Grundwasserschutz, Grundwasserbeeinträchtigungen
durch Deponien, Altlablagerungen und Altlasten
Die Seite wird neu eingerichtet (2004), weil die Thematik sachgebietsübergreifende ist. Eine Unterscheidung zwischen "Deponien" und "Sanierung" verleitet dazu, wichtige Veröffentlichungen zu übersehen.
Worch, Eckhard
Sickerwasserprognose:
Sorptionsbeeinflusster Transport organischer Schadstoffe - Modellansätze und offene Fragen
altlasten spektrum 1/2004 S. 23 bis 30
Der Beitrag, der sich mit der Rolle der Sorption beim Transport organischer Schadstoffe beschäftigt, basiert auf einem Diskussionspapier, welches im Rahmen der Arbeit der ATV-DVWK-Arbeitsgruppe "Eluat und Sickerwasser" entstanden ist. Diese Arbeitsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, Probleme, die mit der Sickerwasserprognose verbunden sind, zu diskutieren, Forschungsbedarf zu benennen und für den Routinebetrieb einsetzbare Lösungen zu erarbeiten.
Anmerkung: Allen, die den § 14 (6) DepV anwenden wollen und meinen, daß man durch "Betrachten" der hydrogeologischen Gegebenheiten des Standortes einer Deponie ohne Basisabdichtung eine vernünftige Abschätzung der Grundwasserbeeinträchtigung erreichen kann, sei dieser Beitrag zum Lesen empfohlen.
(16-Feb-2004)
Gläßner, Rolf; Dau, Ursula; Bocian, Oliver
Altlastenbearbeitung in Wasserschutzgebieten
altlasten spektrum 1/2004 S. 31 bis 39
Berichtet wird über das Vorgehen in der Freien und Hansestadt Hamburg
(16-Feb-2004)
Steiner, Nikolaus; Willand, Achim
Rechtliche Rahmenbedingungen für die Altlastensanierung unte dem Einfluss des EU-Wasserrechts
altlasten spektrum 1/2004 S. 40 bis 46
Der Beitrag zeigt überblickartig die Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Altlastensanierung in Deutschland durch die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) vom 23. 10. 2000 und die künftige Grundwasserrichtlinie auf.
Abschnitt I fasst in der gegebenen Kürze die derzeitigen Rahmenbedingungen nach deutschem Recht zusammen.
Abschnitt II gibt die für das Altlastenthema wichtigsten Vorgaben der WRRL und des Entwurfs der Grundwasserrichtlinie (E-GWRL) nach dem Stand des Kommissionsentwurfs vom 19.9.2003 wieder.
Unter III finden sich die Thesen zum Einfluss der WRRL und E-GWRL auf den Umgang mit Altlasten.
...
Vorab wird auf folgendes hingewiesen: Die Diskussion um die WRRL ist sehr im Flusse. Ihre Regelungen sind zum Teil ungenau und interpretationsfähig, bestimmte Schlüsselfragen werden bewußt offen gelassen. Ein ausgewiesener Experte des europäischen Umweltrechts beurteilt die WRRL wie folgt: "Im nicht nur politisch un rechtlich, sondern notwendig auch sprachlich kompromisshaften gemeinschaftrechtlichen Harmonisierungsprozess entstehen Texte, die einerseits allen Wohl und niemanden Wehe eine Gesprächigkeit aufweisen, hinter der sich mehr als nur gelegentlich die entscheidende normative Regelung verbirgt wie die nadel im Heuhaufen - wenn es sie denn überhaupt gibt. Auf der anderen Seite gerät der Rechtstext nicht minder häufig dort karg, wo der Rechtsanwender Klarheit erwarten darf, sie aber wegen mangelnder Dezisionsbereitschaft oder Dezisionsfähigkeit nicht finden kann."
Wenn Sie auch nicht wissen, was Dezionsismus ist: rechtsphilosophische Anschauung, nach der das als Recht anzusehen ist, was die Gesetzgebung zum Recht erklärt.
Am Schluß heißt es:
Rechtlich gesehen führt das neue EU-Wasserrecht zwar nicht zur Abkehr vom hierzulande oftmals postulierten, in der Praxis aber nicht durchgängig realisierten "Grundsatz des flächendeckenden Grundwasserschutzes". Da die Sanierung von Altlasten im Ermessen der Behörden steht, sind aber Änderungen in der administrativen Praxis nicht unwahrscheinlich. Bei der Ermessensentscheidung über die Sanierung der einzelnen Altlast soll nämlich künftig regelmäßig der Zustand des GW-Körpers insgesamt berücksichtigt werden.
(16-Feb-2004)
Webert, Michaela
Nachhaltige Altlastenbewältigung unter Einbeziehung des Natürlichen Reinigungsvermögens
altlasten spektrum 1/2004 S. 47 bis 48
Berichtet wird über das Symposium (Nov. 2003) zum Bayerischen Forschungsvorhaben.
Weitere Informationen sowie die Kurzfassung der Vorträge sind als pdf-Dateien abrufbar unter http://www.altlasten-bayern.de
(16-Feb-2004)