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Zeitgemäße Deponietechnik 2003 – Konsequenzen aus der Ablagerungs- und Deponieverordnung

Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft der Universität Stuttgart

in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg
und der Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg

Vertieferseminar
Zeitgemäße Deponietechnik 2003 – Konsequenzen aus der Ablagerungs- und Deponieverordnung

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr.-Ing. M. Kranert

Verfahren zur Beurteilung von Deponien im Rahmen von Deponie- und Ablagerungsverordnung
– Weiterbetrieb nach 2005 bzw. 2009

OBR Dipl.-Ing. P. Bothmann, Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg, Karlsruhe
Bothmann stellt ein Verfahren zur Deponiebewertung vor, das die Erstellung einer Rangliste auch für scheinbar gleichwertige Deponien vor. Durch die einheitliche Gewichtung der Kriterien für alle Deponien ist die Grundlage für einen Vergleich gegeben. Über die jeweilige Kriterienerfüllung bei der einzelnen Deponie kann diskutiert werden.
Das Gesamtergebnis erlaubt der Landesverwaltung, Deponiebetreibern Hilfestellung bei der Entscheidung ihrer Zukunftsplanung zu geben.

Weiterbetrieb bestehender Deponien für mineralische Abfälle (Erdaushubdeponien) unter Anwendung der Ausnahmeregelung des § 3 (8) DepV
BR Dipl.-Ing. P. Schneider, Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg, Stuttgart

Alternative Oberflächenabdichtungssysteme auf der Grundlage von AbfAblV und DepV
Dipl.-Ing. G. Burkhardt, Dipl.-Ing. Th. Egloffstein, ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH, Karlsruhe
Die Autoren diskutieren die Möglichkeiten für alternative Oberflächenabdichtungssystem, die sich durch den § 14 (6) [Ausnahmeregelungen] DepV ergeben sowie die Konsequenzen aus der Anwendung des Anhang 5 [Anforderungen an die Rekultivierungsschicht] DepV

Eignungsbeurteilung von Komponenten der Oberflächenabdichtungssysteme
Dipl.-Ing. W. Bräcker, Niedersächsisches, Landesamt für Ökologie, Hildesheim
Es wird erläutert, welche Eignungsnachweise erforderlich sind, um die Eignung alternativer Oberflächenabdichtungssysteme bzw. deren Komponenten nachzuweisen. Auch die Eignungsbeurteilung durch die Landesumweltbehörden wird erläutert.

Asphalt-Oberflächenabdichtung mit Kapillarsperre – Erfahrungen beim Bau der Testfelder
Dipl.-Ing. J. Roth, Ing.-Büro Roth und Partner, Karlsruhe
Für die Oberflächenabdichtung der Hausmülldeponie Hohberg der Stadt Pforzheim wurde eine Oberflächenabdichtung geplant, welche alternativ zu den Vorgaben der TA Siedlungsabfall aus einer Kombination von unten liegender Kapillarsperre und darüber liegender reduzierter Asphaltabdichtung besteht.
Im Beitrag wird berichtet über die Erfahrungen bei der Realisierung eines ersten Abdichtungsabschnittes, dem sogenannten Testfeld. Ein Vergleich zwischen den Ergebnissen und den Erwartungen und Zielen bei der Planung wird angestellt.

Ergebnisse der Lysimeter-Untersuchungen an mineralischen Oberflächenabdichtungen; Deponie „Im Dienstfeld“, Landkreis Ansbach
Dr. U. Henken-Mellies, LGA-Grundbauinstitut, Nürnberg
Es wird über die Ergebnisse der durch das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen geförderten Deponieforschungsprojekte auf der Deponie "Im Dienstfeld" (Landkreis Ansbach) berichtet.
Untersucht wurde der Wasserhaushalt von Oberflächenabdichtungssystemen (Langzeit-Beobachtungen).

Infiltration von Sickerwasserkonzentrat in den Deponiekörper – Überlegungen zur Umsetzung in die Praxis
Dr.-Ing. P. Henigin, WAT Ingenieurgesellschaft mbH & Co. KG, Karlsruhe
Der Autor sieht in der Infiltration von Umkehrosmosekonzentrat in den Deponiekörper einige Vorteile:

  1. Das Verfahren funktioniert, Erfahrungen liegen seit nahezu 20 Jahren vor
  2. Altdeponien können eher in die Nachsorge entlsassen werden.
  3. Die Umkehrosmose bietet im Vergleich zu anderen Sickerwasserbehandlungsverfahren die besten Reinigungsqualitäten bei geringsten Behandlungskosten

Die Verfahren und die Auswirkungen der Infiltration werden erläutert.

Wasser und Stoffbilanzierungen bei der Rückführung von Sickerwasserkonzentrat in den Deponierkörper – Ergebnisse aus Langzeituntersuchungen mit Großlysimetern
Prof. Dr.-Ing., Dipl.-Chem. E. Thomanetz, Universität Stuttgart
Die Aufbereitung des Sickerwassers mittels Umkehrosmose sowie die Rückführung des Konzentrats bei Siedlungsabfalldeponien wird grundsätzlich empfohlen.Für die praxis der Rückführung werden Empfehlungen gegeben. Der Beitrag beruht auf Untersuchungsergebnissen vorgelegt in der Dissertation:"Großlysimeter-Langzeituntersuchungen zur Rückführung von Umkehrosmose-Sickerwasserkonzentrat auf den Deponiekörper von Hausmülldeponien unter "Flushing-Bedingungen"., Dr.-Ing. Bernd Albrecht. Stuttgarter Berichte zur Abfallwirtschaft

Stilllegung von Deponien – neue technische Ansätze nach der Deponieverordnung
Prof. Dipl.-Ing. G. Rettenberger, Fachhochschule Trier
Die Deponieverordnung bringt, nach Ansicht des Autors, plötzlich neue Rndbedingungen, die die bereits gemachten konzepte zum Wanken bringen können. Um Nachteile zu vermeiden, müssen daher die Konzepte auf der Grundlage der Deponieverordnung erneut überprüft werden. Da diese Punkte für die Deponiebetreiber von großer Relevanz sind, wird im Beitrag darauf besonders eingegangen.
Folgende besonders relevante Punkte werden behandelt:

  • Verhältnis Planfeststellungsbescheid zu den Vorgaben nach Deponieverordnung insbesondere für neuere technische konzepte
  • Regelungen für Altdeponien, z. B. die der Stilllegung vorausgehenden technischen Maßnahmen
  • Stilllegung von Altdeponien insbesondere die nunmehr möglichen Annahmen
  • Langzeitlager möglicherweise in Verbindung mit der stilllgelegten Deponie

Leitfaden zur Stilllegung von Deponien mit Schwerpunkt Altdeponien
Dipl.-Ing. B. Schulte, Gesellschaft zur Verwertung organischer Abfälle mbH & Co. (GVoA), Hille
Es wird das Konzept des ATV-DVWK / VKS Leitfadens Deponiestilllegung vorgestellt.

Bestellungen bitte:

An das
Forschungs- und Entwicklungsinstitut für
Industrie- und Siedlungswasserwirtschaft
sowie Abfallwirtschaft e.V. in Stuttgart (FEI)
z. Hd. von Frau G. Vosseler
Bandtäle 2
70569 Stuttgart (Büsnau)

Weitere Auskünfte erteilt:
Frau G. Vosseler, Tel.-Nr. 0711 685-5433, Fax-Nr. 0711 685-7637
Gerda.Vosseler@iswa.uni-stuttgart.de

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