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Fachliteratur

19. Nürnberger Deponieseminar - 2008 -

Weiterbetrieb von Deponien sowie Stilllegung, Abdichtung und Nachsorge von Deponien

VERÖFFENTLICHUNGEN DES LGA-GRUNDBAUINSTITUTS, NÜRNBERG Heft 87. 19. Nürnberger Deponieseminar - 2008 -
Weiterbetrieb von Deponien sowie Stilllegung, Abdichtung und Nachsorge von Deponien, Eigenverlag LGA ISSN 0343-8007

Vorträge im www als pdf-Dateien verfügbar unter http://lga.de/tuv/de/bautechnik/geotechnik_deponie_seminar.shtm

Inhaltsverzeichnis

Dr. B. Kaukal
Die integrierte Deponieverordnung – Projektstand und Perspektiven
Interessante Einblicke in die bayerische Deponiestrategie
Dipl.-Ing. K. Drexler
Inertabfalldeponien – LfU–Merkblatt für Deponien der DK 0 sowie Anpassung und Abschluss bestehender Bauschuttdeponien
Dipl.-Ing. C. Daehn
Ergebnisse der Arbeit der LAGA ad-hoc AG „Deponietechnische Vollzugsfragen“
Die detaillierten Ergebnisse der LAGA ad-hoc AG findet man unter http://www.gewerbeaufsicht.niedersachsen.de
Dr. U. Hoepfner
Oberflächenbarrieren bei der Sanierung radioaktiver Altlasten der Wismut
Dr.-Ing. K. Arlt, Dr. N. Wolsfeld
Ergebnisse mehrjähriger Untersuchungen der Oberflächenabdichtungs-Versuchsfelder der Dillinger Hütte, Saarland
Dr. T. Hauck
Untersuchung, Bewertung und Sanierung von Altdeponien – aus der Praxis des Bayerischen Unterstützungsfonds zur Finanzierung der Erkundung und Sanierung gemeindeeigener Hausmülldeponien
Interessant, verwirrend und befremdend, daß so lange nichts getan wurde
  • Nach vielen Jahrzehnten immer noch negative Auswirkungen von Müllkippen ausgehen nicht viel mehr Abfallablagerungen ausgekoffert werden die Kosten für Aushub und Entsorgung bei 350 EUR/m³ liegen sollen und mehr
  • Aber: Gut ist, daß Bayern sich offen zu den Problem bekennt und etwas tut. Wie mag es in den anderen Bundesländern aussehen?
Dr.-Ing. H. Gerdes
Bewertung eines deponiebürtigen Grundwasserschadens in Bezug auf ein Monitored Natural Attenuation (MNA)-Sanierungskonzept – Fallbeispiel„Monte Scherbelino“, Frankfurt
Für mich mehr Fragen als Antworten:
  • Hat sich der Bau der Dichtwand (1995) um den Monte Scherbelino gelohnt?
  • Warum gibt es trotz Dichtwand immer noch eine Schadstofffahne?
  • Wie ändern sich die dokumentierten Verhältnissen, wenn die Dichtwand unwirksam wird?
  • Ist das Umfeld des Monte Scherbelino eigentlich eine "geologische Barriere"? Der Begriff taucht im Beitrag nicht einmal auf!
  • Aus dem Forschungsvorhaben KORA müßten sich doch wenigstens Anhaltspunkte für die Beschreibung von "geologischen Barrieren" bei Deponien und Altablagerungen ergeben.
P. Schwab & Dr. U. Henken-Mellies
Steigerung der Deponiegasmenge durch Reinfiltration von Sickerwasser – Auswertung von Daten bayrischer Deponien
Ergebnis der Untersuchungen aus meiner Sicht:
  • Jeder Deponie ist ein Unikat . Manchmal klappt es, manchmal auch nicht. (was eigentlich nicht neu ist)
  • Leichte Kritik an dem Deponiegasprognosemodell von Tabasaran und Rettenberger ist verfehlt, weil dort ein fester Corg-Gehalt angenommen wurde, der an realen Deponien ermittelt werden müßte bevor man anfängt zu rechnen. Aber vielleicht könnte man aus den Abweichungen auf den verfügbaren Corg-Gehalt schließen.
  • Das kritisierte Verbot der Sickerrückführung in der TASI war ein redaktioneller Fehler - wie sogar in einem Jahresbericht des Umweltbundesamtes festgestellt worden ist. Aber leider sahen sich weder das BMU noch die UM der Bundesländer in der Lage das zu korrigieren. Und die vielen heute Besserwisser haben diesen Fehler sehr ernst genommen. Die Anforderungen an die Verminderung Ablagerung von organischen Abfällen oder an die Oberflächenabdichtung wurden dagegen mehr als 12 Jahre lang ignoriert.
Dr.-Ing. R. Haubrichs
Veränderte Bedingungen –Rückbau und Anpassung von Gasanlagen auf Deponien
Dr. A. Heindl
Deponieverhalten mineralischer Abfälle nach 2005
Aus der Zusammenfassung ergeben sich einige interessante Hinweise für den Deponiebetrieb. Aber brauchte man dazu ein Forschungsvorhaben? Wahrscheinlich JA, weil sonst Selbstverständlichkeiten in der Deponiepraxis gar nicht umgesetzt werden. Aber leider werden auch Forschungsergebnisse weitgehend ignoriert.
Dipl.-Ing. P. Pohlen
Folgenutzung eines Deponiestandorts am Beispiel der Deponie Flörsheim-Wicker
Eine Deponie - erst pfui!, dann hui! Ein gelungenes Projekt über das - und mehr - man sich im Internet auch unter http://www.rmd-gmbh.de informieren kann
Dipl.-Ing. S. Meisinger & Dipl.-Ing. Löwe
Erkundung und Sanierung von Rohrleitungsschäden im Sickerwasserfassungssystem von Deponien
Man findet detaillierte Hinweise, was eigentlich getan wird, wenn man die Anforderungen an Basisabdichtungssysteme in der Deponieverordnung ernst nimmt.
Wenn man allerdings die ermüdenden Diskussionen um den Dauer der Nachsorgephase bei gut abgedichteten Deponien erlebt und mit den erfolgreichen Natural Attenuation (NA und MNA) vergleicht, müßt man hoffen, daß die hochwertigen Basisabdichtungen einschließlich der Entwässerungssysteme möglichst schnell kaputt gehen - zur Not sollte man sie zerstören - um heute feststellen zu können was passiert. Dann bräuchte man nicht hundert oder mehr Jahre warten, was passieren - trotz Sickerwasserbehandlung - könnte. (Das ist ernst gemeint!)
 
Dipl-Ing. M. Arndt
Die Arbeitsgemeinschaft der Abdichtungssysteme AGAS e.V. – eine neue güteüberwachte Gemeinschaft zertifizierter Fachbetriebe für die Installation von Kunststoffdichtungsbahnen – Erfahrungen aus dem Zertifizierungsprozess
Es ist immer gut, wenn für eine gutes Qualitätsmanagment bei Deponieabdichtungen gesorgt wird.
Dipl.-Ing. A. Stegner
Erfahrungen bei der Fremdüberwachung Kunststoff im Deponiebau (KDB, Schachtsanierung, Sickerwasserrohre)
Sehr lesenswert. Aber man wird den Ruf nachklaren, einheitlichen Regeln und Anforderungsprofile beim Rohr- und Schachtbau bei Deponien sowie die Überwachung dieser Regeln auch in den nächsten Jahren ignorieren. In Artikel 1 der Deponierechtsvereinfachungsverordnung (!), der neuen Deponieverordnung ist es ja schon passiert. Jetzt fehlt nur noch, daß irgendeiner auf die Idee kommt zu fordern, die BAM-Qualitätsanforderungen für Kunststoffdichtungsbahnen zu streichen - wegen des Rechtes auf Gleichbehandlung. Für ausgeschlossen halte ich das nicht.
Dr. U. Henken-Mellies
Stand der GDA-Empfehlungen im Hinblick auf die Integrierte Deponieverordnung
Die GDA-Empfehlungen sind seit einiger Zeit als pdf-Dateien verfügbar unter http://www.gdaonline.de
Dr.-Ing. B. Müllner
Auswahl mineralischer Abdichtungskomponenten für Basis- Oberflächen und Vertikalabdichtungen
Mir ist immer noch nicht klar, ob man lanfristig wirksame tonmineralische Deponieabdichtungen herstellen kann. Für TRISOPLAST® gibt es ja Qualitätsanforderungen der LAGA ad-hoc AG "Deponietechnische Vollzugsfragen" (siehe auch http://www.gewerbeaufsicht.niedersachsen.de ). Aber für CHEMOTON und die DYWIDAG-Trockenmischung?

 

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