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30-Mär-2012

Fachliteratur

Deponie, Deponietechnik 2009

über DeponieÜbersicht zu Fachliteraturhinweisen in anderen Jahren

Klaus Stief

Deponie, Notnagel der Abfallwirtschaft - gestern, heute und morgen

Müll und Abfall 12/2009 (Editorial)
verfügbar als PDF unter http://www.muellundabfall.de/aid/mua_20091201/inhalt.html

Hochschule Zittau/Görlitz (Hrsg.)

"Anforderungen an Rekultivierungs- und Wasserhaushaltsschichten unter dem Einfluss des Klimawandels"

Deponieworkshop Zittau-Liberec 2009. 12-13. Nov. 2009. Wissenschaftliche Schriften im Rahmen des EU Ziel3/Cil3-Projekts "Erdbau und Rekultivierung" Heft 1. ISBN 978-3-9812655-4-5

Abstracts zu den Vorträgen in deutscher und tschechischer Sprache unter www.ziel-3.de > Publikationen".

Inhaltsverzeichnis und einige Abstracts

Sänger, F. und Fabian.F.

Qualitätssicherung im Deponiebau - Luxus, unvermeidbares Übel, Notwendigkeit

In: Deponieworkshop Zittau-Liberec 2009. 12-13. Nov. 2009. Wissenschaftliche Schriften im Rahmen des EU Ziel3/Cil3-Projekts "Erdbau und Rekultivierung" Heft 1. ISBN 978-3-9812655-4-5

verfügbar als PDF

Heinz-UlRich bertram

Anforderungen an die Verfüllung von Abgrabungen

AbfallR 6/2009 Seiten 297-305

Bei der Verfüllung von Abgrabungen ist die Frage zu beantworten, welche Anforderungen an Abfälle gestellt werden müssen, die zur Verfüllung genutzt werden sollen. ...

Maßstäbe für die Bewertung der Schadlosigkeit der Verwertung mineralischer Abfälle in Abgrabungen enthält die LAGA-Mitteilung 20 (neu) mit der TR Boden (neu). Dieses Regelwerk entspricht der aktuellen Rechtssprechung und steht im Einklang mit der Begründung zum "Tongrubenurteil" des Bundesverwaltungsgerichts.

Die Entsorgung von heizwertreichen Sortierresten in Abbaustätten ist zweifelsfrei nicht mit dem geltenden Abfall- und Bodenschutzrecht zu vereinbaren.

Thomas Egloffstein, Gerd Burkhardt (Hrs.) und 20 Mitautoren / Im Auftrag des Arbeitskreises Grundwasserschutz e. V. und der Überwachungsgemeinschaft Bauen für den Umweltschutz e. V.

19. Karlsruher Deponie- und Altlastenseminar 2009 - ABSCHLUSS UND REKULTIVIERUNG VON DEPONIEN UND ALTLASTEN 16. Juli 2009 - Inkrafttreten der neuen Deponieverordnung. Auswirkungen auf bestehende und zukünftige Deponien in Deutschland

Karlsruhe: ICP Eigenverlag Bauen und Umwelt, Band 17. 2009. 217 Seiten. ISBN 978-3-939662-06-8

Inhaltsverzeichnis

Stief Klaus

40 Jahre Deponietechnik - Ein subjektiver Rückblick (2)

in: Veröffentlichungen zum 19. Karlsruher Deponie- und Altlastenseminar (2009)

Manuskript als PFD

Ronald Vogt, Frank Muchta, Bernd Wölfel

Vom Müll - zum Golfplatz

UmweltMagazin Oktober - November 2009

Auf der Suche nach einer neuen Nutzung der im Jahre 2002 in Budenheim geschlossenen Abfalldeponie geht die Stadt Mainz neue Wege. auf den auf 21 ha abgelagerten 8 Mio. m³ Müll entsteht nun nach Gestaltung und Abdichtung der Deponieoberfläche durch die Heilit Umwelttechnik ein 18-Loch Golfplatz. Zur Kontrolle der Kunststoffdichtungsbahn im Plateaubereich wurde auf 65.000 m² das Dichtungskontrollsystem Geologger® eingebaut.

Zum Thema Golfplatz Budenheim siehe auch

Dipl.-Ing. Daniel Kehrer

Deponieabschluss Budenheim mit Folgenutzung als Golfplatz

Vortrag beim 2. Progeo-Seminar, Potsdam, 22. Januar 2008 und 24. SKZ Fachtagung, Würzburg, 07. Februar 2008

Details (pdf, 551KB) bei www.wat.de

Klaus Stief

Abschluss der Nachsorgephase von Deponien - Mehr Fragen als Antworten?

Müll und Abfall August 2009 Heft 8 Seite 406-411

Gemäß der DepV neuer Fassung haben zuständige Behörden Kriterien zu beachten, bevor sie den Abschluß der Nachsorgephase einer Deponie auf Antrag des Deponiebetreibers feststellen. Sind alle Kriterien erfüllbar? Nicht ohne eine gewisse Gabe zu haben in die Zukunft zu schauen. Glücklicherweise wird nicht vorausgesetzt, daß nach Feststellung des Abschlusses der Nachsorgephase für eine Deponie keine Nachsorge mehr erforderlich sein wird, denn das wäre naiv, realitätsfern. Trotz neuer DepV bleiben einige Fragen unbeantwortet. Z.B.: Wer ist nach Abschluss der Nachsorgephase für die heute zeitlich nicht vorhersehbar lange Nachsorgephase zuständig? Wer genehmigt und kontrolliert die Folgenutzungen? Kann die endgültige Stilllegung einer Deponie überhaupt festgestellt werden, bevor die Deponieoberfläche entsprechend der (offiziell behaupteten) endgültigen Nutzung fertiggestellt ist? Also Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen nur in der Stilllegungsphase?

Manuskript als PDF

Markus Robek, Tim Ricken, Susanne Radeker

Auf dem Weg in die Nachsorgephase - Innovative Deponietechnik und gezielte Prognosen mit einem FEM-Programm

wlb 6/2009

Menge und Methangehalt des Deponiegases nehmen mit der Zeit ab. Eine Prognose über Transport- und Umsetzungsprozesse innerhalb der Deponie liefert ein FEM-Programm mit dem auf Veränderungen in der Deponie zeitnah reagiert werden kann. In Kombination mit einem Schwachgassystem können so auch geringe Gasmengen energetisch verwertet werden. Verwendet wird das Simulationsprogramm DepSim, das auf der Theorie poröser Medien für Mehrphasensysteme beruht. DepSim erlaubt mit Hilfe der Finite Element Methode eine zeitliche und räumliche dreidimensional aufgelöste Beschreibung der Transport- und Simulationsprozesse innerhalb einer Deponie. Angewendet wurde DepSim (www.deponienachsorge.com) für die Deponie Rheinberg mit dem Ergebnis, dass der Bau eines Oberflächenabdichtungssystems nicht im Jahr 2008 erfolgen sollte, sondern erst in drei Abschnitten in den Jahren 20012, 2016 und 2020. In dieser Zeit würde sich das Gasbildungspotential soweit verringert haben, dass selbst bei einem möglichen späteren Eindringen von Wasser keine wesentliche Methangasbildung mehr zu erwarten sei.

Anmerkung: Welche Maßnahmen (Depo+ oder aerobe Stabilisierung oder Sickerwasserinfiltration) zur Beschleunigung der Abbauprozesse angewendet werden, wird leider nicht mitgeteilt. Vielleicht geht es ja auch nur um die Verzögerung des Einbaus der Oberflächenabdichtung. Plangemäß kann also der letzte Deponieabschnitt frühestens 2020 endgültung stillgelegt werden, und die Feststellung des Abschlusses der Nachsorgephase zwischen 2030 und 2050 erfolgen.

Wolfgang Bräcker  

Ergebnisse der LAGA Ad-hoc-AG „Deponietechnische Vollzugsfragen“

Müll und Abfall 6/2009

Die LAGA Ad-hoc-AG „Deponietechnische Vollzugsfragen“ hat fachliche Eckpunkte für den Vollzug des § 14 Absatz 6 DepV erarbeitet und insgesamt neun Komponenten bzw. Systeme hinsichtlich ihrer Eignung für die Oberflächenabdichtung von Deponien beurteilt. In diesem Artikel werden die Grundlagen und Ergebnisse der LAGA Ad-hoc-AG vorgestellt und die Möglichkeit der Weiterverwendung der Eignungsbeurteilungen nach Inkrafttreten der Novelle der DepV im Sommer 2009 aufgezeigt.

K. Wiemer, B. Bartsch, H. Schmeisky

Deponien als Rohstofflagerstätten von morgen Ergebnisse einer hessenweiten Untersuchung

Bio- und Sekundärrohstoffverwertung IV, S. 685-716, Hrsg.: Witzenhausen-Institut, Neues aus Forschung und Praxis. Auch Vortrag beim 21. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum 2009

Als PDF verfügbar

Heinz-Ulrich Bertram

Brauchen wir keine Deponien mehr? - Grenzen des Recyclings

In: Karl J. Thomé-Kozmiensky und Daniel Goldmann (Hrsg.) "Recycling und Rohstoffe Band 2. ISBN 978-3-935317-40-5 TK Verlag, 2009. Seite 159 bis 177

Als PDF verfügbar (Hinweis: Der Text des Originalbeitrages wurde gegenüber der im Buch Recycling und Rohstoffe Band 2 veröffentlichten Fassung um die Tabelle 2 ergänzt, die Bestandteil der Präsentation des Vortrages war.)

Aus der Zusammenfassung: "Die Abfallwirtschaft wird auch künftig nicht ohne Deponien auskommen. Mit der Studie Ziel 2020 wird zwar die Erwartung einer deponielosen Zukunft geweckt. Diese kann jedoch bei realistischer Erwartung weder aus fachtechnischer Sicht noch aufgrund der geltenden und zukünftigen rechtlichen Rahmenbedingungen erfüllt werden." Aber lesen Sie selbst. (PDF-Datei in Kürze verfügbar).

Meine Anmerkung: Deponien, die der Abfallwirtschaft als Notnagel dienen, und über die sich dann die ökologischen Saubermänner empören werden sind verhersehbar: für Abfälle aus Großbränden, für Abfälle aus Unfällen mit gefährlichen Gütern, für Abfälle aus der Altlastensanierung, usw.). Es ist nur zu hoffen - aber nicht zu erwarten - , daß diese Abfälle nicht auf Altdeponien oder Deponien der Klassen I, II oder auch III abgelagert werden. Wer soll die Vorhaltung von "Notfalldeponien" bezahlen? Und wer soll die Kosten für den Transport dorthin tragen? Fazit: Es werden weiterhin Deponien gebraucht, und sie werden weniger umweltverträglich sein, als in Gesetzen und Verordnungen angepriesen.

Alexander Gosten

Untersuchungen über den Nutzen des Deponierückbaus - Gedanken zum Deponierückbau unter heutigen Rahmenbedingungen am Beispiel einer BSR-Deponie

In: Karl J. Thomé-Kozmiensky und Daniel Goldmann (Hrsg.) "Recycling und Rohstoffe Band 2. ISBN 978-3-935317-40-5 TK Verlag, 2009. Seite 447 bis 468

als PDF verfügbar

 

Aus Schlussfolgerungen und Ausblick: "Die Ergebnisse der Studie zur Deponie Wernsdorf lassen vermuten, dass die Wirtschaftlichkeit der Bergung von Sekundärrohstoffen und Ersatzbrennstoffen eine Frage der langfristigen Zeitbetrachtung ist. Unter diesem Gesichtspunkt wäre es möglicherweise auch vertretbar, Ersatzbrennstoffe aus dem Deponierückbau zu subventionieren."

Der Autor begründet seine Argumentation für einen Deponierückbau hauptsächlich damit, dass eine sichere Verwahrung (Abdichtung) der abgelagerten Abfälle für alle Ewigkeit nicht realistisch ist, wenn Abdichtungsmaßnahmen gegebenenfalls nicht immer wieder erneuert werden - womit er sicher recht hat, wenn Deponiegasbildung und Sickerwasserzusammensetzung den Standortgegebenheiten bzw. den gesetzlichen Anforderungen ohne Abdichtungsmaßnahmen nicht entsprechen.

Seine Feststellung "[Der Deponierückbau] ist auch grundätzlich der moralisch ethisch richtige Weg, um unserer Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen gerecht zu werden." passt aber nicht zum erläuterten Projekt "Deponierückbau der Deponie Wernsdorf", weil dort nur Wertstoffe rückgebaut werden sollten, und die Abfälle - welche die für kommenden Generationen als so bedrohlich dargestellten Umweltgefährdung verursachen - wieder auf derselben Deponie eingebaut werden sollen - möglichst ohne aufwendige Oberflächenabdichtung und vor allem ohne Basisabdichtung; weil sonst die Wirtschaftlichkeit der Sekundärrohstoffgewinnung in Frage gestellt ist.

Gleichwohl ist der Beitrag sehr wesentlich, nicht zuletzt, weil die Erlöspotentiale und die Kosten des Deponierückbaus detailliert betrachtet werden.

Henken-Mellies (Herausgeber)

20. Nürnberger Deponieseminar - 2009 - Die neue Deponieverordnung, Deponien nach 2009

Tagungsband, LGA Bautechnik GmbH, Grundbauinstitut, Eigenverlag LGA, Nürnberg, 2009. ISSN 0343-8007

Inhaltsverzeichnis

DWA (Herausgeber, Veranstalter)

Deponietage - Betrieb, Stilllegung und Nachsorge von Deponien

Gemeinschaftstagung ANS VKS im VKU DWA, 5./6. Mai 2009 in Minden

Beiträge im Tagungsband. DWA - Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. , Hennef. Kundenzentrum, theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef. Frau Teichmann Tel.: 02242 872-333

Inhaltsverzeichnis

Herausgeber und Bezugsadresse DAS-IB GmbH

Biogas und Deponiegas Fachtagung 2009 - Synergien nutzen und voneinander lernen III

Tagungsbuch - Zusätzlich mit Sicherheitsregeln für Biogasanlagen auf Basis der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Weimar April 2009. ISBN 978-3-938775-10-3

Inhaltsverzeichnisw

Stief, Klaus

40 Jahre Deponietechnik - ein subjektiver Rückblick

Müll und Abfall 4/2009 (Jubiläumsausgabe 40 Jahre Müll und Abfall)

Vielleicht verlocken die Marginalien zum Lesen: Die Schwerfälligkeit der Praxis soll durch Empfehlungen in Merkblättern und Informationsschriften überwunden werden | Irgendwann muß Tacheles geredet werden. In TA Abfall und TASI wurde es versucht. | Neue Richtlinien und Verordnungen verwirren oft mehr als sie klären. Ad-hoc-Arbeitsgruppen müssen helfend eingreifen. | Geeignete Deponiestandorte ohne geeignete geologischen Barriere sind ungeeignet. "Künstliche Geologische Barrieren" sind Volksverdummung. | Abdichten oder nicht, dass ist die Frage. Was ist wenn? wird nur gefragt, wenn wirksame Abdichtungskomponenten eingesetzt werden. | Nichts wird "ewig" halten - auch nicht Deponieabdichtungen. Aber sie können langfristig wirksam, ja dicht sein. | Deponiesickerwasser bestimmt die Sorge um die Dauer der Nachsorge - weil die Wassergesetze (nur) hier keine angemessene Betrachtungen zulassen. Deponiegas ist kein langfristiges Problem. | Geotechnische und biologische Stabilität von Deponien sollten bereits in der Ablagerungsphase sichergestellt werden. Wer zu späat anfängt, hofft vielleicht billiger davon zu kommen. | Anleitungen zur Rekultivierung [gab es schon sehr früh]. | Ob Rekultivierungsschicht oder Wasserhaushaltsschicht - auf "ewige" Wirksamkeit der "biologischen Schutzschichten" ohne Pflegeaufwand zu hoffen, ist naiv. | Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß! Wurde deshalb die Kontrolle und Dokumentation des Langzeitverhaltens [von Deponien] so vernachlässigt? Heute rätseln wir über den Aufwand für die Nachsorge. | Die Ablagerung schadstoffhaltiger Abfälle in Deponien ist ein Irrweg, weil man sich nicht "ewig" kümmern will, was aber notwendig ist, Trotzdem wird es immer neue Deponien geben, weil sie der Notnagel der Abfallwirtschaft sind. | [Vergessen wurde die Frage: Warum will man CO2 aus Kraftwerken im Boden speichern, aber CO2 aus Hausmülldeponien möglichst schnell in die Atmosphäre entlassen?]

Martin Kranert (Hrsg)

Zeitgemäße Deponietechnik 2009
Die Deponieverordnung - Chancen und Umsetzung

Stuttgarter Berichte zur Abfallwirtschaft März 2009, Band 94
ISBN 978-3-8356-3175-5

Inhaltsverzeichnis

SKZ - ConSem GmbH (Hrsg.)

25. Fachtagung Die sichere Deponie - Sicherung von Deponien und Altlasten mit Kunststoffen (Jubiläumsveranstaltung)

Leitung: Dipl.-Ing. Dieter Jost und Dipl.-Ing. Klaus Albers, Arbeitskreis Grundwasserschutz e. V., Berlin, Veranstalter: SKZ - ConSem GmbH, 26. bis 27. Februar 2009, CCW Congress Centrum Würzburg. Tagungsunterlagen

Inhaltsverzeichnis und ausgewählte pdf-Dateien

Prof. Dr.-Ing. Karl Josef Witt, Bauhaus Universität Weimar

Die Standsicherheit im Lebenszyklus von Oberflächenabdichtungssystemen

SKZ - ConSem GmbH (Hrsg.): 25. Fachtagung Die sichere Deponie - Sicherung von Deponien und Altlasten mit Kunststoffen (Jubiläumsveranstaltung). Tagungsunterlagen

Beitrag als pdf-Datei

Es wird deutlich gemacht, dass wegen Effekten der Alterung der Materialien und aus Unkenntnis der langfristigen klimaischen Einwirkungen die Langzeit-Standsicherheit nur unscharf prognostiziert werden kann. Diese Unsicherheiten können aber durch geeignete Materialien und robuste Bauweisen minimiert werden. Kritische Punkte im Leben einer Oberflächenabdichtung bleiben die Einflussfaktoren Rekultivierungsschicht und Bewuchs.

Andere Standsicherheitsprobleme als bei Deponien für unbehandelte Siedlungsabfälle sieht der Autor bei Deponien für MBA-Abfälle. Die Gesamtstandsicherheit sei am besten objektspezifisch nach bodenmechanischen Gesichtspunkten sorgfältig zu beurteilen. Für Oberflächenabdichtungen sei eine Setzungs- und Verformungsprognose zweckmäßig.

"Ungeeignete Materialien im Systemaufbau von Oberflächenabdichtungen können kurz- oder mittelfristig Rutschungen verursachen. Während polymere Materialien wie auch geosynthetische Dichtungsbahnen in ihrem Langzeitverhalten bezüglich Dichtigkeit, Beständigkeit und Scherverhalten sehr gründlich untersucht und in Zulassungsverfahren geprüft sind ..., können die Eigenschaften natürlicher mineralischer Materialien in großen Bereichen streuen. Die in Eignungsuntersuchungen ... nachgewiesenen Eigenschaften ... gelten nur für die untersuchten Randbedingungen. ... Eine gleichbleibende Qualität über einen Zeitraum von > 100 Jahren kann daher nicht a priori vorausgesetzt werden. Insbesondere mineralische Dichtungen mit quellfähigen Böden sind hinsichtlich Standsicherheitsrisiken außerordentlich kritisch zu bewerten."

Das gilt nach Ansicht des Autors insbesondere auch für Kombinationsabdichtungen mit mineralischen Dichtungen mit quellfähigen Böden als untere Abdichtungskomponente! Ich kann aus den Ausführungen eigentlich nur ableiten, daß von der "Regel-Kombinationsabdichtung" mit tonmineralischen Dichtungsschichten in Oberflächenabdichtungssystemen dringend abgeraten wird.

Warnende Hinweise gibt der Autor auch für Planung und Ausführung von Rekultivierungs- und Wasserhaushaltsschichten. "Die Hoffnung, dass sich der Bewuchs in der planmäßigen Weise ohne jegliche Pflege über einen Zeitraum von > 100 Jahren und unter gewissen Klimaentwicklungen unschädlich für das Oberflächendichtungssystem entwickelt und sich im positiven Sinne selbst reguliert ist naiv. Die Natur hat andere Regeln als das Deponierecht."

Sie sollten den ganzen Beitrag unbedingt selbst lesen.

Rettenberger / Stegmann (Hrsg.)

Stilllegung und Nachsorge von Deponien - Schwerpunkt Deponiegas

Trierer Berichte zur Abfallwirtschaft Band 18
Verlag Abfall Aktuell ISBN 978-3-9810064-8-3

Inhaltsverzeichnis

Kai Münnich und Andrew Hudson

Beeinträchtigung der Bestimmung der hydraulischen Leitfähigkeit von Abfällen durch Gasbildung

Müll und Abfall 02/2009

Zur Beschreibung der Wasserbewegung im Deponiekörper wird in der Regel die gesättigte hydraulische Leitfähigkeit des Abfalls herangezogen, wohl wissend, dass in weiten Bereichen des Deponiekörpers der Abfall nicht vollständig mit Wasser gesättigt ist. Es wird gezeigt, wie die hydraulischen Leitfähigkeit (bestimmt in Anlehnung an DIN 18130-1) durch die Freisetzung von Deponiegas beeinflußt wird. Überraschendes Ergebnis der Untersuchungen war, das diesnicht nur bei unbehandelten Abfällen, sondern auch bei ablagerungskonformen MBA-Abfällen der Fall ist.

Ortwin Künzel

Nutzbare Feldkapazität und Rekultivierungs- und Wasserhaushaltsschichten

Müll und Abfall 02/2009

Kritische Betrachtung der bodenkundlichen Kartieranleitung K5 zur Charakterisierung und Kartierung von Böden mit ungestörtem Gefüge, wenn aus den Untersuchungen auf die nutzbare Feldkapazität von realen Böden (gestörtes Gefüge) in Rekultivierungs- und Wasserhaushaltsschichten geschlossen werden soll.

KUMAS

10. Bayerische Abfall- und Deponietage - Neues zum Abfallrecht, Stoffstromwirtschaft, Reanaissance von Deponien?, Deponienachsorge, Deponiesanierung

Tagungsunterlagen der Fachtagung am 26./26. März 2009 > Siehe http://www.kumas.de > Events > Bayerische Abfall- und Deponietage > (auf der Seite unten) Vorträge vergangener Veranstaltungen > 2009

Das-Ib GmbH (Hrsg. Wolfgang H. Stachowitz)

Synergien nutzen und voneinander lernen III

Vorträge Internationale Biogas und Deponiegas Fachtagung 28./29. April 2009

Sie müssen aber noch warten bis die Tagung vorbei ist. Bis dahin siehe das Tagungsprogramm bei DAS-IB

Rettenberger, G.

Zukünftige Nutzung der Deponie als Ressourcenquelle

In: Flamme, S., Gallenkemper, B., Gellenbeck, K. Bidlingmaer, W., Kranert, M, Nelles, M. Stegmann, R. (Hrsg.), Tagungsband der 11. Münsteraner Abfallwirtschaftstage, Münster Februar 2009, S. 101-109

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