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31-May-2015

Fachliteratur

Deponie, Deponietechnik 2010

über DeponieÜbersicht zu Fachliteraturhinweisen in anderen Jahren

Stief, Klaus

Die Deponie - ein Chamäleon

ReSource | Abfall * Rohstoff * Energie Fachzeitschrift für nachhaltiges Wirtschaften, Rhombos Verlag. In der Rubrik: Auf ein Wort, Seite 2

Chamäleons wechseln die Farbe je nach Gefahr bzw. Umgebung. Deponien wechseln nicht die Farbe, aber das Ansehen der Deponie wechselt in der Öffentlichkeit. Auf die unterschiedliche Bewertung von Deponien ist in den kleinen Beitrag hingewiesen worden.

Was aber bei aller Kritik an Deponien auch vorgebracht wird: Es sollte nie vergessen werden, dass zuständige Behörden im Planfeststellungsbescheid oder in der Plangenehmigung immer bestätigt haben, dass das Wohl der Allgemeinheit durch die Deponie (so wie beantragt und betrieben) nicht gefährdet wird!

In der Rubrik Auf ein Wort wird die Möglichkeit geboten, Standpunkte kontrovers zu diskutieren. Aber bei meinem Beitrag gibt es eigentlich gar nichts zu diskutieren. Nicht einmal über die Frage, ob wir Deponien auch in Zukunft brauchen. Natürlich brauchen wir auch künftig Deponien. Was abgelagert wird hängt dann ganz von der Fähigkeit bzw. Unfähigkeit der "Kreislaufwirtschaftler" ab, einschließlich der Gesetzgeber, die irgendeine Kreislauf-Nutzung verbieten oder die Anforderungen verschärfen (müssen), z. B. im Bodenschutzgesetz.

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Dipl.-Ing. Wemhoff, Dr. Konertz, Dr. Dörr

"Deponie- und wasserbautechnische Maßnahmen im Zuge der Stilllegung der Deponie Hennickendorf"

Fachvortrag im Rahmen der Veranstaltung "Praxistagung Deponie 2010" am 30. November und 01. Dezember 2010 in Hannover
als pdf-Datei verfügbar unter http://www.umtec-partner.de/ Aktuelle > Fachliche News

Prof. Dr.-Ing. Biener, Dipl.-Ing. Sasse, Dipl.-Ing. Wemhoff

Deponie auf Deponie - Technische und genehmigungsrechtliche Aspekte

Fachvortrag im Rahmen der Veranstaltung "Abschluss und Rekultivierung von Deponien und Altlasten 2010" am 13. und 14. Oktober 2010 in Karlsruhe
als pdf-Datei verfügbar unter http://www.umtec-partner.de/ Aktuelle > Fachliche News

Dipl.-Ing. Wemhoff, Dr. Konertz, Dr. Dörr

Stilllegung der Deponie Hennickendorf (LK Märkisch-Oderland) - Praxisbericht zur Planung, Genehmigung und zum Bau einer Einphasen-Dichtwand sowie einer OFAD mit unterschiedlichen Abdichtungselementen

Fachvortrag im Rahmen der Veranstaltung "6. Leipziger Deponiefachtagung 2010" am 2. und 3. März 2010 in Leipzig
als pdf-Datei verfügbar unter http://www.umtec-partner.de/ Aktuelle > Fachliche News

Gregor Franßen, EMLE (Madrid)

Potentielle Auswirkungen der neuen Grundwasserverordnung und der Ersatzbaustoffverordnung auf die Verwertung/Entsorgung von Abfällen

http://www.heinemann-und-partner.de/fachbeitraege/
Fachbeitrag kann herunterladen werden (PDF, 383 KByte) (Folien)

M. Müller et. al.

Entwurf und Planung von Wasserhaushaltsschichten - Neue Erkenntnisse und Empfehlungen für die Praxis

Deponieworkshop Liberic-Zittau 2010: "Aktuelle Probleme in der Abfallwirtschaft", Nov. 2010. Wiss. Schriften im Rahmen des EU Ziel3/Cil3-Projekts "erdbau und Rekultivierung". Heft 3.ISBN 978-80-7399-143-2

Bericht über Ergebnisse auf der Deponie Bautzen/Nadelwitz

Winfried Entenmann

Betrieb, Verdichtungskontrolle und Standsicherheit von Deponien

Müll und Abfall Heft 11 / 2010

Exemplarische Untersuchungen des Verdichtungsverhaltens von MBA-Material in Feldversuchen und Grundlagenuntersuchungen zur Stndsicherheit unterr besonderer Berücksichtigung eventuell auftretender Porenwasserdrücke ergaben: Böschungsneigungen von 1:3 (temporär von 1:1,5= sind standsicher. Der Porenwasserüberdruck wird bei Verdichtung von MBA-Material schnell abgebaut. Das Verdichtungsverhalten von MBA-Material in Deponien unterscheidet sich deutlich von dem bindiger Böden - wegen der sehr unterschiedlichen, erheblich biegsamen Materialien, wie Kunststoffilien etc.

Dirk Behling

Hydrologische Wirksamkeit von Rekultivierungsschichten und ihrem Bewuchs in Testfeldern auf deutschen Deponien

Müll und Abfall Heft 11 / 2010

Oberflächenwasserabfluss leistet nur einen zu vernachlässigenden bzw. geringen Beitrag zur Verminderung der Infiltration von Niederschlagswasser in den Deponiekörper. Der zu erwartenden Klimawandel mit den möglichen Extremniederschlagsereignissen kann zu Änderungen führen.

Die Höhe der Durchsickerungen von Rekultivierungsschichten zeigt eine erhebliche Schwankungsbreite. Rekultivierungsschichten unterliegen auch einem erhelblichen Austrocknungsrisiko.

Empfohlen wird eine Anpassung der Rekultivierungsschichten an Standort- und deponiehangspezifische sowie künftige Klimabedingungen.

Läßt sich dennoch eine problematische Austrocknungstendenz der Rekultivierungsschicht nicht verhindern, sollte eine trockenrissresistente Abdichtungskomponente eingebaut werden.

[Mein Fazit: Nichts genaues weiß man nicht! Gebt Euch Mühe. Verzichtet aber sicherheitshalber von vornherein nicht auf eine "trockenrissresistente" Abdichtungskomponente. Nach vielleicht 50 Jahren ist der Vorwurf es zu gut gemacht zu haben, leichter zu ertragen, als nach 10 Jahren festzustellen: wir haben es falsch gemacht.

Übrigens: Wenn die bestürzenden Warnungen, dass die deutsche Wirtschaft auf das Rohstoffpotential der Altdeponien künftig nicht wird verzichten können, muss doch eigentlich das ganze Konzept der Deponieoberflächenabdichtungssysteme überdacht werden.]

Stefan Gäth und Jörg Nispel

Wertstoffdeponie Deponie

UmweltMagazin 10/11 2010

Wer hätte das gedacht? Hausmülldeponien stellen anthropogen geschaffene Rohstoffdepots dar. Im Zuge der fortschreitenden Rohstoffverknappung werden diese in naher Zukunft in Form des "urban/landfill mining" an Bedeutung gewinnen. Geld für Oberflächenabdichtungen könnten gespart werden und Nachsorgekosten fallen auch nicht mehr an. Kommunen und Deponieanlieger werden sich über die wieder leeren Sand-, Kies- und Tongruben, Tagebaurestlöcher und sonstige vom Bergbau verwüsteten Flächen freuen können, die innovativ genutzt werden könnten. Aber alles klappt nur, wenn die Preise für die weltweit knappen Ressourcen mit dem Anstieg der Weltbevölkerung und dem zunehmenden Wohlstand in den Schwellenländern Asiens weiterhin steigen. Schöne Aussichten!

Auch zum Thema "Deponien als Rohstoffquelle"

Thomas Egloffstein, Gerd Burkhardt (Hrsg.)

ABSCHLUSS UND REKULTIVIERUNG VON DEPONIEN UND ALTLASTEN 2010
Die Umsetzung der neuen Deponieverordnung - praktische Erfahrungen im Vollzug und erste
Änderungsverordnung zur neuen DepV.

Beiträge zum Seminar am 13. und 14. Oktober 2010, Karlsruhe, Im Auftrag des Arbeitskreises Grundwasserschutz e. V. und der Überwachungsgemeinschaft Bauen für den Umweltschutz e. V. Karlsruhe: ICP Eigenverlag Bauen und Umwelt, Band 19, 279 Seiten, Oktober 2010
ISBN 978-3-939662-08-2

Inhaltsverzeichnis

Folien von Vortragenden als PDF-Dateien nur für Teilnehmer

Prof. Brunner

From Sanitary to Sustainable Landfilling - why, how, and when?

1st International Conference on Final Sinks, September 23 – 25, 2010 Vienna, Austria, Conference Proceedings im Internet verfügbar unter http://www.iwa.tuwien.ac.at/landfill-conference/

Anmerkung: a) Wer kein Englisch versteht ist ausgeschlossen. b) Nicht alle Vorträge sind verfügbar. c) Es ist schon interessant worüber international, auch in Europa, noch hinsichtlich "nachhaltig umweltverträglicher Deponien" diskutiert wird.

Reinhard Göschl

Weltweit größtes Projekt zum Rückbau einer Deponie im April 2010 erfolgreich beendet

INNOVA Kundeninformation The IuT Group, August 2010. www.theiutgroup.com

Auf der ehemaligen Deponie in Sharja entstehen neue Wohn- und Geschäftsviertel durchzogen von Straßen und Autobahnen. Die Fläche des gesamten sanierten Geländes beträgt 220 ha. Rund 52% des abgegrabenen Volumens wurde als Rückfüllmaterial wieder verdichtet eingebaut. Eine Deponiegasbildung kann ausgeschlossen werden.

MELCHIOR, Stefan

Langzeitbeständigkeit von baulichen Sicherungsmaßnahmen.

In: Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (Hrsg.): 25 Jahre Sanierung der Deponie Georgswerder. Umgang mit baulich gesicherten Altlasten - Erkenntnisse und Perspektiven. Tagungsband zur Fachtagung am 11./11.06.2010, 77-91.

pdf-Download unter http://www.mplusw.de > Publikationen

Kölsch, Florian und Burkhardt, Gerd

Ablagerung von Klärschlämmen auf 10 regionalen Siedlungsabfalldeponien in Tunesien.

In: Tagungsunterlagen "Deponietage 2010 - Betrieb, Stilllegung und Nachsorge von Deponien". Minden Juni 2010. Veranstalter: DWA www.dwa.de. Kontakt Frau Teichmann

MELCHIOR, S., B. STEINERT & S. RAABE

Ergebnisse zur Wirksamkeit ausgewählter Oberflächenabdichtungssysteme der Versuchsfelder der MEAB auf der Deponie Deetz.

In: Henken-Mellies, U. (Hrsg.): 21. Nürnberger Deponieseminar 2010. Deponien nach 2009: Weiterbetrieb sowie Abdichtung und Nachsorge; Umgang mit Altablagerungen.
Veröffentlichungen des LGA-Grundbauinstituts, Nürnberg, Heft 89, S. 103-116

pdf-Download unter http://www.mplusw.de > Publikationen

Thomas Müllerschön

Frischer Wind auf alter halde [Windkrafträder, Solarpark und Deponiegas auf der Deponie Karlsruhe-West]

UmweltMagazin März 2010

Windenergieberg hört sich doch viel schöner an als Müllberg oder gar "Giftmülldepopnie". Was wird aber aus den Energiegewinnungsanlagen, wenn die Rohstoffpotentiale in der Deponie dringend gebraucht werden? Gibt es hier etwa einen Interessenkonflikt? Schützen die Energiegewinnungsanlagen vor Landfill Mining Interessen?

MELCHIOR, Stefan

Rekultivierungsschichten - Geltende Anforderungen, Stand der Technik und Praxiserfahrungen.

In: Gebert, J. & E.-M. Pfeiffer (Hrsg.): Mikrobielle Methanoxidation in Deponie-Abdeckschichten. Hamburger Bodenkundliche Arbeiten, 63, 25-42.
pdf-Download unter http://www.mplusw.de > Publikationen

MELCHIOR, Stefan

Langzeitverhalten einer Dränmatte in einer Oberflächenabdichtung.

In: Kilchert, M. & K. D. Hegewald (Hrsg.): 6. Leipziger Deponiefachtagung. Stilllegung, Sicherung und Nachsorge von Deponien. Beitrag B09. Leipzig, 23 S.

pdf-Download unter http://www.mplusw.de > Publikationen

Yoon-Hee Kim

Trashy tourism

WASTE management world January-February 2010
on-line available http://www.world-management.com

"In Korea, plans are being made to landfill sites into tourist attractions for the region. The landfill sites will become a waste-to-energy facility, a biomass complex, solar and wind generation plants and an educational environment and culture facility."

siehe auch Fachliteratur > Deponie > Nachsorge > Nachsorge 2010

25 Jahre Sanierung Deponie Georgswerder

Vor 25 Jahren wurde mit der Sanierung der Deponie Georgswerder begonnen. Aus diesem Anlass fand die Fachtagung zum Thema „Umgang mit baulich gesicherten Altlasten - Erkenntnisse und Perspektiven“ statt.

Die Tagung befasste sich mit den folgenden Themen:

  • 25 Jahre Sanierung und Nachsorge der Deponie Georgswerder
  • Praxisbeispiele aus Sanierung, Nachsorge und Eigenkontrolle baulich gesicherter Altlasten
  • Perspektiven für die Nachnutzung von baulich gesicherten Altlasten in städtischen Ballungsräumen
  • Umgestaltung der Deponie zum „Energieberg Georgswerder“ im Rahmen der IBA Hamburg

Im Downloadbereich finden Sie den Tagungsband, das Programm, einige der Vorträge (die Liste wird noch ergänzt) sowie die im Rahmen der Tagung ausgestellten Poster mit Informationen zur Deponie Georgswerder. 

http://www.hamburg.de/energieberg-georgswerder/2344370/25-jahre-deponie-georgswerder-fachtagung.html

Dirk Behling

Dichtheit und Beständigkeit von abdichtenden Systemkomponenten in Testfeldern auf deutschen Deponien

Müll und Abfall Heft 09/2010

Die Ergebnisse von mehrjährigen Versuchsdaten an 64 Testfeldern in Deutschland wurden ausgewertet. Untersucht wurden mineralische Abdichtungen, mineralische Dichtungsbahnen, mineralische Reststoffdichtungen sowie Kapillarsperren. Anhand der Ergebnisse werden Handlungsempfehnlungen hergeleitet zur Realisierung von standort- und deponiehangspezifisch geeignete Abdichtungskomponenten. Die in der DepV genannten Durchsickerungshöchstwerte für mineralische Abdichtungen werden kritisch betrachtet.

Der Forschungsbericht zu dem Vorhaben soll im Herbst 2010 zum download bereitgestellt werden. Anforderung bitte per E-mal an: behling@inno-sustain.de.

Patrick Foss-Smith

Understanding Landfill fires

WASTE management world July - August 2010.
This article is on-line. Please visit http://waste-mamagement-world.com

Man glaubt es kaum:
"In summary: Recent research reveals a worrying lack of understanding by licensing authorities, of their role in fire risk reduction together with a lack of fire competency by site operators and the emergency services. ... There is a mass of hard won landfill fire experience residing but well hidden, within the waste management and the fire fighting professions. Ways mut be found to ensure that this information is disseminated to reduce the likelihood and cost of these special emergency events."

Vielleicht wird die Verbreitung deutscher Kenntnisse schon bald besser - wenn unsere Urenkel in den KITAs Englisch lernen.

Über Erfahrungen in Deutschland können Sie sich informieren unter Fachliteratur > Deponie > Betrieb > braende.htm. (Seit 2004 schein alles geschrieben, was mitteilenswert war.)

Andreas Kersting und Tobias Gruber

Deponie auf Deponie - ein Königsweg für Altstandorte?

AbfallR 4/2010 Seiten 200-206

Anmerkung: Wem bisher noch nicht klar war, wozu man den Begriff "Geologische Barriere" alles missbrauchen kann, wird hier geholfen werden. Lustig ist auch der Begriff "mehrfach funktionale Dichtung", die für die unten liegende Altdeponie eine Oberflächenabdichtung sein könnte und für die oben liegende neue Deponie eine Basisabdichtung einschließlich "geologischer" Barriere. Die Autoren gehen aber nicht so weit, dass der unten liegenden Altdeponie als Ganzes die Funktion der "geologischen Barriere" zugemutet wird. Ich bin gespannt welche zuständige Behörde sich als Erste mit einen Antrag auf Zulassung des Konzepts "Deponie auf Deponie" befassen muss? Denn "Erforderlich für die Umsetzung des Konzepts "Deponie auf Deponie" ist in jedem Fall eine entsprechende behördlicheZulassung für die neue Deponie, die auf der Grundlage des KrW/AbfG i.V. m der neuen DepV ergeht, sowie eine entsprechende Änderung der Zulassung für den Altkörper durch die zuständige Behörde".

Alles in allem hatte ich aber nicht den Eindruck, dass die Autoren sich über die DepV 2009 lustig machen, sondern sehr ernsthafte Anregungen für die Praxis geben wollten.

Ralph Eitner

RÜCKSTELLUNGSBERECHNUNGEN FÜR ABFALLDEPONIEN
- Stand der Erkenntnisse und aktuelle Entwicklungen -

Deponietage 2010 - Betrieb, Stilllegung und Nachsorge von Deponien.
Gemeinschaftstagung von DWA, ANS und VKS im VKU in Kooperation mit ASA CREED INWESD. Minden 2010

verfügbar als PDF

Heinz-Ulrich Bertram

Die Regelungsasymmetrie bei der Entsorgung von mineralischen Abfällen

In: Recycling und Rohstoffe - Band 3. Karl J. Thomé-Kozmiensky, Daniel Goldmann. Neuruppin: TK Verlag Karl Thomé-Kozmiensky. 2010 ISBN 978-3-93517-50-4. Seiten 401-429

verfügbar als pdf-Datei

Bertram erläutert ausführlich die rechtlichen Grundlagen für die Verwertung von mineralischen Abfällen und für die Ablagerung von Abfällen auf Deponien (Deponierung) und stellt fest, dass für die Deponierung offensichtlich strengere Anforderungen bezüglich Umweltschutz im allgemeinen und Grundwasserschutz im besonderen gelten. Bertram nennt das Regelungsaymmetrie.

Der "Verwertungszwang" ergibt sich nicht zuletzt auch durch die politisch gewollte, aber fachlich unsinnige Festlegung von Verwertungsquoten durch die Europäische Kommission aber auch durch das Umweltministerium des Bundes.
Insgesamt kann man der Veröffentlichung von Bertram auch entnehmen, daß hinsichtlich des Umganges mit schadstoffhaltigen Abfällen in Deutschland eine große Verunsicherung herrscht. Erstens ist umstritten, ob die Anhäufung schadstoffhaltiger Abfälle in einer Deponie der Klassen I, II oder III besser ist als die flächige Verteilung in der Landschaft (sprich Verwertung als Sekundärrohstoffe oder Ersatzbaustoffe). Zweitens wird nicht akzeptiert, daß eine Deponie eine Abfallbeseitigungsanlage ist, aus der sehr langfristig Schadstoffe, die nicht vorher durch Sickerwasser oder Deponiegas "abgefangen" werden, in die Umgebung abgegeben werden, wenn die Oberflächenabdichtungssysteme nicht bei Bedarf erneuert werden. Der Verlauf der Schadstoffverteilung in die Deponieumgebung - die Verzögerung und Dosierung - hängt maßgeblich von der Qualität der Geologischen Barriere ab. Das zeigen nicht zuletzt auch die Forschungsergebnisse im Altlastenbereich zu den Themen NA Natural Attenuation, MNA, eMNA usw. Mit der Deponieverordnung 2009 ist allerdings die Geologische Barriere zu einem Popanz verkommen. Und Drittens wird ignoriert, daß alle Vertreter der "nachhaltigen Kreislaufwirtschaft" irgendwann einmal auf die Deponierung angewiesen sind - und wenn es untertage ist. Und wenn man den Gegnern der unterirdischen Ablagerung von radioaktiven Abfällen im Salzgestein glauben würde, dann wäre die nicht rückholbare Ablagerung von gefährlichen Abfällen in Salzkavernen ein krimineller Akt. Entweder - Oder!

Wolfgang Bräcker (Hrsg.)

Abfallwirtschaftsfakten 4.3: Deponietechnik für mechanisch-biologisch behandelte Abfälle

Abfallwirtschaftsfakten 19: Deponieentgasung bei rückläufigen Deponiegasmengen

Abfallwirtschaftsfakten 20: Deponiestilllegung unter Einbeziehung einer In-situ-Stabilisierung

AbfallwirtschaftsFakten veröffentlicht unter > http://www.gewerbeaufsicht.niedersachsen.de > Umweltschutz > Kreislauf- und Abfallwirtschaft > AbfallwirtschaftsFakten

Ulrich Henken-Mellies (Hrsg.)

21. Nürnberger Deponie-Seminar - Deponien nach 2009: Weterbetrieb sowie Abdichtung und Nachsorge; Umgang mit Altablagerungen

http://www.tuv.com/bauwirtschaft. Leitung und Moderation: TÜV Rheinland LGA Bautechnik GmbH. Grundbauinstitut Nürnberg

Inhaltsverzeichnis und einige Kommentare

Eckhard Haubrich, Klinger und Partner GmbH

Ausführung von Rekultivierungsschichten mit möglichst geringer Verdichtung - Erfahrungsbericht aus einem Forschungsvorhaben und Praxisbeispiele

21. Nürnberger Deponie-Seminar: Deponien nach 2009: Weiterbetrieb sowie Abdichtung und Nachsorge; Umgang mit Altablagerungen, Mai 2010, LGA Training & Consulting GmbH, TÜV Rheinland Group, LGA Akademie

Birte Pfeiffer, Helmut Schwarzmüller, Bernd Fremgen und Stefan Gäth

Die Eignung von HMV-Schlacke als Ersatzbaustoff in einer mineralischen Oberflächenabdichtung

Müll und Abfall Heft 05 2010

Auf der Deponie Eichelbruck, Freiburg soll eine Kombiationsabdichtung aus einer Asphaltdichtungsschicht und einer mineralischen Dichtungsschicht TREAmin® mit 15 cm Dicke hergestellt werden. TREAmin® besteht aus aufbereiteter HMV-Schlacke mit definierten Anteilen natürlicher Tonmineralien. Eignungsuntersuchungen gemäß der Grundsätze der LAGA ad-hocAG "Deponietechnische Vollzugsfragen" waren die Grundlage für die Genehmigung durch das RP Freiburg. TREAmin® soll eine höhere Tragfähigkeit haben als herkömmliche tonmineralische Abdichtungen, eine geringere Schrumpfneigung sowie ein gutes Regenerationsvermögen nach Austrocknung. Für TREAmin® sprächen auch deutliche Kostenvorteile und, dass die geforderte vorrangige Verwertung von Reststoffen mit Schonung von natürlichen Ressourcen (z. B. Tonen) realisiert wird. Details TREAmin® - Abdichtungen auch unter www.treamin.com.

Klaus Berger

Modellvalidierung - Unentbehrlich, aufwendig, of vernachlässigt. Rekapitulation einiger Grundlagen am Beispiel Wasserhaushaltsmodelle für Deponieabdichtungssysteme

Müll und Abfall Heft 5 2010

Eine zur Qualitätssicherung von Wasserhaushaltsmodellen unabdingbare, aber häufig vernachlässigte Voraussetzung sei eine hinreichende Validierung des Modells, d. h. der Nachweis, dass das Modell realitätsnahe Simulationsergebnisse liefert. Das gelte insbesondere für komplexe Modelle mit physikalisch nicht vollständig beschreibbaren Prozessen wie es Wasserhaushaltsmodelle seien. In Veröffentlichungen zum Wasserhaushaltsmodell SiWaProDSS [Gräber und Blankenburg, Müll und Abfall 1/2010 und Gräber, Kemmesies, Blankenburg, Euler in Müll-Handbuch, Lfg. 4/09, Kennzahl 4368] - würden unter Hinweis auf Anwendungsgrenzen der Modelle HELP und BOWAHALD - für eine Reihe von Anwendungsgebieten das Modell SiWaProDSS angepriesen. Eine nähere Prüfung durch den Autor [Berger] ergäbe, dass das Modell für einige dieser Bereiche technisch anwendbar ist, seine Autoren [Gräber et. al.] zeigten jedoch in keinem der aufgeführten Fälle, dass das Modell SiWaProDSS für die entscheidenden Größen realitätsnahe Ergebnisse liefere. In den Schlussfolgerungen zu seinem Beitrag gibt Berger daher einige grundlegende Hinweise zur Anwendung von Simulationsmodellen. Es bestehe ein großer Bedarf nach Weiterentwicklung und fundierter Validierung von Wasserhaushaltsmodellen für Deponieabdichtungssysteme.
[Anm.: Auch das noch. Qualitätssicherungsprobleme nicht nur bei der Herstellung von Deponieabdichtungssystemen, sondern auch bei der Modellierung der des Wasserhaushalts als Vorstufe der Planungen. Welcher ad-hoc Ausschuss kann sich dieser Aufgabe widmen? Vielleicht ein DGGT AK Wasserhaushaltsmodelle?]

Faulstich, M., Franke, M., Löh, I.

Urban Mining Wertstoffgewinnung aus Abfalldeponien

Tagungsunterlagen Bayerische Abfall- und Deponietage 2010, augsburg, März 2010
Beitrag on-line verfügbar unter http://www.kumas.de > Events > Bayerische Abfall- und Deponietage > (auf der Seite unten) Vorträge aus den vergangenen Veranstaltungsjahren > 2010 > Vortrag 12 als pdf

SKZ ConSem GmbH (Hrsg.)

26. Fachtagung Die sichere Deponie Sicherung von Deponien und Altlasten mit Kunststoffen 18. bis 19. Februar 2010

Veranstalter: SKZ ConSem GmbH, Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 Leitung: Dipl.-Ing. Dieter Jost, Dipl.-Ing. Klaus Albers, Arbeitskreis Grundwasserschutz e. V., Berlin www.akgws.de

Inhaltsverzeichnis

Stegmann/Rettenberger/Bidlingmeier/Bilitewski/Fricke/Heyer (Hrsg.)

Deponietechnik 2010

Hamburger Berichte 35, Abfallwirtschaft, Technische Universität Hamburg-Harburg Verlag Abfall Aktuell ISBN 978-3-981287-3-1

Inhaltsverzeichnis mit Hinweisen auf einige verfügbare PDF

Heyer, K.-U., Hupe, K., Koop, A., Stegmann, R., Frohmann, U., Jeuthner, K.

Verfahren zur Verbesserung des Deponieverhaltens - aerobe in situ Stabilisierung der Deponie Dörentrup.

In: Deponietechnik 2010, Hamburger Berichte 35 (Hrsg.: Stegmann, Rettenberger, Bidlingmaier, Bilitewski, Fricke, Heyer), Verlag Abfall aktuell, Stuttgart, 103-121.

Heyer, K.-U., Hupe, K., Ritzkowski, M., Stegmann, R.

Vorschläge für Kriterien zur Beendigung einer erfolgreichen Deponiebelüftung.

In: Deponietechnik 2010, Hamburger Berichte 35 (Hrsg.: Stegmann, Rettenberger, Bidlingmaier, Bilitewski, Fricke, Heyer), Verlag Abfall aktuell, Stuttgart, 263-286.

Kai-Uwe Heyer

Deponienachsorge und kein Ende?

Müll und Abfall 01/2010 (Editorial)
verfügbar als PDF unter http://www.muellundabfall.de/aid/mua_20100101inhalt.html

Gerhard Rettenberger

Sickerwasserkreislaufführung - Voraussetzungen, Technik, Praxiserfahrungen

Müll und Abfall 01/2010

Kai-Uwe Heyer, Karsten Hupe, Marco Ritzkowski, Rainer Stegmann

Nachweismöglichkeiten zur erfolgreichen Verbesserung des Langzeitverhaltens von Deponien durch die aerobe in situ Stabilisierung

Müll und Abfall 01/2010

Peter-Wolfgang Gräber, René Blankenburg

Optimierung von Oberflächenabdichtungssystemen unter den Bedingungen der Klimaänderung

Müll und Abfall 01/2010

Ritzkowski, M., Heyer, K.-U., Hupe, K., Stegmann, R.

Deponiebelüftung mittels Windenergie - Voraussetzungen und Perspektiven.

Müll und Abfall 01/2010

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