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2003

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Abdichtung, Stilllegung und Nachsorge von Deponien

Henken-Mellies, U. (Hrsg.)

14. Nürnberger Deponieseminar - 2003
Abdichtung, Stilllegung und Nachsorge von Deponien

Veröffentlichungen des LGA-Grundbauinstituts Nürnberg, Heft 81,
Eigenverlag LGA 2003,
LGA Grundbauinstitut, 90431 Nürnberg, Tillystr. 2,
Telefon (0911) 655 – 5560, Telefax (0911) 655 – 5593, http://www.lga.de

Inhaltsverzeichnis

Entsorgung von Siedlungsabfällen in Bayern sowie Stellenwert der Deponie in der Abfallwirtschaft nach 2005,
von MR Dipl.-lng. Defregger

  1. Entsorgungssituation in Bayern
    1. Abfallaufkommen / Restmüllmenge
    2. Deponiesituation
  2. Umsetzung der AbfAblV und der DepV
    1. Allgemeines
    2. Konsequenzen für die Deponieklasse II in Bayern
  3. Fazit
    Schon derzeit verfügt Bayern mit 2,9 Mio. t über ausreichende thermische Behandlungskapazitäten, um den gesamten Hausmüll in Bayern thermisch zu behandeln.
    ...
    Nach entsprechendem Ausbau und der Annahme, dass langfristig jährlich rd. 0,2 Mio t Abfälle auf Klasse-II-Deponien abgelagert werden müssen, würde sich eine Entsorgungssicherheit von rd. 40 Jahren ergeben.

Auswirkungen der neuen rechtlichen Regelungen auf die Deponie-Situation in Bayern,
von Dipl.-lng. Christian Daehn, Kulmbach e-mail:christian.daehn@lfu.bayern.de

  1. Einführung
  2. Auswirkungen von AbfAblV und DepV auf den künftigen Betrieb von Deponien der DK I und KK II
    1. Beendigung der Ablagerung unbehandelter Abfälle / Einhaltung der Zuordnungskriterien
    2. Ablagerung besonders überwachungsbedürftiger Abfälle auf Deponien der Deponieklassen I und II
    3. Anforderungen an die Basis vorhandener Deponien und Deponieabschnitte für einen Weiterbetrieb für die Deponieklasse I und II
      Schwierigkeiten macht in Bayern, dass viele Deponien an der Basis keine Kombinationsabdichtung haben.
  • Abschluss von Deponien
  • Weitere wichtige Regelungen

Auswirkungen auf sonstige Deponien

  • Auswirkungen im Bereich der Sonderabfallentsorgung und auf firmeneigene Deponien
  • Auswirkungen im Bereich gering belasteter, mineralischer Abfälle

Auswirkungen auf die Deponielandschaft und die Entsorgungssicherheit

  • Zur Verfügung stehendes Deponievolumen und künftige Ablagerungsmengen für die DK II Deponien in Bayern
  • Entsorgungssicherheit für DK I und DK II weiterhin geben?
  • Detailbetrachtung für Nordbayern

Zusammenfassung und Ausblick

Wasserwirtschaftliche Aspekte der neuen Deponieverordnung,
von Dipl.-lng. Ludwig Gaßner, e-mail:poststelle@lfw.bayern.de

Rechtliche Belange: Langzeitlager, Überprüfung behördlicher Entscheidungen

Sicherheitsvorkehrungen: Neue Anlagen; Bestehende Anlagen; Rekultivierungsschicht; Zuordnungswerte; Auslöseschwellen; Maßnahmenpläne;Nachsorge

Die Erfahrungen aus der Praxis mit der Entlassung aus der Nachsorge zeigen, dass insbesondere wasserwirtschaftliche Kriterien maßgeblich für eine Zustimmung sind.
In diesem Zusammenhang sind vor allem zwei Aspekte von Bedeutung. Die Nr. 9 im o.g. Absatz 5 des § 13 DepV fordert, dass die Deponie zur Entlassung keine Grundwasserbelastung verursachen darf. Diese Forderung ist aus wasserwirtschaftlicher Sicht so zu verstehen, dass es sich nicht ausreicht, wenn momentan keine Grundwasserbelastung festgestellt werden kann. Vielmehr mu0 die Beeinträchtigung der Gewässer auf Dauer ausgeschlossen werden können. Solange eine Deponie ein Schadstoffpotenzial birgt, kann aus wasserwirtschaftlicher Sicht einer vollständigen Entlassung aus der Nachsorge nicht zugestimmt werden. Technische Sicherungsmaßnahmen erfüllen ihre Aufgaben nur, wenn sie intakt sind; sie bedürfen daher zumindest der Überwachung und ggf. der Pflege.
Ein wesentliches Kriterium für die Entlassung aus der nachsorge ist die Frage, "wohin" die Deponie entlassen wird. Die Beantwortung ist für Deponien genau so offen, wie für die Vielzahl der Altlastenfälle, die zur Sanierung anstehen. Eine Entlassung "1. klasse!, die keinerlei Verpflichtungen mehr nach sich zieht, ist aus wasserwirtschaftlicher Sicht für Deponien derzeit nicht denkbar. Bleiben jedoch Verpflichtungen bestehen, ist der Begriff Entlassung aus der Nachsorge nicht angemessen.

Außerdem interessant zum Thema Langzeitlager:
Anlagen zur vorübergehenden Lagerung wassergefährdender Stoffe, wie sie ein Zwischenlager oder auch das neue Langzeitlager darstellen, fallen wasserrechtlich unter den Regelungsbereich der §§ 19 g ff. WHG.
Das dem Regelungsbereich des § 19 g WHG zugrundeliegende mehrstufige Sicherheitskonzept beinhaltet in der Regel u.a. auch eine kontrollierbare Abdichtung gegen den Untergrund.

Die Rolle der geologischen Barriere in Hinblick auf die EU-Deponierichtlinie
von Prof. Dr. Hansjoerg Oeltzschner e-mail: prof.oeltzschner@t-online.de

... . Insofern ist die Forderung der EU-Richtlinie, daß die Geologie in einem Deponiestandortraum die wichtige Funktion einer Schutzbarriere übernehmen muß wohlbegründet. ... eine geeignete Geologie ist schließlich immer noch die kostengünstigste und langfristig am sichersten wirksame Barriere als Schutz gegenüber Grundwassergefährdungen.
    Dann aber: ... Bei Deponien, die konsequent gemäß TA Siedlungsabfall nurmehr einen geringen Schadstoff-Input haben, d. h. praktisch reine Mineralstoffdeponien sind, wird eine ordnungsgemäß eingebaute technische Dichtung (Kombinationsdichtung) [Anm.: Was aber nicht gefordert und auch nicht gebaut wird] auch langfristig einen ausreichenden Schutz bieten. Der Geologie als Barriere hinsichtlich des Grundwasserschutzes kann hier durchaus eine sekundäre Bedeutung zugeordnet werden.
   Seien wir uns aber klar darüber, daß die Garantie einer langzeitigen, dauerhaften Einkapselung mit baulichen Maßnahmen von einer obertägigen Deponie nicht erbracht werden kann. Aus diesem Grund ist die Forderung nach einer geologischen Barriere unter einer Abfalldeponie in jedem Fall begründet.
   Die beste Garantie zur Lösung des Problems "Abfallendlagerung" ist jedoch ... das Schadstoffpotential der Abfallstoffe bereits vor deren Ablagerung soweit zu verringern, daß die Umwelt weder kurz- noch langfristig durch Emissionen negativ beeinflußt werden kann. ...
   Die Technische Barriere einer solchen Deponie hat im Idealfall nur mehr Kontrollfunktion, und die Standorteigenschaften dienen als Sicherheitsbarriere gegen das verbleibende Restrisiko.
[Anmerkung: Soweit so gut, ABER, der Autor ignoriert einfach, daß es in der DepV (als Fußnote 1 zu Tabelle 1 in Anhang 1 "Anforderungen an die geologische Barriere, Basis- und Oberflächenabdichtungssysteme" heißt:
1)Erfüllt die geologische Barriere aufgrund ihrer natürlichen Eigenschaften nicht die Anforderungen, kann sie durch zusätzliche technische Maßnahmen vervollständigt oder verbessert werden. Die Anforderungen an die geologische Barriere sind auch erfüllt, wenn bei Einhaltung der geforderten Mindestmächtigkeit durch kombinatorische Wirkung von Durchlässigkeitsbeiwert, Schichtmächtigkeit und Schadstoffrückhaltevermögen der Schichten zwischen Deponiebasis und oberstem anstehenden Grundwasserleiter eine gleiche Schutzwirkung erzielt wird."
In der EU Deponierichtlinie heißt es in Anhang I Abschnitt 3.2 noch deutlicher:
"Erfüllt die die geologische Barriere aufgrund ihrer natürlichen Eigenschaften nicht die Anforderungen, kann sie mit anderen Mitteln künstlich vervollständigt und verstärkt werden, so daß sie einen gleichwertigen Schutz gewährleistet. Eine künstlich geschaffene geologische Barriere sollten mindestens 0,5 m dick sein."

Wenn man das liest und die ewige Nörgelei an bautechnisch hochwertigen Abdichtungssystemen noch nicht wieder vergessen hat, kommt man ins Grübeln und fragt sich:

  • Wissen Geologen eigentlich, was eine geologische Barriere ist?
  • Falls Geologen wissen, was eine geologische Barriere ist - bestehen sie dann auch auf der Durchsetzung?
  • Was unterscheidet eine "künstliche geologische Barriere" von einer "sowieso nicht dauerhaft wirksamen" qualitativ hochwertigen Abdichtung?

Fazit: Geologen und Bauingenieure passen offenbar einfach nicht zueinander.]

Kritische Anmerkungen zur Stilllegung und zum Weiterbetrieb von Altdeponien,
von Dipl.-lng. Stief e-mail:info@deponie-stief.de
Manuskript verfügbar als pdf-Datei

Einleitung

Was ist eine Deponie?

Weiterbetrieb oder Stillegung von Siedlungsabfalldeponien (Hausmülldeponien)? - Die Begriffe
   Es wird gezeigt, daß in der Praxis - auch bei Juristen - eine heillose Begriffsverwirrung herrscht.

Zur Hauptsache
   Generelle Kritik an der Unverständlichkeit der AbfAblV und der DepV, aber auch an der Inkonsequenz der Anforderungen.

Die Deponieoberflächenabdichtungssysteme
Auf Widersprüche in den Begründungen für "alternative" Abdichtungssysteme wird hingewiesen.

Die biologische in-situ Stabilisierung von Hausmülldeponien
   Gefragt wird, ob die in-situ Stabilisierung eigentlich Pflicht für alle Deponiebetreiber werden soll, da doch die "Mumifizierung"    infolge dichter Oberflächenabdichtung so verhängnisvoll sein soll?

Wer soll das bezahlen?

Schlußbemerkungen

Deponie-Bewirtschaftung in der Nachsorgephase,
von Dipl.-lng. D. Kress, e-mail:d.kress@landratsamt-ansbach.de

1. Begriffsdefinition Stilllegungs- und Nachsorgephase

2. Biochemische Abbauprozesse im Deponiekörper und ihr Gefährdungspotential
Zur Vorbereitung der Sickerwasserinfiltration in den Deponiekörper wurde vom Lehrstuhl für Bodenkunde der TU München, Freising-Weihenstephan zur Erforschung des Deponieverhaltens in den Jahren 1997, 2000 und 2001 umfangreiche Probenahmen, Müllanalysen und Laborversuche auf der Deponie "Im Dienstfeld" durchgeführt. Das Forschungsvorhaben war in BayFORREST eingebunden.

3. Darstellung der vorhandenen und der optimalen Milieubedingungen des Müllbergs

4. Rechtliche Würdigung und Ziel der kontrollierten Befeuchtung und Bewässerung des Deponiereaktors

5. Randbedingungen, die eine Bewässerung des Bioreaktors zu erfüllen hat

6. Schematische Darstellung
Sickerwasser wird kontrolliert aus den Speicherbecken entnommen und mit Druck über ein Verteilsystem gezielt und mengengerecht den Bewässerungsbeeten zugeführt. Hier entsteht im Kornporenanteil des Kieskoffers ein freier Wasserspiegel, der durch entsprechende Dosierung eingestellt werden kann. Dann hat das Wasser Zeit, flächig in den Müllkörper einzudringen.

7.1 Vorteile des flächigen Infiltrationssystems

Das Verfahren bringt für den Betreiber enorme Kosteneinsparungen im Bereich der Sickerwasserreinigung
Das Verfahren steigert signifikant die Gasproduktion
Einsparung der geforderten gaswegsamen Schicht bei der Endabdeckung durch Verwendung des flächigen Infiltrationssystems

8. Angaben zum Wasserhaushalt des Deponiekörpers

8.1 Ermittlung der theoretischen Infiltrationskapazität

9 Umwelttechnische und betriebswirtschaftliche Betrachtung

9.1 Umwelttechnische Betrachtung

9.2 Betriebswirtschaftliche Betrachtung
Hohe Einsparungen an Sickerwasserreinigungskosten sind möglich

10. Zusammenfassung
... Wie vorstehende Ausführungen darstellen ist es wichtig, den mit der Einlagerung des Mülls primär vorgegebenen Wassergehalt (ca. 30%) mit einer flächigen Infiltrationsschicht schon während der Betriebsphase [Anm: gemeint ist offensichtlich die Ablagerungsphase] zu stabilisieren bzw. noch zu steigern. Ist die Müllschüttung abgeschlossen ist unter der Abdeckung ein weiteres Infiltrationssystem auszubauen. Somit ist gewährleistet, dass der Dehydrierungseffekt nicht eintritt und die Deponie in einzelnen Zwischenebenen auch schon während der Betriebsphase [gemeint ist die Ablagerungsphase] bewässert werden kann.

Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen an Altdeponien am Beispiel der Deponie "Im Reis", Lauf (Peg.),
von Dr. Manfred Bayer, e-mail:manfred.bayer@lga.de

  1. Darstellung und Ausgangslage
    1. Standortverhältnisse
    2. Gefahrenlage
      1. Ablagerungshistorie
        [Anmerkung: Eigentlich handelt sich gar nicht um eine "Deponie" sondern um eine Industrieabfallkippe. Der Titel des Beitrages verunglimpft leider alle Bemühungen um die geordneten Deponien!]
        Abfall wurde von 1935 bis 1964 eingelagert. Höhe der Ablagerungen ca. 14 m.
      2. Deponat-Zusammensetzung
        Schamotte-Steine, Glasurschlämme (schwermetallkontaminiert), Gips, Schlacken, Metallteile; teerverunreinigte Sande (PAK, geruchsintensiv); mineralölverunreinigte Sande (KW, geruchsintensiv); Bauschutt; Siedlungsabfälle (Textilien, Plastik, Metalle, aber in geringen Mengen)
      3. Gefährdungspotential, betroffene Wirkungspfade, Schutzgüter
        Durch mehrjährige Analysenreihen ist eine sanierungswürdige Belastung des oberflächennahen Grundwasserstockwerks, wie auch bereits des Keupergrundwasserstockwerks, am LHKW (Trichlorethen, cis-1.2-Diclorethen) belegt. Es gibt keine Oberflächenabdichtung. Trinkwasserschutzgebiete sind beeinflußt.
  2. Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen
    1. Bisherige Sanierungsmaßnahmen
      Seit 1997 Grundwasserreinigung gezielt an 4 Brunnen (pump-and-treat)
    2. Geplante Sicherungsmaßnahmen
      Oberflächenabdichtung auf Teilbereich von rd. 13.000 m² (mehr wurde als nicht verhältnismäßig bewertet).
      Schichtaufbau des Oberflächenabdichtungssystems von oben nach unten: 70 cm Rekultivierungsboden, 3 cm Dränmatte / Schutzmatte, 2,5 mm Kunststoffdichtungsbahn; "0 cm Sand als Ausgleichsschicht
      Entwurfsplanung liegt vor. Aufgrund der seit 2002 fallenden Schadstoffkonzentration im Grundwasser in Teilbereichen wird fachbehördlicherseits die grundsätzliche Erfordernis der Oberflächenabdichtung erörtert. [Anmerkung: liegen lassen und abwarten hilft hier offenbar auch - noch 38 Jahre (bisher von 1964 bis 2002, dann haben wir 2040) und die die Schadstoffe haben sich vielleicht im Trinkwassereinzugsgebiet verteilt und irgendein Forscher findet heraus, daß da sogar noch gesund war]
    3. Forschungsvorhaben
      Es sollen untersucht werden
      - passive Sanierung mittels in-situ Reaktionswand
      - Sanierung im Abstrombereich unter Einbeziehung der "Natural Attenuation"

Schachtsanierung in offener Bauweise auf der Deponie Außernzell: Müllumlagerung, Messprogramm, Erfahrungen,
von Dipl.- Geol. Doll, e-mail: fritz.doll@awg.de

  Sickerwassersammler im Bauabschnitten mit Basisabdichtung waren über Schachtbauwerke aus Betonfertigteilen DN 1000 und GFK DN 2000 zugänglich. Wegen der starken Verformungen und Betonkorrosion sind die Betonschächte nicht mehr zugänglich und teilweise zerbrochen. Der GFK Schacht ist ebenfalls zerstört; das Harz und der Füller waren weitgehend herausgelöst. Die Schadensursache ist nicht geklärt.
   Weil eine Müllumlagerung der gesamten Deponie getestet werden sollte, wurde die Sanierung der beiden Schächte in offener Baugrube realisiert.
   Untersuchungen zu den Immissionsbelastungen durch Müllumlagerung wurden durchgeführt.

Sanierung von Deponierohren mit dem Berstliningverfahren,
von Dipl.-lng. Armin Stegner, e-mail:AStegner@lga.de

  1. Einleitung
  2. Sanierung von defekten bzw. nicht mehr ausreichend dimensionierten Sickerwassersystemen
    1. Grundlagen
    2. Vorgehen
  3. Grabenlose Rohrverlegeverfahren
    1. Berstverfahren
    2. Relining-Verfahren
    3. Sonstige Sanierungsverfahren
  4. Berstlining: Allgemeine Beschreibung des Verfahrens
  5. Unterschiede einzelner Berstverfahren
    1. Dynamisches Bersten
    2. Statisches Bersten
    3. Kurzrohrberstlining
  6. Anwendungsbereiche
    Berstverfahren sind universell in der Rohrsanierung einsetzbar. Einschränkungen [Anm.: gemeint sind Voraussetzungen] sind eine geradlinige Leitungstrasse, da die Umlenkkräfte für Bogenfahrten sehr hoch werden können und verdichtungsfähiger Boden in der Leitungszone. Die alte Leitung soll in durchgängigem Zustand sein, um ein Führungsseil einbringen zu können (Zugang von 2 Seiten). [Anm.: Mann sollte also nicht warten bis das alte Rohr völlig im A... ist] Bisher wurden unseres Wissens Leitungslängen von bis zu 245 m im Langrohrberstlining saniert.
  7. Qualitätssicherung
    1. Übersicht
    2. Forschungsvorhaben
      1. Allgemeines
        Um die Bemessung von im Berstliningverfahren verlegten Rohren zu vereinheitlichen, wurde von der LGA in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Wölfel ein Forschungsvorhaben "Bemessung von Rohren beim Berstlining-Verfahren" durchgeführt.
      2. Ergebnisse aus dem Forschungsvorhaben
        1. Vor Baubeginn
        2. Während der Bauausführung
        3. Statische Berechnungen
        4. Nachfolgearbeiten
  8. Literatur
    Forschungsvorhaben "Bemessung von Rohren bei Berstlining in Deponien", LGA / IB Wölfel im auftrag des LfU Bayerisches landesamt für Umweltschutz, Sept. 2000 Im Internet unter http://www.lga.de/deutsch/s/deponie4.pdf

Optimierung gemischtkörniger Dichtungsstoffe bei besonderer Betrachtung des Austrocknungsverhaltens,
von Dipl.-lng. Britta Bienen e-mail: b.bienen@bv.tum.de, und Dr.- Ing. Dirk Heyer, e-mail:d.heyer@bv.tum.de

  • Einleitung
    Die Problematik bei der Untersuchung der Austrocknungsempfindlichkeit von mineralischen Dichtungsstoffen im Labor ist, daß es bislang keinen standardisierten Versuchsaufbau zur Untersuchung des Schrumpf- und somit Rissverhaltens aufgrund von Austrocknung einer mineralischen Dichtungsschicht gibt. Daher wurde zunächst ein Versuchsaufbau entwickelt, der eine realitätsnahe Prüfung von mineralischen Dichtungsstoffen ermöglicht
  • Untersuchungen zum Austrocknungsverhalten
    • Versuchsaufbau- und Versuchsbedingungen
    • Versuchsprogramm und Ergebnisse
  • Zusammenfassung
    ... .
       Die Ergebnisse unterstreichen die Eignung gemischtkörniger Dichtungsstoffe, da die Risscharakteristik selbst bei extremer Austrocknung wesentlich günstiger zu beurteilen ist, als die der zum Vergleich herangezogenen feinkörnigen Böden.
       Insbesondere erwiesen sich gemischtkörnige Böden mit einer Kornverteilung zwischen "tragendem" und "schwimmende" Grobkorn, leicht- bis mittelplastischem Ton im Feinkornbereich überlegen. Eine Zugabe von Natrium-aktiviertem Calziumbentonit zur Verringerung der Durchlässigkeit sowie der Verbesserung der Quelleigenschaften erwies sich als günstig.

Die Bedeutung der Rekultivierungsschicht für die Wirksamkeit von Deponie – Oberflächenabdichtungen,
von Dr. Wolf-Ulrich Henken-Mellies. e-mail:wolf-ulrich.henken-mellies@lga.de

  1. Einleitung
  2. Anforderungen an die Rekultivierungsschicht
    1. Forschungsergebnisse zu den Anforderungen an die Rekultivierungsschicht und an die Oberflächenabdichtung b ei vorgesehener Aufforstung wurde in Baden-Württemberg ein Forschungsvorhaben durchgeführt ... . Der Studie zufolge sollte die Rekultivierungsschicht mindestens 2 m mächtig sein. Erst ab Schichtmächtigkeiten von 3,5 m sind keine Maßnahmen zur Begrenzung des Wurzelwachstums erforderlich. Diese Überlegungen gelten auch für Standorte, an denen die Vegetation auf der Rekultivierungsschicht sich selbst überlassen wird, wo damit zu rechnen ist, dass sich im laufe von 50-100 Jahren eine natürliche Waldsukzession einstellt. ... .
      Im Versuchsfeld des BayFORREST-Projektes E 35 auf der Deponie "Im Dienstfeld" bei Aurach wurde festgestellt, dass die sommerliche Austrocknung der bindigen, mineralischen Abdeckung bis in Tiefen von > 1,2 m reichen kann ... .
    2. Anforderungen des DIBt im Zusammenhang mit geosynthetischen Tondichtungsbahnen
    3. Arbeitspapier der LAGA - Arbeitsgruppe zum Thema Rekultivierungsschicht
      ... Bezüglich der Mächtigkeit der Rekultivierungsschicht äußert sich das LAGA-Papier dahingehend, dass "je nach örtlichen Gegebenheiten, Wurzelcharakteristik der potentiellen natürlichen Vegetation, der beabsichtigten Folgenutzung und der Art des verfügbaren Bodenmaterials eine Schichtstärke von > 1,5 m bis über 3 m vorzusehen" ist.
    4. Deponieverordnung des Bundes
      Die Deponieverordnung führt einen grundsätzlich neuen Aspekt in den Aufbau von Rekultivierungsschichten ein, nämlich den der Bemessung. Wie diese Bemessung durchzuführen ist, lässt der Verordnungstext allerdings offen. Auch in der Fachwelt ist man meines Erachtens noch deutlich davon entfernt, eine wissenschaftlich begründete Bemessung von Rekultivierungsschichten durchführen zu können.
    5. GDA-Empfehlungen E 2-31 - Rekultivierungsschichten
      Die Spanne üblicher Wurzeltiefen von Pflanzen, die auf Deponiestandorten auftreten zeigt, "dass die oft ausgeführte Mindestmächtigkeit der Rekultivierungsschicht von 1,0 m im Regelfall nicht ausreicht, um die Entwässerungsschicht und die Abdichtungsschicht wurzelfrei zu halten. Hierfür sind meist 1,5 m bis 3,0 m erforderlich."
  3. Versuchsfelder zur Untersuchung von Rekultivierungsschichten
    1. Neu begonnene Lysimeter-Feldversuche (Literaturrecherche)
    2. Großlysimeter auf der Deponie "Im Dienstfeld", Landkreis Ansbach
  4. Folgerungen
    Man kann nicht 30 Jahre warten, bis in ausführlichen Forschungskampagnen die letzte Unklarheit ausgeräumt ist. ... .
    - Eine Schichtdicke der Rekultivierungsschicht von 1,5 m sollte nur in gut begründbaren Ausnahmefällen unterschritten werden.
    Viele offene Fragen weisen darauf hin, dass wir weit davon entfernt sind, nach DepV, Anhang 5 eine Bemessung der Rekultivierungsschicht durchzuführen, so dass "unter Berücksichtigung der vegetationsspezifischen Durchwurzelungstiefe und der Materialeigenschaften (...) die Dichtung vor Wurzel- und Frosteinwirkung sowie vor Austrocknung geschützt wird."

Austrocknungsverhalten mineralischer Abdichtungsschichten in Deponie-Oberflächenabdichtungssystemen. - Ergebnisse des Status-Workshops der Arbeitsgruppe "Oberflächenabdichtungssysteme" des AK 6.1 der DGGT,
von Prof. Dr.-lng. Hans-Günter Ramke, e-mail:hans-günter.ramke@fh-luh.de

  1. Einführung
  2. Ursachen der Austrocknung mineralischer Abdichtungsschichten
  3. Empfehlungen für die Praxis
    1. Gestaltung des Bewuchses
      - wenn Wald das Rekultivierungsziel ist, muß die Schichtmächtigkeit   mindestens 3 m betragen.
      - In der Konsequenz muss als Zielzustand der Vegetation Grünland   angesetzt werden. Dieser Vegetationszustand ist durch gezielte   Pflegemaßnahmen langfristig zu erhalten (Mahd). Eine regelmäßige Mahd   kann das Tiefenwachstum von Wurzeln nicht völlig unterbinden, aber doch   reduzieren.
    2. Rekultivierungsschicht
      - Mächtigkeit minestens 1,50 m
      - Bei einer Schichtmächtigkeit von < 2,0 m ist eine Wurzelsperre im unteren   Bereich zweckmäßig. Bei Trockenstandorten sollte hierfür eine   Kunststoffdichtungsbahn verwendet werden.
    3. Entwässerungsschicht
      - keine Durchlüftung der Entwässerungsschicht
      - Feinkies besser geeignet als Grobkies
      - Sandschicht oder Vliesstoff zum Feuchthalten der mineralischen Abdichtung
    4. Mineralische Abdichtung
      u.a. Der Einbau der mineralischen Abdichtung sollte unter Berücksichtigung der zulässigen maximalen Durchlässigkeit so trocken wie technisch möglich erfolgen, um das Schrumpfpotential möglichst gering zu halten (keine Porenwasserüberdrücke beim Einbau).
  4. Offene Fragen

Felduntersuchungen zur Wirksamkeit einer einfachen Kapillarsperre auf der Deponie Heinersgrund (Bayreuth),
von Dipl.- Geol. Christoph Barth, Prof. Dr. Stefan Wohnlich, e-mail:swo@geol3.ruhr-uni-bochum.de

  1. Einleitung
  2. Funktionsprinzip der Kapillarsperre
  3. Versuchsaufbau
    Die Versuchsfeldanlage besteht aus dem flachen Versuchsfeld 1 mit 10% und dem steilen Versuchsfeld 2 mit 26% Hangneigung. Zur vollständigen Erfassung der Wasserbilanz sind in die ca. 2000 m² großen Versuchsfelder mit 20 m Breite und 30 m Hanglänge integriert. Im Frühjahr 1999 wurde mit dem Bau begonnen.
  4. Versuchsergebnisse
  5. Zusammenfassung
    Die durchgeführten Versuche haben gezeigt, dass das Kapillarsperrensystem in durchschnittlichen bis niederschlagsreichen Jahren selbst bei der geringen Hangneigung von 10% über 95% des Niederschlags abführen kann. Bei steiler hangneigung liegt der Wirkungsgrad noch deutlich höher. Lediglich im extrem niederschlagsreichen Jahr 2002 mit einigen ungünstigen Starkregenereignissen verringerte sich die Wirkungsgrad des flachen Versuchsfeldes [10%] auf 93%. Diese Neigung liegt an der Untergrenze des sinnvollen Einsatzspektrum für Kapillarsperrensysteme.
    Für die Deponieklasse I kann sie als einfaches Dichtungssystem eingesetzt werden. Für Deponieklasse II, wie sie in Heinersgrund vorliegt, wird die Kombination mit einem weiteren Dichtungselement, z. B. einer Kunststoffdichtungsbahn, empfohlen.
  6. Danksagung
  7. Literatur

Langzeiterfahrung mit Dichtungskontrollsystemen am Beispiel der Sonderabfalldeponie Raindorf,
von Dipl.- Ing. Silke Schwöbken, e-mail:info@sensor-gmbh.de

  1. Einleitung
  2. Das Prinzip des Systems SESOR DDS®
  3. Anwendung in Deponie-Oberflächenabdichtungen
  4. Die Sonder abfalldeponie Raindorf
    Auf der Sonderabfalldeponie Raindorf wurde bisher in zwei Bauabschnitten das SENSOR-System in eine temporäre Oberflächenabdichtung mit einer Ausgleichsschicht, einer Kunststoffdichtungsbahn aus PEHD und einer Rekultivierungsschicht integriert.
  5. Beständigkeit der erdgebundenen Komponenten
    Die Funktionsprüfung eines im Jahre 1998 eingebauten Sensors im Jahre 2002 zeigte das der Sensor einwandfrei funktionierte. Auch die Materialien waren im Laufe der Zeit nicht angegriffen worden waren.
  6. Redundanz
  7. Die Deponie Muckensturm
  8. Die Restdeponie Munkmarsch / Sylt
  9. Die Deponie Heeßel
  10. Die Deponie Niemark
  11. Die Werksdeponie Gelsenkirchen-Scholven
  12. Zusammenfassung

Aerobisierung von Siedlungsabfalldeponien - maximaler Austrag organischen Kohlenstoffs durch optimale Umsetzung des eingetragenen Luftsauerstoffes - Einsatz des A3-Verfahrens zur in-situ-Stabilisierung,
von Dipl.-Chem. Jürgen Kanitz, Dipl.- Ing. Jürgen Forsting

  1. Einleitung
  2. Ablaufende Reaktionen in Siedlungsabfalldeponien und Altablagerungen
  3. A§-Verfahren zur in-situ Aerobisierung von Deponien und Altablagerungen
    Das besondere des A3-Verfahrens ist, dass der Lufteintrag dur durch die Saugbelüftung mittels spezieller, in Basisnähe verfilterter Brunnen erfolgt. So gelingt es, lokale Erwärmungen, eine Folge des heftigen exothermen Abbaus biogener Organik bei hohem Sauerstoffdargebot, unter Umständen mit folgender Austrocknung des Deponats vollständig zu vermeiden.
  4. Technische Umsetzung des A3-Verfahrens zur in-situ Aerobisierung
    1. Deponien Baldurstr-Bockholtstr./Kassenberger Str. - Stadt Bochum
    2. Ehem. Mülldeponie an der Dorstener Straße / Stadt Oberhausen
    3. Altdeponie Stemwarde II / Reinbek - Schleswig-Holstein
    4. Altdeponie Stemwarde I / Reinbek - Schleswig-Holstein
    5. Altdeponie Oher Tannen
  5. Zielsetzung, ERgebnisse und Erfahrungen einer in-situ Aerobisierung mit dem A3-Verfahren
    1. Voraussetzungen für die Anwendung des A3-Verfahrens
    2. Bestimmung der Umsetzungsraten des Sauerstoffes und max. Austrag an organischem Kohlenstoff
  6. Abschluss der Aerobisierungsmaßnahme
    Wenn sich innerhalb von 3-6 Monaten kein CH4 mehr bildet, kann die Aerobisierung des Deponats als abgeschlossen gelten.
  7. Leistungen der A3-GmbH
  8. Zusammenfassung und Schlussbemerkungen
  9. Literatur

Wirtschaftlich - technische Optimierung von Abdichtungssystemen mit einem standortbezogenen Deponiemodell,
Dipl.- Ing. Jürgen Schmid, e-mail: info@aquasoli.de, Prof. Dr. Hartmut Schulz, e-mail:hartmut.schulz@aquasoli.de

  1. Zeitlich veränderliche Abdichtungssysteme im Spannungsfeld zwischen den Anforderungen einer hohen Wirksamkeit und niedrigen Kosten
    1. Veranlassung der vorgestellten Arbeit
    2. Standortabhängigkeit der Wirksamkeit
    3. Maßstabsabhängigkeit der Wirksamkeit
    4. Zeitabhängigkeit der Wirksamkeit
    5. Abhängigkeit der Baukosten von Zeit und Standort
    6. Dauer der Zustandsphasen
  2. Definition der Optimierungsaufgabe und Entwicklung einer Lösungsstrategie
    1. Standort- und zeitbezogenes Deponiemodell
    2. Entwurfsmodell für Oberflächenabdichtungen
    3. Stochastischer Ansatz
    4. Prognose der Wirksamkeit mithilfe von Wasserhaushalts- und Emissionsanalyse
    5. Baukostenermittlung
    6. Folgekostenermittlung und Kosten-Nutzen-Analyse
    7. Kosten-Wirksamkeits-Analyse
    8. Kriterien für die Beendigung der Nachsorge
      Aus den gemäß 2.4 ermittelten Wasserhaushaltsgrößen- und Emissionsverläufen kann dann durch Vergleich mit entsprechenden Grenzwerten des Bodenschutzgesetzes und des Wasserrechtes bzw. nach Vorgabe durch die Genehmigungsbehörden entschieden werden, wann voraussichtlich das Ende der nachsorge erreicht sein wird, und ob gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu Einhaltung der Schutzziele und Grenzwerte erforderlich sind.
  3. Zusammenfassung
    Ziel des Vorhabens F166 war die Entwicklung eines ganzeinheitlichen Verfahrens, das in der Lage ist, über den Gleichwertigkeitsnachweis einzelner Komponenten hinaus ganze Abdichtungssysteme zu beurteilen.
    BLACE und DESI® sind damit wertvolle Werkzeuge in der Vorsorge wie auch in der Gefahrenabwehr, wobei die Ausführungen dieses Beitrages davon ausgingen, dass die betrachteten Deponien bereits über eine Basisabdichtung verfügen, und daher die Oberflächenabdichtung im Fokus der optimierung steht. Aber selbstverständlich können die beiden Werkzeuge BLACE und DESI® auch genauso gut zur Bemessung des Basisabdichtungssystems an neuen Standorten und Bauabschnitten verwendet werden.
  4. Verwendete Literatur

Deponiebau - Projekte in Asien am Beispiel von zwei Monodeponien,
von Dipl.-Ing. Gregor Stolarski, (Beitrag in Englisch)

  1. A new landfill for ashes in east Indonesia
    1. Chemical declaration of the waste
    2. Nuisance aspects
    3. Geological barrier
    4. Bottom liner
    5. Leachate collection and monitoring
    6. Approval process
    7. Main challenges of the project
  2. Redesigning an landfill landscape in Thailand
    1. Local situation
    2. Dump composition
    3. Geomechanical questions
    4. Strategy
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