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15-Jan-2012

Fachliteratur

Sickerwasser aus Deponien 2006

einschließlich Sickerwasserinfiltration und Sickerwasserreinigung

Hersteller von Anlagen zur Sickerwasserbehandlung / Dienstleistungen beim Betrieb:

Wenn kein Sickerwasser mehr anfällt, gibt es auch keine Deponieprobleme mehr. Oder?

Zum Thema Sickerwasser wird seit einiger Zeit meist im Zusammenhang mit Deponienachsorge 2006, und mit der biologischen Stabilisierung von Altdeponien berichtet. Fachliteraturhinweise werden bei deponie-stief.de zusammengefaßt unter Deponie 2006, usw. Recherchieren Sie deshalb bitte auch dort.

Prof. Dr. Gert Lautenschlager (Hrsg.)

Infiltration von Sickerwasser auf Hausmülldeponien

Tagungsunterlagen zum 9. Triesdorfer Umwelttag, Mai 2006.
Fachhochschule Weihenstephan, Abteilung Triesdorf, Fachbereich Umweltsicherung

Inhaltsverzeichnis der Tagungsunterlagen

V. Rekers

Neue Wege bei der Optimierung biologischer Sickerwasserbehandlungsanlagen

Müll und Abfall 3/2006 unter Nachrichten aus der Industrie (LAMBDA GmbH)

Dr. sc. nat. Ulrich Henken-Mellies

Verkürzung der Nachsorge durch Sickerwasserinfiltration und optimierte Deponieentgasung - Grundlage und Praxisbeispiele

7. Bayerische Abfall- und Deponietage 2006. Tagungsunterlagen (Loseblattordner). Veranstalter und Bestelladresse: KUMAS, E-mail: info@kumas.de

Der wichtigste Aspekt der aktiven Nachsorge von Hausmülldeponien ist nach Auffassung des Autors die Entfrachtung der Deponien von reaktiver organischer Substanz. Das größte Potential liegt hier in einer Kombination von gezielter Befeuchtung und konsequent betriebener Gasabsaugung., die weit über den bisherigen Ansatz der Absaugung der "anfallenden" Deponiegases hinausgeht: Die Deponie wird als Bioreaktor verstanden, der aktiv "gefahren" wird.

Ob eine weitgehende Inertisierung von (großen) Hausmülldeponien im 30-jährigen Nachsorgezeitraum realistisch durchführbar ist, kann derzeit nicht abschließend beurteilt werden. Tests an geeigneten Referenzobjekten werden empfohlen.

Da der Autor offenbar an der Einsicht der Deponiebetreiber zweifelt (was die aktive Nachsorge betrifft), bringt er (wie schon so oft) den möglichen Verzicht auf eine aufwendige endgültige Oberflächenabdichtung "als Anzreiz" ins Gespräch. Fachbehörden werden aufgefordert, die Anstrengungen der Deponiebetreiber bei der Entscheidung über die Entlassung aus der Nachsorge zu honorieren.

Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Steinemann, Harald Wegmann, Dipl.-Ing. (FH) Christian Dierig

Flächige Sickerwasserrückführung / Entgasung am Beispiel der Deponie Schwaiganger, Landkreis Garmisch-Partenkirchen

7. Bayerische Abfall- und Deponietage 2006. Tagungsunterlagen (Loseblattordner). Veranstalter und Bestelladresse: KUMAS, E-mail: info@kumas.de

Die Deponie Schwaiganger wurde in den Jahren 1995 bis 1999 komplett saniert. In den Jahren 1999 bis 2003 wurde die ehemalige Deponien "Am Lindenbach" auf die Deponie Schwaiganger umgelagert.

In den Jahren 2002 bis 2005 wurde die Oberfläche profiliert ( wozu die 261.000 Mg umgelagerten Abfälle und 121.000 Mg kontaminierte Böden verwendet wurden) und mit einer Kunststoffdichtungsbahn (betrieblich?) abgedichtet. Unter der Abdichtung wurde ein flächiges Infiltrationssystem eingebaut, das vollautomatisch gesteuert wird.

Die Sickerwasserinfiltrationsleitungen wurden zur Unterstützung an die Entgasungsanlage und damit auch an die Deponiegasverwertungsanlage angeschlossen.

Die Infiltration bringt scheinbar Vorteile bei der gleichmäßigen Durchfeuchtung des Deponiekörpers, da die Deponiegasmenge ansteigt und die Gasqualität besser wurde. Zu berücksichtigen ist, daß der Deponiekörper zusätzlich durch ca. 400 m Infiltrationsleitungen kurz unter der Oberflächenabdichtung abgesaugt wird. Eine Zuordnung der einzelnen Gaskonzentrationen zum ursprünglichen Gas- und Infiltrationssystem ist erst nach Abschluß der Versuchsphase (Ende März 2006) möglich.

Die Sickerwassermengen sind zurückgegangen - nicht zuletzt wegen der Oberflächenabdichtung. Bei regelmäßigen Kontrollen sind keine Überschreitungen der für die Abwasserverordnung relevanten Parameter mehr festgestellt worden. Das überschüssige Sickerwasser kann deshalb ohne Vorbehandlung in die örtliche Kläranlage abgeleitet werden.

Prof. Dr. Gert Lautenschlager

Erfahrung mit der Rückführung von Sickerwasserkonzentrat auf der Deponie Dettendorf, Landkreis Neustadt an der Aisch / Bad Winsheim

7. Bayerische Abfall- und Deponietage 2006. Tagungsunterlagen (Loseblattordner). Veranstalter und Bestelladresse: KUMAS, E-mail: info@kumas.de

Der Fachbereich Umweltsicherung der FH Weihenstephan hat zusammen mit dem LK Neustadt an der Aisch (Betreiber der Deponie), über einen Zeitraum von 2 Jahren untersucht, welche Auswirkungen auftreten, wenn hochbelastete Sickerwässer zur Abfallbefeuchtung wieder in den Deponiekörper zurückgeführt werden. (Förderung durch den BMBF mit 110.00 €)

Ziel der Untersuchungen war festzustellen, ob das belastete Konzentrat aus einer Umkehrosmoseanlage zur Befeuchtung in der Deponie eignet. Es sollte auch festgestellt werden, ob das Sickerwasserkonzentrat vollständig infiltriert werden kann, wodurch eventuell auch Entsorgungskosten gespart werden könnten.

Besonders untersucht wurde, ob durch die Infiltration von Sickerwasserkonzentrat eine Anreicherung von Schadstoffen im Sickerwasser stattfindet und ob der Abbau der organischen Fraktion gehemmt wird.

Die Untersuchungen wurden in 3 Versuchssäulen im Labor der FH und 2 Testfeldern auf der Deponie Dettendorf durchgeführt.

Ergebnisse: Weder in den Säulenversuchen noch in den Testfeldern konnte eine Aufkonzentrierung im abließenden Sickerwasser festgestellt werden. Die Sickerwasserkonzentrationen sind weitgehend unabhängig von der Schadstoffbeladung der infiltrierten Flüssigkeiten.

Die unterschiedliche Schadstoffbelastung der infiltrierten Flüssigkeiten wirkte sich beim Abbau der organischen Abfallfraktion nicht nennenswert aus. Die nproduzierten Gasmengen, als Maß für den biologischen Abbau, gleichen sich bis auf wenige Prozent.

Tendenziell stimmen die Ergebnisse der Laboruntersuchungen mit den Resultaten der wesentlich größeren Testfelder überein, so daß der Autor eine Übertragung auf reale Verhältnisse für möglich hält.

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