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Magisches Jahr 2005
Vollständige Vorbehandlung - Ende der Deponie

11. Kölner Abfalltage 2002

Magisches Jahr 2005
Vollständige Vorbehandlung - Ende der Deponie

Veranstalter:
Gutke Verlag
Postfach 250253 · D-50518 Köln
Tel.: 0221 / 93 20 7 20 · Fax: 0221 / 31 36 37
e-mail: Gutke-Verlag@t-online.de, Internet: http://www.gutke-verlag.de

Veröffentlichung geplant.
Einige Vorträge sind im Internet verfügbar - blättern Sie auch durch die Liste
| Prof. Beckmann | Dr. M. Kaimer | Prof. Eikmann |Dr. von Lersner|

Vorträge

Begrüßung und Einführung
RA, Dr.-Ing. Wolfgang Klett, Köln; Dr. jur. Alexander Schink, Düsseldorf; MinDirig. Dr.-Ing. Helmut Schnurer, Bonn
Grußworte im Namen der Schirmherren

Von der Deponie zur Vorbehandlung

Das Deponiekonzept und seine Veränderungen
Prof. Dr. Heinrich von Lersner, Präsident des Umweltbundesamtes a.D., Berlin
Vortragsmanuskript als pfd-Datei 90KB

Vorgaben der Europäischen Union und deren Umsetzung
Anna Karamat, Abteilung Nachhaltige Ressourcen und Abfall, Generaldirektion Umwelt, Europäische Kommission, Brüssel

Stand der Abfallvorbehandlung und der Deponien in Deutschland
Jutta Penning, Leiterin des Fachbereichs Umweltverträgliche Technik, Verfahren und Produkte, Umweltbundesamt, Berlin
Dr. Bernd Engelmann, Umweltbundesamt Berlin

Beurteilung von Verfahren zur umweltverträglichen Abfallbeseitigung

Ziele der Vorbehandlung und Mindestanforderungen
Prof. Dr. Bernhard Gallenkemper, Fachhochschule Münster

Vorbehandlung durch thermische Verfahren
Ferdinand Kleppmann, 1. Vorsitzender des Vorstandes der Interessengemeinschaft der Betreiber Thermischer Abfallbehandlungs-anlagen in Deutschland (ITAD), Würzburg

Vorbehandlung durch mechanisch-biologische Verfahren
Prof. Dr. Klaus Fricke, Leichtweiß-Institut der Technischen Universität Braunschweig

Ökologische Bewertung unterschiedlicher Entsorgungswege
Prof. Dr. Thomas Eikmann, Mitglied des Sachverständigenrates für Umweltschutz der Bundesregierung, Gießen
Vortrag (Power Point Präsentation) als pdf-Datei (500KB)

Auswirkungen für die Deponien – Weiterbetrieb oder Stilllegung?

Rechtliche Vorgaben für Abfallwirtschaftsplanung und Deponiezulassung
RA Dr. Martin Beckmann, Münster
Vortrag als pdf-Datei (178KB)

Technische Lösungen für einzelne Deponien
Dr. Harald Rötschke, Geschäftsführer der Mitteldeutschen Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft mbH, Bitterfeld

Lastenausgleich im Verbund
Werner Meys, Geschäftsführer der Umweltservice Bochum GmbH

Kosten und Finanzierung von Deponiestilllegungen
Prof. Dr. Janbernd Oebbecke, Universität Münster

Anreize und Zwangsmittel zur Deponiestilllegung
RA Hartmut Gaßner, Berlin

Ausblick auf die weitere Entwicklung

Schaffen wir 2005?
MinDirig. Bernhard Remde, Leiter der Abteilung Abfallwirtschaft, Altlasten, Bodenschutz, Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg, Potsdam

Was geschieht nach 2005?
Dr. Martin Kaimer, Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg, Stuttgart
Manuskript im Internet verfügbar unter http://www.ta-akademie.de/ > TOP Themen Abfall > Vorträge (nicht aktiv 14.10.2003 - Akademie aufgelöst?)

Vision 2020 – Abfallwirtschaft ohne Deponie?
1. Direktor und Prof. Werner Schenkel, Umweltbundesamt, Berlin

Zur Thematik

Schon seit 1993 schreibt die TA Siedlungsabfall vor, dass Siedlungsabfälle vor Deponierung vorzubehandeln sind. Der letzte Zeitpunkt für Ausnahmen hiervon aus Gründen mangelnder Behandlungskapazität endet spätestens am 01. Juni 2005. In einzelnen Bundesländern, in denen schon ausreichende Behandlungskapazitäten bestehen, ist dies schon eher der Fall. Hier ringen manche Betreiber von Deponien mit den zuständigen Behörden um einen angemessenen Weiterbetrieb ihrer Anlagen. In anderen Bundesländern gibt es bis heute keine ausreichenden Behandlungskapazitäten; wegen der langen Planungs-, Genehmigungs- und Errichtungszeiträume für solche Anlagen ist dort fraglich, ob bis zum 01. Juni 2005 ausreichende Behandlungskapazitäten verfügbar sein werden.

Mit der zunehmenden Annäherung an 2005 drängt sich deshalb immer mehr die Frage auf, ob es wirklich gelingt, die durch die TA Siedlungsabfall als Stand der Technik der Abfallvorbehandlung konkretisierte Abfallverbrennung und die alternativ dazu zulässige MBA-Technik umzusetzen. Die Entscheidungen vieler öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger für eine bestimmte Vorbehandlungstechnik stehen nicht zuletzt angesichts der nur schwer kalkulierbaren Kosten der mechanisch-biologischen Behandlung und der Ungewissheit der Refinanzierung ihrer bisherigen, zukünftig nicht mehr erforderlichen Anlagen heute noch aus. Um so mehr besteht Anlass, sich mit den Maßnahmen und den Folgewirkungen zu befassen, die bis Mitte 2005 in der Abfallwirtschaft eintreten sollen.

Die 11. Kölner Abfalltage greifen damit ein für die Praxis der Abfallwirtschaft hochaktuelles und zentrales Thema auf. Mit der Veranstaltung soll ein Beitrag zu der Diskussion um die ökologischen Anforderungen an die Beseitigung von Siedlungsabfällen und die ökonomischen Folgewirkungen geleistet werden.

Den Ausgangspunkt des Kongresses sollen Motivation des Gesetzgebers und Entwicklung der Gesetzgebung in den letzten 30 Jahren bilden. Darüber hinaus werden die Vorstellungen der Europäischen Kommission für ein Deponiekonzept einbezogen, zumal diese die nationalen Vorgaben zunehmend inhaltlich bestimmen. In einem weiteren Abschnitt werden zunächst technische Anforderungen an die Behandlung von Abfällen dargelegt, welche im Hinblick auf die Ziele des Umweltschutzes unabhängig von den alternativen technischen Verfahren in jedem Fall erreicht werden sollen. Sodann sollen die alternativen technischen Vorbehandlungsverfahren jeweils dargestellt und im Hinblick auf ihre Auswirkungen ökologisch beurteilt werden.

Danach wendet sich der Kongress den Auswirkungen des flächendeckenden Einsatzes der Vorbehandlungstechnik auf die Deponien zu. Dabei sollen insbesondere die aufgrund der im Entstehen begriffenen Deponieverordnung zu treffenden Entscheidungen über den Weiterbetrieb oder die Stillegung von Deponien beleuchtet werden. Die dafür bedeutsamen Instrumente der Abfallwirtschaftsplanung und der Deponiezulassung sollen ebenso einbezogen werden wie die Finanzierung der Lasten dieser Entwicklung, Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Verbund und effektiver Instrumente und Anreize für eine Deponiestillegung. Dabei sollen auch die Hinweise aus der Praxis, wie solche Anforderungen kompensiert werden können, wie sich die Lasten dieser Entwicklung finanzieren lassen und schließlich mit Hilfe welcher Instrumentarien Deponiestilllegungen effektiv erreicht werden können, Beachtung finden.

Die gegenwärtige Einschätzung der Lage in der Abfallwirtschaft im magischen Jahr 2005, in der Zeit danach und in der von der Bundesregierung mit dem Eckpunktepapier in den Blick genommenen langfristigen Perspektive bis 2020 bilden den Schlusspunkt der Fachbeiträge.

Die Veranstaltung soll – entsprechend der Zielsetzung der „Kölner Abfalltage“ – einen Beitrag leisten, das Abfallrecht und das Geschehen in der Entsorgungswirtschaft für alle Beteiligten transparenter zu machen, aus der Praxis Hinweise und Erfahrungen für das weitere Gesetzgebungsverfahren zu gewinnen, um auf dieser Grundlage wiederum für die Praxis geeignete und vollziehbare Regelungen, wenigstens aber deren Entwicklung zu fördern.

Der Gutke Verlag wird als Veranstalter mit einem Tagungsband die einzelnen Referate und Diskussionsbeiträge des Fachkongresses dokumentieren. Die Initiatoren und den Veranstalter freut es, wiederum den Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Jürgen Trittin, die Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Bärbel Höhn, und den Oberbürgermeister der Stadt Köln, Fritz Schramma, zum wiederholten Male als Schirmherren für die „Kölner Abfalltage“ gewonnen zu haben, wofür sie ihren besonderen Dank sagen.

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2002