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Wasser-, Stoff- und Energiebilanz
von Deponien aus Müllverbrennungsschlacken

Institut für Wasserchemie und Chemische Balneologie
Lehrstuhl für Hydrogeologie, Hydrochemie und Umweltanalytik
der Technischen Universität München

Wasser-, Stoff- und Energiebilanz
von Deponien aus Müllverbrennungsschlacken

Ralf Klein

Vollständiger Abdruck der von der Fakultät für Chemie der Technischen Universität
München zur Erlangung des akademischen Grades eines
Doktors der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.)
genehmigten Dissertation.
Vorsitzender: Univ.-Prof. Dr. E. Born
Prüfer der Dissertation: 1. Univ.-Prof. Dr. R. Niessner
2. Univ.-Prof. Dr. St. Wohnlich
Ludwig-Maximilians-Univ. München
Die Dissertation wurde am 20.12.2001 bei der Technischen Universität München eingereicht
und durch die Fakultät für Chemie am 17.04.2002 angenommen.

vollständige Fassung

hier nur ein Auszug

V Zusammenfassung und Handlungsempfehlungen

Für den Betrieb einer Monodeponie aus MVA-Schacken ergeben sich aus den bisherigen Untersuchungsergebnissen folgende Empfehlungen:

  • Zur Vermeidung hoher und lange anhaltender thermischer Belastungen der Deponiesicherungssysteme ist ein flächiger Einbau der Schlacke anzustreben.
  • Sollte die Möglichkeit eines flächigen Einbaus aus betriebstechnischen Gründen nicht gegeben sein, so sollte die Schlacke über einen längeren Zeitraum (drei Monate) unter freiem Himmel zwischengelagert bzw. längere Einbaupausen (drei Monate) zwischen den einzelnen Schüttungen eingelegt werden.
  • Bei der Zwischenlagerung sollte für ausreichenden Luftaustausch mit der Umgebung gesorgt werden.
  • Die Zwischenlagerung sollte unter einer regelmäßigen Bewässerung erfolgen, so daß ein Teil der exothermen Reaktionen (z. B. Kalklöschung, Metallkorrosion) bereits während der Zwischenlagerung ablaufen könnte. Die exothermen Reaktionen wären vor Einbau in die Deponie so bereits teilweise am Abklingen. Daneben würden viele Schlackebestandteile bereits vor dem Einbau in die Deponie ausgewaschen werden.
  • Eine Zwischenlagerungszeit von mindestens drei bis vier Wochen sollte nicht unterschritten werden. Eine längere Zwischenlagerungszeit wirkt sich positiv auf die Temperaturbelastung der Sicherungssysteme der Deponie aus.
  • Reinfiltration von Sickerwasser wird die Auslaugung der Schlacke beschleunigen und somit deren Endlagerqualität verbessern.
  • Die Entschrottung der Schlacke ist neben deren längeren Zwischenlagerung ein probates Mittel zur Reduzierung der Wärmeentwicklung in der Schlacke.
  • Zur nachhaltigen Verbesserung der Schlackequalität sollte, auch wenn sich damit die Dauer der Nachsorgephase verlängert, die Aufbringung einer Oberflächenabdichtung möglichst lange herausgezögert werden.
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2002