltungsvorschriften TASi bzw. TA Abfall.

In diesem Zusammenhang ist auch zu hoffen, dass die oben aufgeworfenen und andere offene Fragen nicht wieder dazu führen werden, dass sich die Entscheidungsträger dahinter verstecken um notwendige Entscheidungen weiter hinauszuzögern.

Abschließend bleibt noch zu wünschen, dass die endlose Gleichwertigkeitsdiskussion der TASi der DepV erspart bleibt und endlich der ingenieurmäßigen Bemessung aller Dichtungs- und Dränschichten zum Durchbruch verholfen wird.

Karlsruhe, Oktober 2002

Thomas Egloffstein, Gerd Burkhardt; Kurt Czurda
ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH

Beiträge

Die Deponieverordnung
Dipl.-Ing. K. Wagner, BMU, Bonn

Auswirkungen der Abfallablagerungsverordnung und der Deponieverordnung auf die Deponiebetreiber sowie Auswirkungen auf die Entsorgung gering belasteter Abfälle in Bayern
Dipl.-Ing. K. Drexler, Dipl.-Ing. Ch. Daehn, Landesamt für Umweltschutz Augsburg/Kulmbach

Umsetzung der neuen Deponieverordnung im Land Brandenburg
Dr.-Ing. Ulrich Stock, Landesumweltamt Brandenburg

Ergebnisse und Empfehlungen des Arbeitskreises TRISOPLAST
W. Bräcker, Niedersächsisches Landesamt für Ökologie, Hildesheim

Oberflächendichtungssysteme mit BAM-zugelassenen Dichtungsbahnen und weiteren Geokunststoffen - Varianten und Praxisbeispiele! Auswirkungen der Deponieverordnung
K.-H. Albers, G² Krefeld / AK GWS Berlin

Wissenschaftliche und ingenieurmäßige Bemessung contra starre Anforderungen - fachtechnische Anmerkungen und Alternativen jenseits der "Gleichwertigkeit" nach DepV
Dr. Th. Egloffstein, Dipl.-Ing. G. Burkhardt, ICP, Karlsruhe

Ergebnisse des Status-Wokshops "Austrocknungsverhalten von mineralischen Abdichtungsschichten in Deponie-Oberflächenabdichtungssystemen"
Dr.-Ing. H.-G. Ramke, FH Lippe und Höxter, Abteilung Höxter

Wege zur langfristig sicheren Abdichtung von Mülldeponien mit mineralischen Dichtschichten
Dr. R. Horn und T. Junge, Inst. f. Pflanzenernährung und Bodenkunde, Uni Kiel
Manuskript (pdf 293KB)

Langzeituntersuchungen zur Wasserdurchlässigkeit von Bentonitmatten in Lysimetern
Prof. Dr. W. Blümel, Dipl.-Ing. A. Müller-Kirchenbauer, Uni Hannover H. Ehrenberg, Dipl.-Ing. K. v. Maubeuge, Naue Fasertechnik, Lübbecke

Abgleich von Modell- und Messwerten für Oberflächenabdichtungen mit geosynthetischen Tondichtungsbahnen
Dr.-Ing. E. Reuter, Bauberatung Geokunststoffe, Lemförde, Dr. N. Markwardt, pedotec, Berlin

Zielsetzung und Feldversuchsaufbau für vergleichende Wasserhaushaltsbetrachtungen in alternativen Oberflächenabdichtungssystemen für Halden der Stahlindustrie
Dr. K.-J. Arlt, Dipl. Forstw. N. Wolsfeld, AG der Dillinger Hüttenwerke, Dillingen/Saar

Wald als Rekultivierungsziel am Beispiel des Altteils der Deponie Neuenburg - Ersatz für qualifizierte Dichtungssysteme? Können die Anforderungen der AbfAblV und der DepV eingehalten werden?
AR W. Burger, Regierungspräsidium Freiburg

Erprobung von Wurzelsperren zum Schutz von Dränage- und Abdichtungsschichten vor Durchwurzelung
Dr. sc. Agr. P. Wattendorf, Dr. sc. Agr. O. Ehrmann, Inst. f. Landespflege, Uni Freiburg

Deponiebegrünungen als Erosionsschutz und Möglichkeit zur Reduzierung des Sickerwassers
Dr. E. Stalljann, Gebrüder Friedrich GmbH, Salzgitter

Ergebnisse und Erfahrungen mit Dichtungskontrollsystemen aus der Langzeitüberwachung von Deponieoberflächenabdichtungen
Dipl.-Ing. A. Rödel, Dr.-Ing. B. Kallies, PROGEO Monitoring GmbH
Manuskript online verfügbar (pdf 412KB)
http://www.progeo.com

Adäquate Überwachung und Instandhaltung von Deponieentwässerungssystemen in der Nachsorgephase einer Deponie
Dipl.-Ing. W. Edenberger, Dipl.-Ing. G. Burkhardt, ICP Urbach/Karlsruhe
Manuskript (pdf 555KB)

Pilotprojekt zur Rückverformung von PE-HD Sickerwasserleitungen der Deponie Lachengraben - Förderprojekt des Ministeriums für Umwelt und Ver-kehr Baden-Württemberg
Dipl.-Ing. Hj. Rotzinger, Eigenbetrieb Abfallwirtschaft, Landratsamt Waldshut-Tiengen

Großlysimeter-Langzeit-Untersuchungen zur Rückführung von Umkehrosmose-Sickerwasserkonzentrat auf den Deponiekörper von Hausmülldeponien unter "Flushing-Bedingungen" rechtfertigen die Aufhebung des Verbots der Sickerwasserrückführung in der DepV
Dr.-Ing. B. Albrecht, Prof. Dr.-Ing. E. Thomanetz, Inst. f. Abfallwirtschaft, Uni Stuttgart

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Dr. Kurt Czurda,Universität (TH) Karlsruhe, Wiss. Dir. a. D. Dipl.-Ing. Klaus Stief, Berlin, OBR Dipl.-Ing. Peter Bothmann, LfU Ba.-Wü., Karlsruhe, TOAR Dipl.-Ing. Karl Drexler, Bayer. LfU, Augsburg

Veranstalter:
Ak GWS Arbeitskreis Grundwasserschutz e.V.; Überwachungsgemeinschaft "Bauen für den Umweltschutz" e.V.

Konzept und Organisation:
ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH, Karlsruhe

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