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01-Sep-2010

Fachliteratur

Deponiebetrieb - Deponiebrände

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Wenn brennbare Abfälle abgelagert werden, kann es zu Deponiebränden kommen.
Brandschutz und Brandbekämpfung sind u. a. auch bei Hausmülldeponien zwingend erforderlich.

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2010

Patrick Foss-Smith

Understanding Landfill fires

WASTE management world July - August 2010.
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2004

Bothmann, Peter
Brandschutz auf Deponien - Entstehung, Lokalisierung, Bekämpfung
VKS-NEWS 90. ausg. 10/2004 Seiten 5-7
Besonders betont wird die Gefahr der verdeckten Brände (Schwelbrände), die schwer zu löschen sind.
Auf nahezu allen Deponien, die mit brennbaren Abfällen beschickt werden und wurden, traten in der Vergangenheit kleinere oder größere Brände auf. Imageschaden und Kosten (Löscheng, Kontrollen, Reparaturen) lagen jeweils weit über 50.000 EUR je Brand.

Ballin, G.; Hartmann, P.
Selbstentzündung von Kunststoffen in Kunststoffmonodeponien
In: Kühle-Weidemeier, M.: Praxistagung Deponie 2005. Schließung - Sanierung - Nachsorge - Nachnutzung. Tagungsband. 7. und 8. Dezember 2004. culliver Verlag Göttingen

2003

C. Lünig / Entsorgungszentrum Salzgitter
Brandschutz und Sicherheit auf Deponien
- Leidvolle Erfahrungen eines Deponieleiters
SAS – Suderburger Abfall Seminare 20./21. November 2003 Brandschutz und Sicherheit auf Deponien; Institut für Angewandte Abfallwirtschaft e.V.
Fachhochschule Nordostniedersachsen
Der Beitrag ist im Internet verfügbar unter (01.07.2004)
http://www.ifaas.de/aktuelles/beitraege/beitraege.html

Wieber, Georg und Pohl, Stefan
Schwelbrand in einer Schlackendeponie: Geochemische Reaktionen und Sanierungsforderungen
altlasten spektrum 5/2003 Seiten 255 - 260
Der Schwelbrand wurde in einer Industrieabfalldeponie für überwiegend Schlacken aus der thermischen Verhüttung abgelagert. Schlacken wurden bereits vor 1963 abgelagert. 1991 wurde die "Deponie" stillgelegt. Das Gesamtablagerungsvolumen der Halde wird auf ca. 200.000 m³ geschätzt!Die grundfläche beträgt 15.000 m². In Tiefen von etwa 12 m wurden "stark erhöhte Temperaturen" von bis annähernd 400 Grad C festgestellt. Dies führte zur nochmaligen Überprüfung der vorgesehenen Baumaßnahmen, da Sackungen und temperaturbedingte Schäden an den geplanten Dichtelementen nicht ausgeschlossen werden konnten. Im Rahmen der Ausarbeitung [von Planungen für ein Oberflächenabdichtungssystem?] werden die Ursachen für die Entstehung des Brandes, die von der Halde ausgehenden Umweltgefahren und Möglichkeiten zur Sanierung untersucht. [Anmerkung: Ei Glück, dass eine Oberflächenabdichtung gefordert wurde, sonst hätte man bis heute nichts gemerkt.]
Schürfe zur Temperaturmessung konnten aus Standsicherheitsgründen nur bis 2-3m angelegt werden. Bereits in wenigen Dezimetern Tiefe kam es zu starken Wasserdampfentwicklungen.
Die Haldensickerwässer unterscheiden sich sehr deutlich von den natürlichen Grundwässern des Schiefergebirges.
Aufgrund der hohen Temperaturen im Haldeninneren bestand schon früh der Verdacht, dass in der Deponie ein versteckter Brand schwelt. [Anm.: Donnerwetter]. Die Durchführung der geplanten Haldenabdichtung wurden zurückgestellt, da die Auswirkungen des vermuteten Brandes auf das Oberflächenabdichtung (Sackungen, Austrocknung der (mineralischen?) Oberflächenabdichtung, Versagen der Kunststoffdichtungsbahn) nicht vorhersehbar waren.
Die Untersuchungsergebnisse lassen den vorsichtigen Schluss zu, dass es sich um einen kleinen, lokal begrenzten Schwelbrand nahe der nördlichen Haldenböschung handelt. Neben Arsenverbindungen ist mit Schwefelverbindungen [an der Oberfläche] zu rechnen.
Die Deponie befindet sich abseits von Wohnbebauungen in einem Waldstück. Sie ist durch einen ca. 2m hohen Zaun geschützt. Die Abfälle sind flächig mit Erdaushub abgedeckt. DIE Oberfläche ist durch natürlich Sukzession bewachsen. Eine direkte Gefährdung Boden > Mensch ist nicht relevant. Erosion und Verfrachtung der Schlacken auf kleingärtnerisch, landwirtschaftliche oder andersweitige menschliche Nutzungen findet nicht statt. Es entsteht kontaminiertes Sickerwasser, das jedoch gefaßt in behandelt wir. [Anm.: Warum wollte die Genehmigungsbehörde dann eigentlich eine Kombinationsabdichtung an der Oberfläche bevor der Schwelbrand überhaupt entdeckt worden ist ?]
Erst nach Abkühlung der Halde kommt das Aufbringen einer Oberflächenabdichtung in Frage (um die noch reaktionsfähigen Schlacken nicht zu konservieren.) [Anm.: Wie lange wird man auf die "natürliche" Abkühlung warten müssen? Seit 1963 bzw. 1991 wartet man ja schon. Warum lagert man den kleinen Schwelbrandbereich am nördlichen Hangbereich nicht einfach um?]
Eine Konservierung der reaktionsfähigen Schlacken läuft dem Ziel der nachsorgearmen Deponie entgegen und überträgt zudem Altlasten auf zukünftige Generationen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass ein funktionstüchtiges Sickerwasserfassungssystem besteht, ist eine zeitnahe Oberflächenabdichtung fachlich abzulehnen. [Anm.: In Berlin sagt man: Nachtigall ich hör dir trapsen!]
Meine Anmerkungen sind vielleicht ein wenig ironisch, aber ich konnte nicht anders

(21-Nov-2003)

2001

Wieber, Georg
Schwelbrand in einer ehemaligen Hausmülldeponie: Entstehung, Gefährdungsabschätzung und Sanierungsmöglichkeiten
altlasten spektrum 4/2001 S. 185-190
Die Schwelbrände traten in den Jahren 1990 und 1997 auf einer Hausmülldeponie auf, die bereits im Jahre 1980 stillgelegt worden ist!
Es wäre interessant zu wissen, ob auch in anderen Fällen Schwelbrände in stillgelegten Deponien aufgetreten sind, weil daß doch erhebliche Bedeutung für den Abschluß von Altdeponien und für die für die Nachsorgemaßnahmen hätte.
(08-Aug-2001)

2000

Gutwerk, Rombach, Rodemann, Steinbrecher, Bothmann (2000)
Lokalisierung und Bekämpfung von verdeckten Deponiebränden
Teil 2: Erfahrungen mit CO-Spurengasmessungen und der Brandbekämpfung bei einem verdeckten Deponiebrand
Müll und Abfall (32.Jg) 2000, Heft 3, Seiten 145-149

Gutwerk, Rombach, Rodemann, Steinbrecher, Bothmann (2000)
Lokalisierung und Bekämpfung von verdeckten Deponiebränden
Teil 1: Spurenanalytische Bestimmung von Kohlenmonoxid und Wasserstoff in Deponiegasen
Müll und Abfall (32.Jg) 2000, Heft 2, Seiten 77-80

zum Seitenanfang 1999

Spurengasmessung im Hinblick auf Deponiebrände
Abschlußbericht des Forschungsvorhabens im Auftrag des Ministeriums für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg, Juni 1999
vorgelegt von: Berghof * PBU Umweltengineering und Analytik GmbH, Dr. D. Gutwerk und N. Rombach
Herausgeber: Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg, Schriftenreihe Abfall Heft 57

Hellfritzsch, A. Nitsche, G., Bolduan, Th., Lüdersdorf, R., Reichlmair, Knorr, Chr.
Kombiniertes Meßprogramm zur Bestimmung von Schadstoffemissionen und -immissionen während der Maßnahmen auf der Hausmülldeponie "Gröditz"
Altlastenspektrum 1999, Heft 3, Seite 162-168
Auf der Deponie Gröditz, Landkreis Riesa-Großenhain (Sachsen), stillgelegt 1995, wurden Hausmüll sowie Industrieabfälle des Stahlwerks und des Zellstoffwerks Gröditz abgelagert. Schwelbrände im Deponiekörper verursachten Emissionen, die insbesondere nach Stillegung zu verstärkten Emissionen führten. Es wird über Meßprogramm berichtet, das im Zusammenhang mit Brandb ekämpfungsmaßnahmen (Umlagerung und Löschen) notwendig war.Vergleich der Meßwertze mit MAK- und TRK-Werten ergaben: Negative Beeinflussungen der Luftgüte an den Immissionsmeßpunkten durch Emissionen vvon der HMD Gröditz waren zum Zeitpunkt der Probenahme somit nicht erkennbar.

1994

Brandschutz und Brandbekämpfung bei Deponien und Zwischenlagern auf Deponien
26. Seminar des Fortbildungszentrum Gesundheits- und Umweltschutz Berlin e.V. (FGU Berlin)
23. Feb. 1994 im Rahmen der UTECH BERLIN '94
mit folgenden Beiträgen

  • Welche Bedeutung haben Brandbekämpfung und Brandschutz bei Deponien und Zwischenlagern auf Deponien nach Inkrafttreten der TA Siedlungsabfall, von Klaus Stief, Umweltbundesamt (jetzt www.deponie-stief.de)
  • Brandschutz und Brandbekämpfung auf Deponien, von Hans-Dieter Dortmann und U, Hoischen DMT-Gesellschaft für Forschung und Prüfung mbH (e-mail:gasandfire@dmt.de)
  • Brandschutz auf Hausmülldeponien - Thüringer Erfahrungen, von H.-J. Peter, Thüringer Landesanstalt für Umwelt
  • Erfahrungen mit Deponiebränden und Brandschutzmaßnahmen in Baden-Württemberg, von Peter Bothmann (LfU Baden-Württemberg)
  • Branderkennung und Brandbekämpfung auf der Deponie "Weißer Weg" der Stadt Chemnitz, von F. Fischer, L.v. Straaten und V. Warrelmann (Jetzt V. Kloppenburg)
  • Brandbekämpfung und Brandschutzmaßnahmen aus der Sicht eines Deponiebetreibers, von K. Müller (AGR mbH, Essen)
  • Erfahrungen mit der Brandbekämpfung auf einer hausmülldeponie und Umsetzung der hessischen Brandschutzrichtlinie in der Deponiepraxis, von H.-A. Krieter, jetzt Regionale Abfallentsorgung Kreis Kassel
    e-mail:Andreas.Krieter@Regabfall.de
  • Brandschutz und Brandbekämpfung bei Deponien und Zwischenlagern auf Deponien, von V. Lamprecht, Leiter Werkfeuerwehr B ASF AG

Länderregelungen

Brandschutz auf Deponien
Materialien zur Abfallwirtschaft, Freistaat Sachsen, Landesamt für Umwelt und Geologie, Juni 1999
Bezug über Lößnitz-Druck GmbH
Bearbeitung: Ralf Lehner, Manfred Keil, Volkmar Weinhold (Referat Abfalltechnik/Sonderabfälle, Abteilung Abfall/Altlasten) unter Mitarbeit von Lutz Fichtner, Karl-Heinz Gruner (Landesfeuerwehrschule Sachsen)
Arbeitskreis vorbeugender Brandschutz: Veiko Kloppenburg, Prof. Burmeier Ing. GmbH

Verwaltungsvorschrift zur Einhaltung des vorbeugenden Brandschutzes auf Deponien und Regeln zum Verhalten im Brandfall
Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschsutz und Umwelt, 1995

Brandschutz für Deponien, Handlungsanweisungen und Regelungen für den Brandfall auf Deponien. Richtlinie
Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie und Bundesangelegenheiten, 1992

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