Forschung, Deponieforschung
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Deponien sind in Europa nach der Landwirtschaft die zweitgrößte Quelle anthropogener Methanemissionen. Methan ist explosibel und trägt gegenüber Kohlendioxid mit der 23fachen Wirkung zum Treibhauseffekt bei. Die Nutzung oder Abfackelung deponiebürtigen Methans ist bei älteren Deponien aufgrund des verminderten Gasaufkommens in der Regel nicht mehr möglich. Von den zahlreichen Altdeponien geht daher auch noch Jahrzehnte nach Abschluss der Deponierung ein erhebliches Gefährdungs- und klimawirksames Potential aus.
Eine wirksame und kostengünstige Möglichkeit zur Verminderung dieser Emissionen stellt die mikrobielle Oxidation von Methan in Biofiltern oder Deponieabdeckschichten dar. Sie erfolgt durch methanotrophe Bakterien nach folgender Gleichung:
CH4 + 2 O2 → CO2 + 2 H2O + 883 kJ mol-1
Obwohl das Potential der mikrobiellen Methanoxidation zur Verminderung von Schwachgasemissionen vielfach erkannt wurde, fehlen bislang Empfehlungen für den technischen Aufbau von entsprechend optimierten Deponieabdeckschichten sowie ein Methoden-Set zur Quantifizierung der Methanoxidationsleistung.
MiMethox verfolgt drei übergeordnete Ziele:
Das Projekt soll damit einen Beitrag zum Nationalen Klimaschutzprogramm leisten und die Grundlage für die mögliche Beteiligung von Deponiebetreibern am Emissionshandel liefern.
| Leitung: | Prof. Dr. Eva-Maria Pfeiffer Dr. Alexander Gröngröft |
| Verbundkoordination: | Dr. Julia Gebert |
| Doktorandin: | Ingke Rachor |
| Technische Assistenz: | Volker Kleinschmidt |
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Fördermaßnahme "klimazwei - Forschung für den Klimaschutz und Schutz vor Klimawirkungen