Inhaltsverzeichnis
Martin Kranert (Herausgeber)
Zeitgemäße Deponietechnik 2006
Weiterbetrieb, Stilllegung und Nachsorge von Deponien
Stuttgarter Berichte zur Abfallwirtschaft März 2006, Band 87.
Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Industrie- und Siedlungswasserwirtschaft sowie Abfallwirtschaft e. V. Stuttgart.
Kommissionsverlag R. Oldenburg GmbH, München 2005
ISBN 3-486-63102-0, ISBN 978-3-8356-3102-1
Prof. Dr.-Ing. Martin Kranert
Vorwort
MR Dipl.-Ing. M. Wiedmaier, Umweltministerium Baden-Württemberg, Stuttgart
Situation zur Restabfallbehandlung in Baden-Württemberg nach dem 1. Juni 2005
Interessante Übersicht über die Situation nach dem 31. Mai 2005
RA'in Dr. C. Nicklas, Gaßner, Groth, Siederer & Coll., Berlin
Aktuelle Entwicklungen bei der Zwischenlagerung von unvorbehandeltem Siedlungsabfall und Ersatzbrennstoffen
Ausführlich Darstellung der rechtlichen Situation mit Differenzierung der verschiedenen Typen von Zwischenlagern.
OBR Dipl.-Ing. P. Bothmann, Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW), Karlsruhe
Zwischenlager für Abfälle zur Behandlung - Probleme und Anforderungen
Was bisher nicht zu lesen war: technische Anforderungen und Möglichkeiten der verschieden Zwischenlagertypen
PD Dr.-Ing. habil Georg Wieber (Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord), Dipl.-Ing. (FH) Anja Näpfel (Struktur- und Genehmigungsdirection Süd), Dr. rer. nat Dipl.-Geol. Karlheinz Brand (Landesamt für Umweltschutz, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz)
Ermittlung von Auslöseschwellenwerten in Rheinland-Pfalz
Das Vorgehen in Rheinlad-Pfalz beruht weitgehend auf den Grundlagen der Regelungen in Niedersachsen (AbfallwirtschaftsFakten 9, 2004). Abweichungen waren aufgrund der unterschiedlichen geologischen und hydrogeologischen Gegebenheiten.
Dr.-Ing. K.-U. Heyer, Dr.-Ing. Karsten Hupe, Dipl.-Ing. Astrid Koop, Prof. Dr.-Ing. Rainer Stegmann (Ing.-Büro für Abfallwirtschaft Prof. Stegmann und Partner, Hamburg), Dr. Achim Willand (RA'e GGSC)
Dauer der Deponienachsorge und Kriterien zur Beendigung
Auf 41 Seiten wird über die Ergebnisse des Forschungsvorhabens "Deponienachsorge - Handlungsoptionen, Dauer, Kosten und quantitative Kriterien für die Entlassung aus der Nachsorge" UFOPLAN des BMU 204 3 327 (2005).
Das nicht überraschende Ergebnis ist: Durch Belüftung des Deponiekörpers und Infiltration von Wasser in den Deponiekörper kann das Emissionspotential von Hausmülldeponien reduziert werden, und daß eine Oberflächenabdichtung nach solch einer Behandlung zu keiner weiteren Reduzierung des Emissionspotentials führt.
Nicht erläutert wird, warum die Verfasser für einen Verzicht auf eine Oberflächenabdichtung nach der Behandlung des Deponiekörpers plädieren, obwohl in der Deponieverordnung sogar für Abfälle, die nach einer mechanisch-biologischen Behandlung abgelagert werden müssen (DK II) an der Oberfläche mit einer Kombinationsabdichtung (oder gleichwertig) abgedichtet werden müssen.
Prof. Dr.-Ing. H.-G. Ramke, FH-Lippe-Höxter, Höxter
Wasserhaushalt abgedichteter Deponien
Im Beitrag (22 Seiten) wird der Frage nachgegangen, wie lange nach einer Abdichtung der Deponieoberfläche noch Sickerwasser anfallen wird. Offenbar liegen bisher aber nur wenige Erfahrungen und kaum systematische Erhebungen vor [was nur als skandalös bezeichnet werden kann]. In den Schlußfolgerungen wird u. a. festgestellt: Der Sickerwasser-Abfluß abgedichteter Deponieabschnitte kann, nachdem kurzfristige Rückhalteprozesse abgeklungen sind, auf den fortgesetzten mikrobiologischen Abbau organischer Substanz - und damit speicherwirksamer Materialien - und auf Konsolidierungsprozesse zurückgeführt werden.
Der Autor erweist sich als unerschütterlicher Optimist, indem er (an Deponiebetreiber und zuständige Behörden) appelliert, jetzt noch bei Hausmülldeponien bessere Daten zur Abschätzung des Wasserhaushalts zu sammeln und dazu auch Wünsche äußert.
Dipl.-Ing. (FH) S. Stoll, Landesanstalt für Umwelt,
Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg
(LUBW), Karlsruhe
Grenzwertige Abfälle - Empfehlungen aus der Arbeitsgruppe [in Baden-Württemberg]
Der Beitrag zeigt wieder einmal die Vorteile, daß einzelne Bundesländer länderspezifische Regelungen erarbeiten, und nicht auf LAGA-einheitliche oder gar bundeseinheitliche Regelungen zu warten. Die Realität der Abfallwirtschaft ist offenbar, daß viele Abfallarten sich weder für die Verwertung, für die Verbrennung oder die mechanisch-biologische Restabfallbehandlung eignen, aber auch nicht abgelagertg werden dürfen, weil einige Zuordnungskriterien nicht eingehalten werden.
Eine Arbeitsgruppe in Baden-Württemberg hat bereits 14 Abfallsteckbriefe für "Grenzwertige Abfälle" fertiggestellt und für 4 weitere Grenzwertige Abfälle liegen Abfallsteckbriefe im Entwurf vor. Ein Grundsatzpapier "Allgemeine Grundsätze für die Ablagerung von Abfällen auf Deponien, einschl. "Grenzwertiger Abfälle" wird erarbeitet.
Die von der Arbeitgsgruppe verabschiedeten Abfallsteckbriefe, die aktuelle Abfallliste und das Grundsatzpapier sind im Internetangebot der LUBW verfügbar unter: http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/9509/
Prof. Dr.-Ing. G. Rettenberger, FH-Trier, Trier
Aktuelle Erfahrungen mit dem Einbau von MBA-Abfällen auf Deponien
Dipl. -Ing. (FH) W. Schreier, Umweltanalytik RUK GmbH, Longuich
CO-Messungen zur Brandfrüherkennung auf Deponien - Prüfung geeigneter tragbarer Messgeräte
Dipl.-Ing. G. Burkhardt, Dr. rer. nat. Thomas Egloffstein, ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner GmbH, Karlsruhe
Wunsch und Realität einer nachhaltigen Deponiestilllegung
WissDir Dr. Helmut Kerndorff, Stephan Kühn, Thomas Minden, Dagmar Orlikowski, Thomas Struppe, Umweltbundesamt, FG II 3.3 K, Dessau
Natural Attenuation im Grundwasserabstrom von Altablagerungen - Erkennung und Nutzung als Sanierungsmöglichkeit (Ergebnisse aus KORA TV4.1)
Dipl.-Ing. H. J. Puscher, UW-Umweltwirtschaft GmbH, Stuttgart
Kostenberechnung zur Deponienachsorge und Gebührenkalkulation