Startseite www.deponie-stief.de DeponieOnline

www.deponie-stief.de

10-Jun-2013

Fachliteratur

Deponie, Deponietechnik 2007

über DeponieÜbersicht zu Fachliteraturhinweisen in anderen Jahren

Ralph Eitner, Klaus Rading, Jörg Wiedehage, Ennigerloh

Kalkulation von Deponierückstellungen - Welche Änderungen bringen neue rechtliche Vorgaben sowie innovative Techniken?

ANS / DWA /VKS Fachtagung "Deponietage - Betrieb, Stilllegung und Nachsorge von Deponien". Oktober 2007 in Minden

Vortrag als pdf-Datei verfügbar

Bayerisches Landeamt für Umweltschutz

Merkblatt für Errichtung, Betrieb und Überwachung von Deponien der DK 0 - Inertabfalldeponien nach Deponieverordnung (DepV) sowie Anpassung und Abschluss bestehender Bauschuttdeponien LfU – Merkblatt für Errichtung, Betrieb und Überwachung von Deponien der DK 0 – Inertabfalldeponien sowie Anpassung und Abschluss bestehender Bauschuttdeponien - mit 8 Anlagen

Slg Wasser – Merkblatt Nr. 3.6/3 der Sammlung Wasser , Stand 25. Juli 2007 Seite 1 von 15, http://www.lfu.bayern.de/ > Wasser > Fachinformationen > Merkblattsammlung > Teil 3 Grundwasser und Boden

Ken Stier

Fresh Kills - Redeveloping one of the biggest landfills in the world

WASTE management world, Nov-Dec 2007
http://www.waste-management-world.com/display_article/314941/123/CRTIS/none/none/1/Fresh-Kills/

Waste Management World - Fresh Kills - The closure of New York City’s major landfill site is prompting new methods of dealing with the city’s waste, along width ambitious redevelopment plans that will eventually result in a new world-class mulitipurpose urban park.

Egloffstein / Burkhardt

17. Karlsruher Deponie- und Altlastenseminar 2007
Abschluss und Rekultivierung von Deponien und Altlasten - Die integrierte Deponieverordnung – Endgültige Abkehr von der Regel-Oberflächenabdichtung hin zur Systemwirksamkeit? Welche Anforderungen sind an die Wirksamkeit und Langzeitbeständigkeit von Oberflächenabdichtungen zu stellen?

Beiträge zum Seminar - Herausgegeben von Egloffstein / Burkhardt. Im Auftrag der Überwachungsgemeinschaft Bauen für den Umweltschutz e.V. und dem Arbeigtskreis Grundwasserschutz e.V. ; ICP Eigenverlag Bauen und Umwelt Band 13. ISBN 978-3-939662-01-3

Inhaltsverzeichnis

im Internet verfügbar:

Dipl.-Ing. A. Rödel, PROGEO, Berlin: "Kunststoffdichtungen mit Leckageortung in Oberflächenabdichtungssysteme", als pdf-Datei unter http://www.progeo.com > Presse > Fachberichte

Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. D. Rohring, ASA e.V., Ennigerloh; Dipl.-Ing. F. Krumtünger, AWG, Enningerloh "Stand der MBA in Deutschland und Praxiserfahrungen mit der Ablagerung von MBA-Abfällen im Deponiebetrieb" pdf-Datei (583KB)

Dipl.-Ing. F. Krumtünger, AWG, Enningerloh; Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. D. Rohring, ASA e.V., Ennigerloh "Praxiserfahrungen mit der Ablagerung von MBA-Abfällen im Deponiebetrieb / Projekte der ASA e.V." pdf-Datei (1,7MB)

Landkreis Rotenburg (Wümme), in Zusammenarbeit mit
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF, PT Jülich), Umweltbundesamt Dessau, TU Hamburg-Harburg, IFAS Hamburg (Veranstalter)

BMBF-Workshop "Aerobe in situ Stabilisierung von Deponien und Altablagerungen Stabilisierung der Altdeponie Kuhstedt erfolgreich abgeschlossen".

Beiträge zum Workshop von Wittmann, Schröder, Ritzkowski, Weyer, Bräcker und IFAS (3 Beiträge) können aus dem download-Bereich von http://www.ifas-hamburg.de heruntergeladen werden.

Anonym

Stilllegung der Altdeponie Friesenheimer Insel - Größtes Umweltschutzprojekt der jüngsten Vergangenheit

BR 6/2007 Baustoff Recycling + Deponietechnik

Die Altdeponie muß zum 15.7.2007 stillgelegt werden. Die vor dem 1.6.2003 rekultivierten Deponiebereiche (18 ha) müssen nicht verändert werden. Auf den Deponieabschnitten I bis III (8 ha) soll Kombidichtung gebaut werden (50 cm min. Dichtung und 2 mm KDB [BAM-Zulassung gibt es nur für 2,5 mm dicke KDB!]). Auf der Urdeponie (3,3 ha) ist geplant: Kombiabdichtung (50 cm mineralische Dichtungsschicht, Oberflächenbefestigung aus emulsionsgebundener Tragschicht und bituminöse Schutzschicht [= zugelassene Asphaltabdichtung?]). Der Höhepunkt: Für die mineralische Dichtungskomponente werden Gießereialtsande verwendet! [Wo haben sich Gießereialtsande als Abdichtungsmaterial bewährt?.]

Andreas Rödel

Neue Anwendung eines Abdichtungskontrollsystems - Abfallwirtschaftsgesellschaft Vechta betritt "Neuland"

BR 6/2007 Baustoff Recycling + Deponietechnik

Die temporäre Abdichtung auf der Deponie Tonnenmoor II der AWV aus einer Bam-zugelassenen KDB wurde nach Ergänzung durch ein modifiziertes Abdichtungskontrollsystem der Progeo AG als endgültige Oberflächenabdichtung anerkannt. Im Beitrag wird beschrieben, wie das Abdichtungskontrollsystem GEOLOGGER modifiziert werden mußte, um die vorhande KDB wirksam kontrollieren zu können.

Matthias Kühle-Weidemeier

Strom aus dichter Deponieoberfläche

Umweltmagazin, Oktober - November 2007

Während sich bisherige Ansätze zur Gewinnung regenerativer Energien auf endverfüllten Deponieflächen primär auf die Solarstromproduktion konzentrieren, kombiniert eine neue Technik Aufgaben der Oberflächenabdichtung und Energieerzeugung in einen Kunststoffbahnelement (DepoSolar). Im Rahmen eines von der DBU geförderten Forschungsprojekts wird untersucht, in wieweit das System DepoSolar den technischen und betrieblichen Anforderungen an eine Deponieabdichtung dauerhaft gerecht wird. Auf der Deponie Leppe, NRW entstehen im Herbst 2007 Testfelder für unterschiedliche Kombinationen von Solarzellen und Dichtungsbahnen. Hauptkostenträger des Vorhabens ist der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV). Patentinhaber von DepoSolar ist WasteConsult International.

Robert J Meyers (US EPA, Office of Air and Radiation)

A cleaner source of energy - Global partnership in landfill gas utilization

Waste Management World September - October 2007 (This article is on-line: Please visit www.waste-management-world.com)

mehr > Fachliteratur > Deponie > Deponiegas > Deponiegas 2007

Wolfgang Huber, Stefan Schatz

Sickerwasser in der Nachsorgephase

Umweltmagazin September 2007

Für das Landesamt für Umwelt (LfU) in Bayern hat die AU Consult GmbH, Augsburg Sickerwasseranalysedaten von 18 bayerischen Altdeponien mit mineralischer Oberflächenabdichtung ausgewertet. Es zeigte sich, daß für Sickerwässer aus vielen Deponiekörpern erst in 20 bis 30 Jahren eine Indirekteinleitung möglich sein wird.

mehr unter Fachliteratur > Deponie > Sickerwasser 2007

Oliver Schneider, Andreas Becker, Gerhard Scherer

Untersuchungen zur Chemisch-Physikalischen Behandlung von Klärschlammverbennungsasche zur Ablagerung auf oberirdischen Deponien

Müll und Abfall Heft 6 / 2007

Aus der Zusammenfassung: Die oberirdische Deponierung von Klärschlammverbrennungsasche ist nur nach einer Konditionierung oder in geeigneten Behältnissen [!!!???] möglich. Unter chemischen Gesichtspunkten stellt die teils hohe Chromat- und Dichromatkonzentration im Eluat der Aschen neben dem hohen Gesamtgehalt an Schwermetallen oftmals ein Problem dar.

Die Entsorgung solcher Aschen findet überwiegend im untertägigen Versatz statt. Untersuchungen zur oberirdischen Deponierungsfähigkeit konditionierter Aschen sind von hohem Interesse, da mit dem Auslaufen der Übergangsfristen gemäß Versatzverordnung im März 2006 die Anzahl der zur Verfügung stehenden Versatzbergwerke zukünftig abnimmt.

Bei der Auswahl der Bindemittel zur Konditionierung der Aschen wurde Wert auf eine Reduktion des sechwertigen Chroms (Chrom VI) zu unlöslichem Chrom (Chrom III) gelegt. Als Zugabe dienten Flugasche, SAV-Rückstände sowie Zement.

Untersucht wurden vor allem die mechanischen Eigenschaften der konditionierten Aschen. ...

Die in der TASI [wieso eigentlich noch TASI?] geforderten Festigkeitskriterien werden von allen Mischungen bereits nach wenigen Tagen erfüllt. Bezüglich der Einhaltung der Eluatkriterien sind weitere Untersuchungen erforderlich.

AVL Ludwigsburg und UW Umweltwirtschaft

Wartung und Sanierung von Entwässerungssystemen auf Deponien

AVL Seminar am 5. Juli 2007 (www.avl-ludwigsburg.de) (in Vorbereitung)

Arnulf Grundler

Mythologie auf dem Müllberg

VKS-NEWS 118. Ausg. 7-8/2007

Seit sieben Jahren ist die Münchener Deponie im Ortsteil Fröttmaning vollständig als Naherholungsgebiet renaturiert. Eine Windkraftanlage ist in Betrieb. Seit einiger Zeit wurde das Gelände von der Münchener Malerin und Autorin Christiane Zöbeley in eine riesige öffentliche Freilichtgalerie verwandelt. [Anm.: Na also, es geht doch - wenn man den Leuten keine Angst einredet, und das ewige Abfalllager "Deponie" atraktiv nutzt.

Arnulf Grundler

Mythologie auf dem Müllberg

VKS-NEWS 118. Ausg. 7-8/2007

Seit sieben Jahren ist die Münchener Deponie im Ortsteil Fröttmaning vollständig als Naherholungsgebiet renaturiert. Eine Windkraftanlage ist in Betrieb. Seit einiger Zeit wurde das Gelände von der Münchener Malerin und Autorin Christiane Zöbeley in eine riesige öffentliche Freilichtgalerie verwandelt. [Anm.: Na also, es geht doch - wenn man den Leuten keine Angst einredet, und das ewige Abfalllager "Deponie" atraktiv nutzt.

Reiner Stegmann

Wird die in situ Belüftung Bestandteil der integrierten Deponieverordnung?

VKS-NEWS 118. Ausg. 7-8/2007

Im Rahmen des BMU Status-Workshops zur integrierten Deponieverordnung (iDepV), am 2. und 3. Mai 2007 wurde von IFAS-Hamburg ein Vorschlag zur Erweiterung des Entwurfs der iDepV § 12 Oberirdische Deponien, Abs. 7 eingebracht. Analog zu den Anforderungen an Infiltrationsmaßnahmen werden von IFAS 5 Voraussetzungen zum Einsatz der aeroben in situ Stabilisierung von Deponien (Hausmülldeponien) vorgeschlagen.

Hans-Günter Ramke, Karl Josef Witt, Wolfgang Bräcker, Michael Tiedt, Horst Düllmann, Stefan Melchior

Ergebnisse des Status-Workshops „Anforderungen an Deponie-Oberflächenabdichtungssysteme“

Ergebnisbericht des Workshops als pdf-Datei (160KB)

Tagungsband in Vorbereitung

Veröffentlicht auch von H.-G. Ramke

Anforderungen an Abdichtungssysteme unterschiedlicher Deponieklassen. - Ergebnisse des DGGT-LAGA Status-Workshops in Höxter, 11/2006

In:Veröffentlichungen des LGA-Grundbauinstituts, Nürnberg, Heft 86. Eigenverlag der LGA, Nürnberg, 2007. ISSN 0343-8007, Ullrich Henken-Mellies (Hrsg.) "18. Nürnberger Deponieseminar - 2007 - Abdichtung, Silllegung und Nachsorge von Deponien.

Ulrich Henken-Mellies (Hrsg.)

18. Nürnberger Deponieseminar - 2007 - Abdichtung, Silllegung und Nachsorge von Deponien.

Veröffentlichungen des LGA-Grundbauinstituts, Nürnberg, Heft 86. Eigenverlag der LGA, Nürnberg, 2007. ISSN 0343-8007

Viele Vorträge als pdf-Dateien verfügbar > Fachliteratur > Bücher > Bücher 2007

Wolfgang H. Stachowitz (Hrsg.)

Bio- und Deponiegas Fachtagung 2007 - Synergien nutzen und voneinander lernen

Tagungsband Nürnberg 16./17. April 2007. ISBN-Nr.: 978-3-938775-04-02 Bezugsadresse: DAS-IB GmbH www.das-ib.de, info@das-ib.de, Tel.: 0431/2004137

Monique Tsang

Landscapes of risk - Landfill liability and environmental insurance

WASTE management world March-April 2007 (article is online. Please visit www.waste-management-world.com)

Modern landfills are designed to protect the environment an dpublic health. Yet alarms have been raised about the potential for today's landfills to pollute groundwater in the long term, which may lead to a shortfall in the post-closure funding required by most legislations. Insurance, as a way to manage risk, could be an answer to adressing both the short- and long-term liabilities of landfills.

(Der Beitrag paßt sicherlich auch zur Diskussion über die Nachsorge von Deponien in Deutschland. Siehe dazu auch > MeineMeinung > Nachsorgesorgen)

Martin Kranert (Hrsg.)

Zeitgemäße Deponietechnik 2007
-Stilllegung, Nachsorge und Nachnutzung -

Stuttgarter Berichte zur Abfallwirtschaft, Band 90. Vorträge zum Vertieferseminar an der Universität, März 2007. ISBN 978-3-8356-3129-8

Vollständiges Inhaltsverzeichnis mit Autoren und Manuskripte als pdf-Dateien

Vorträge

  • Weiterentwicklung des Deponierechts aus Sicht des Landes Baden-Württemberg
  • Wann kann eine Hausmülldeponie aus der Nachsorge entlassen werden?
  • Ergebnisse des UFOPLAN-Forschungsvorhabens zur Deponienachsorge
  • Verträglichkeit der Nachnutzung mit deponierechtlichen Anforderungen
  • Deponietechnische Strategien zur Entlassung aus der Nachsorge
  • Bewertung von Maßnahmen zur schnelleren Entlassung aus der Nachsorge
  • Das neue Deponierecht
  • Schäden in PE-HD-Sickerrohren und Möglichkeiten der Sanierung
  • Erfahrungen mit der Nachnutzung von Deponiestandorten am Beispiel der Rhein-Main-Deponie Flörsheim-Wicker

 

23. Fachtagung "Die sichere Deponie - Sicherung von Deponien und Altlasten mit Kunststoffen"

Februar 2007, Würzburg, Tagungsunterlagen (Die Vorträge werden auf den Internetseiten des AK GWS als pdf-Dateien veröffentlicht)

vollständiges Inhaltsverzeichnis mit Autoren und Anmerkungen

Vorträge (ohne Autor)

  • Stand der Weiterentwicklung des Deponierechts
  • Umsetzung der Abfallablagerungsverordnung und der Deponieverordnung in Nordrhein-Westfalen
  • Funktionsdauer von Dränmatten für Entwässerungselemente in Oberflächenabdichtungen von Deponien und Altlasten
  • Bewertung von Dränsystemen in Oberflächendichtungen unter Langzeitaspekten mit besonderem Augenmerk auf geosynthetische Dränelemente
  • Zeitraffende Druck-Kriechversuche an Dränmatten mit dem SIM-Verfahren
  • Hauptsache “Zugelassen”? - Ein Blick hinter die Kulissen verschiedener Zulassungen für Kunststoffdichtungsbahnen
  • Zur Standsicherheit von Dichtungssystemen auf Böschungen
  • Warmgasextrusionsschweißen von Dichtungsbahnen nach DVS 2225-
  • Drainagewartung von Deponieleitungen nach TA Siedlungsabfall unter extremen Bedingungen (Teil 1, Teil 2)
  • Verfahrenstechniken für Schlammteichabdeckungen mit projektspezifisch gefertigten Geokunststoffen
  • Sand-Bentonitbahn als Alternative zur mineralischen Dichtung in der Kombinationsabdichtung am Beispiel der Deponie in Ubbena (Teil 1, Teil 2)
  • Allgemeine Erfahrungen aus der Praxis des Deponiebaus in arabischen Ländern
  • Curtain Walls for Reclamation of contaminated Soil
  • Oberflächenabdichtung der Deponie Emden / Normannenstraße mit Bentonitmatten, Kunststoffdichtungsbahnen und Dränmatten
  • Gesamtkonzept Stilllegung Deponie Hüfingen Bauen mit Geokunststoffen in steilen Böschungen
  • Kombinationsdichtung aus Kunststoffdichtungsbahnen und Wasserhaushaltsschicht

Joachim Hagmann

Die Novellierung des Deponierechts durch die Verordnung zur Umsetzung der Ratsentscheidung 2003/33/EG

AbfallR Zeitschrift für das Recht der Abfallwirtschaft 1/2007 lexxion Verlag

Remo Klinger

Rechtsfragen der Verwendung von Dichtungskontrollsystemen bei der Überwachung von Deponieabdichtungen

AbfallR Zeitschrift für das Recht der Abfallwirtschaft 1/2007 lexxion Verlag

Der Beitrag von Klinger ist als pdf-Datei unter www.progeo.com verfügbar. Sie können bei PROGEO auch nach einem Sonderdruck fragen.

mehr unter Fachliteratur > Abfallrecht > Abfallrecht2007

Heinz-Ulrich Bertram

Anforderungen an die Verfüllung von Abgrabungen - Anmerkungen und Ergänzungen zu der Veröffentlichung von Attendorn in AbfallR 2006/4 Seite 167-175

AbfallR Zeitschrift für das Recht der Abfallwirtschaft 1/2007 lexxion Verlag

mehr unter Fachliteratur > Abfallrecht > Abfallrecht2007

Rainer Stegmann

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Müll und Abfall Heft 1/2007

Deponien stellen ein Langzeitproblem dar. Ich glaube, dass diese Tatsache nun endlich allgemein akzeptiert wird. [Anm.: Jeder, der eine Deponie plante, genehmigte oder betrieb wußte das eigentlich, hätte es eigentlich wissen müssen.] Bundesweit sind umfangreiche Rücklagen für die Nachsorge von Deponien gebildet worden, wobei man zur Zeit noch nicht sagen kann, ob diese in jedem Fall ausreichen werden. Der Katalog der Nachsorgemaßnahmen ist lang, und die Unwägbarkeiten sind groß. [Anm.: Nach Ansicht von Stegmann hauptsächlich, die die direkt oder indirekt durch Basis- und Oberflächenabdichtungen verursacht werden!]

Erhebliche Kosten, die zusätzlich zu den Nachsorgeaufwendungen anfallen, können durch Deponien verursachte Kontaminationen (zum Beispiel des Grundwassers) entstehen. Die meisten der vorhandenen Deponien sind nicht gedichtet, so dass in vielen Fällen Grundwasserverunreinigungen aufgetreten sind. Dabei stellt sich zunächst die Frage nach dem Umfang der Verunreinigungen (Höhe und Art der Kontaminationen sowie Ausdehnung der Kontaminationsfahnen). [Anm.: Die vorhandenen Grundwasserverunreinigungen kann man doch messen. Und: was ist denn nun schlimmer, die Umwägbarkeiten, die mit der Langzeitwirksamkeit von Abdichtungen verursacht werden oder die Grundwasserkontaminationen, die ohne Abdichtungen verursacht wurden und werden?]

Was ist bei der Beurteilungen von deponiebürtigen Grundwasserbelastungen zu berücksichtigen? Es ist bekannt, dass die Kontaminationsfahnen häufig nur eine Ausdehnung von 100 bis 200 m aufweisen und sich dann auch langfristig nicht mehr signifikant weiter ändern. Es ist weiter aus vielen Untersuchungen bekannt, daß in der ungesättigten Bodenzone in Abhängigkeit von der Bodenart sowie im Grundwasserleiter selbst unterschiedliche Prozesse wie so Sorption-Desorption, biologischer Abbau und chemische Reaktionen (z.B. Oxidation-Reduktion), als auch Ionenaustauschvorgänge ablaufen, aber auch Verdünnungsprozesse stattfinden, die zu einer Verminderung der Schadstoffkonzentrationen führen und gegebenenfalls einer weiteren Schadstoffausbreitung entgegenwirken. [Anm.: Warum finden diese wunderbaren Prozesse nicht auch bei Deponien statt, die zunächst - für vielleicht 100 oder auch 200 jahre wirksam abgedichtet sind, und die dann aber auf Wunsch Besorgter plötzlich unwirksam werden?]

[Nach langen, nicht ganz konsequent durchdachten Vorbemerkungen kommt Stegmann zum Kern seiner Ausführungen:]

Als Konsequenz der oben beschriebenen Problematik scheint mir wichtig, mehr für eine Vorbeugung von deponiebürtigen Grundwasserverunreinigungen zu tun. Dabei sollte das Emissionspotential von Deponien verringert werden. Hierzu stehen Methoden wie die in-situ Belüftung und die kontrollierte Befeuchtung/Auslaugung (Letztere nur bei gedichteten Deponien) in Kombination mit einer adäquaten Oberflächenabdichtung zur Verfügung. Derzeit betriebenen Deponien wird durch die erforderliche Vorbehandlung der Abfälle vor der Ablauf und diesem Prinzip schon Rechnung getragen. Auch bei dem Thema Deponien gilt das Prinzip Vorsorge ist besser als Nachsorge. [Anm.: Hier hat Stegmann nun einmal uneingeschränkt recht - falls er nicht mit "adäquater Oberflächenabdichtung" eine wasser- und gasdurchlässige Schicht meint.]

Martin Denecke, Volker Rekers, Uwe Walter

Einsparpotentiale bei der biologischen Reinigung von Deponiesickerwasser

Müll und Abfall Heft 1/2007

Die Autoren empfehlen die Umstellung von der Deninitrifikation auf die anaerobe Ammoniumoxidation, die zwar zeitaufwendig sei und viel Fingerspitzengefühl verlange. Betriebskosteneinsparungen bis zu 100.000 €/a seien möglich.

Kai Münnich, Jan bauer, Klaus Fricke

Langzeitbeobachtungen zum Sickerwasserabfluß in Drainagerohren von Abfalldeponien

Müll und Abfall Heft 1/2007

Im Rahmen einer über fünfjährigen Beobachtung wurden daher Messgeräte zur kontinuierlichen Überwachung einzelner Dränstränge eingesetzt sowie zu verschiedenen Zeitpunkten der Sickerwasserzufluss längst der bis zu 375 m langen Rohre ermittelt. Damit wurde eine kleinräumige Erfassung der zeitlichen und räumlichen Änderungen des Sickerwasserzuflusses ermöglicht. Die Messungen zeigen zum einen die Auswirkungen von Änderungen der Betriebszustände (Einlagerungsbetrieb mit temporärer Einstellung und Wiederaufnahme der Ablagerung, Aufbringen einer Oberflächenabdeckung, Sickerwasserrückführung etc.) auf. Zum anderen konnten zum Teil starke Verformungen und Verdrehungen der HDPE-Rohre, ungleichmäßige Setzungen des Untergrundes) identifiziert werden, die den Zufluss zu den Rohren beeinflussen und die Effektivität der Entwässerung beeinträchtigen.

Detlef Krüger, Roland März

Beseitigung eines Kontaminationsherdes unter einer Deponie mittels Großlochbohrverfahren

Müll und Abfall Heft 1/2007

Matthias Johannes Lindinger

Sanierungen dreier Altablagerungen im bayerischen Allgäu - Praktische Umsetzung in Zeiten knapper Kassen

Müll und Abfall Heft 1/2007

Uwe Walter, Volker Rekers, Martin Denecke

Deammonifikation von Deponiesickerwasser

UmweltMagazin Januar - Februar 2007

Die Umstellung der Stickstoffelimination von der klassischen Nitrifikation/Denitrifikation auf die aerob/anoxische Deammonifikation bringt für eine Behandlungsanlage von Deponiesickerwasser deutliche Verfahrens- und Kostenvorteile.

Uwe Karg, Klaus Dieter Schmidt

Zu gut wäre zu teuer -Analytik optimiert Aktivkohlefilter-Beschickung in einer Deponiesickerwasserreinigungsanlage

wlb 1-2/2007

Die letzte Stufe der im Beispiel vorgestellten Sickerwasserreinigungsanlage ist eine Aktivkohleinfiltration. Da eine technisch mögliche Abreinigung auf Bruchteile der geforderten Werte für die Indirekteinleitung viel zu teuer wäre, sorgt die Analytik mit CSB-Küvettentest Test für eine optimierte Beschicktung der Aktivkohlefilter.

Udo Pauly, Martin Peitzmeier, Stefan Rehfus

Wasserhaushaltsschichten auf Basis von Klärschlammerde - Einsatz von Klärschlamm bei der Sicherung und Rekultivierung von Deponien

wlb 1-2/2007

Die professionelle Konzeption und Erstellung von Rekultivierungsschichten setzt umfangreiches ingenieurtechnisches Know-how voraus, mit einem hohen Verständnis der biologischen und bodenkundlichen Zusammenhänge. eine standortbezogene Analyse, Planung und ausführung ist daher erforderlich. Pauschallösungen sind praxisfern.

Beim Einsatz von Klärschlammprodukten in der Rekultivierungsschicht wird organische Substanz in Form von Humus dem Stoffkreislauf entzogen. Im Vergleich zu einer Verbrennung des Materials werden bei Verwendung in der Deponierekultivierung relevante Mengen organischer Substanz und damit Kohlenstoff konserviert, daraus ergibt sich eine günstigere CO2- Bilanz mit diesem Verwertungweg.

Langfristig entwickelt sich eine Wasserhaushaltsschicht zu einem stabilen Ökosysteme, welches - im Gegensatz zu konventionellen Rekultivierungsschichten mit geringer Schichtdicke - keiner Pflegemaßnahmen bedarf und damit die Nachsorgeaufwendungen verringert. Es besteht vielmehr die Möglichkeit zusätzliche Einnahmen generieren, wenn langfristig gesehen nachwachsende Rohstoffe geerntet und vermarktet werden können.

S. Flamme, B. Gallenkemper, W. Bidlingmaier, H. Doedens, M. Kranert, R. Stegmann

10. Münsteraner Abfallwirtschaftstage (Tagungsband)

Münsteraner Schriften zur Abfallwirtschaft, Band 11. 1. Aufl. Febr. 2007. Fachhochschule Münster, Fachbereich Bauingenieurwesen, Labor für Abfallwirtschaft, Siedlungswasserwirtschaft, Umweltchemie (LASU). ISBN 3-9811142-1-3, ISBN 978 3-9811142-1-3

Inhaltsverzeichnis (teilweise)

Ausgewählte Beiträge zum Thema Deponie

  • Rettenberger, Gerhard
  • Betriebserfahrungen mit dem Einbau von MBA-Output
  • Krumtünger, Franz; Rohring Daniel
  • Praxiserfahrungen mit der Ablagerung von MBA-Abfällen im Deponiebetrieb - Projekte der ASA e. V.
  • Arz, Klaus-Peter; Haeming, Hartmut
  • Monoablagerungen auf Deponien der Klasse II?

Gerhard Rettenberger und Rainer Stegmann (Hrsg.)

Stilllegung und Nachsorge von Deponien - Schwerpunkt Deponiegas 2007

Trierer Berichte zur Abfallwirtschaft Band 17. . Verlag Abfall aktuellISBN 3-98 10064-7-X

Inhaltsverzeichnis

Valid XHTML 1.0 Transitional

Copyright © www.deponie-stief.de - email: info@deponie-stief.de Fax: 030 72320580. Mobil: 0170 5301616