siehe auch Fachliteraturhinweise
|Grundwasserschutz bei Deponien und Altlasten|
ITVA Handlungsempfehlung - H 1 - 1 Dezember 2003
"Nachsorge und Überwachung von sanierten Altlasten"
Herausgeber: Ingenieurtechnischer Verband Altlasten e.V. (ITVA) Pestalozzistraße 5 - 8 D-13187 Berlin Tel.: 030/48 63 82 80 Fax: 030/48 63 87 46 e-mail: info@itv-altlasten.de
Erarbeitet durch den Arbeitskreis „Nachsorge“ im ITVA-Fachausschuss H 1 „Technologien und Verfahren“: Dipl.-Geol. Michael Altenbockum, Dr.-Ing. Peter Dreschmann (Leitung), Barbara Karbadin, Dr. Stefan Melchior, Dipl.-Ing. Michael Odensaß, Dr. Gerd Rippen, Dipl.-Geogr. Andreas Roth, Dr. Volker Sokollek
Autoren dieser Handlungsempfehlung: Dr.-Ing. Peter Dreschmann (Leitung), Dr. Stefan Melchior, ORBR Dipl.-Ing. Michael Odensaß, Dr. Gerd Rippen, Dipl.-Geogr. Andreas Roth, Dr. Volker Sokollek, Frau Barbara Kabardin (teilweise), Dipl.-Geol. Michael Altenbockum (teilweise), Dr. Heribert Dernbach (teilweise)
Sehr lesenswert. Auch interessant für Altdeponien, insbesondere solche, die bis zum Juni 2005 die Ablagerungsphase beenden müssen, wollen/sollen, und die die Segnungen des § 14 (6) in Anspruch nehmen wollen. Die Handlungsemfehlung macht deutlich, welcher Aufwand für den Nachweis der erfolgreichen Stillegungs- und Nachsorgekonzepte erforderlich ist.
Unter www.itv-altlasten.de ist die Handlungsempfehlung noch nicht (15.07.2004) aufgelistet. Am besten telefonisch nachfragen.
Schroers. Stefan und Odensass, Michael (LUA NRW)
Auswertung von Grundwassersanierungsmaßnahmen - eine Recherche nordrheinwestfälischer Fälle
TerraTech 10/2003 TT23-TT28 (Supplement zu WLB Wasser, Boden, Luft 10/2003
Die Praxis zeigt, daß auch lange laufende Grundwassersanierungsmaßnahmen das gestellte Sanierungsziel im Grundwasserleiter häufig nicht oder nur unzureichend erreicht wird. Das führt dazu, dass zwar die vorher vorhandenen Schadstoffpotentiale z. T. deutlich reduziert werden,, das Grundwasser jedoch trotzdem nicht als uneingeschränkt saniert bezeichnet werden kann. Verschieden Fragestellungen werden zwar in Forschungsvorhaben nachgegangen, jedoch liegen in der Praxis gegenüber dem Labor- oder halbtechnischen Maßstab häufig keine idealtypischen Verhältnisse vor. Zudem gibt es wenig abgesicherte Untersuchungs- und Beurteilungsmethoden für die Praxis, um die Erfolgsaussichten von Grundwassersanierungsmaßnahmen beurteilen zu können. Deshalb führt das Umweltbundesamt auf Anregung des Landesumweltamtes NRW im Rahmen des Umweltforschungsplanes das Forschungsvorhaben "Kriterien zur bundeseinheitlichen Behandlung von Grundwasserverunreinigung" durch.
(07-Okt-2003)
Anonym
Erneuerung und Optimierung der Sicherungsbauwerke einer ehemaligen Industriemülldeponie
Quelle: Ministerium für Umwelt und Forsten Rheinland Pfalz (Hrsg.): Ehemalige Industriemülldeponie Prael, Sprendlingen. Erneuerung und Optimierung der Sicherungsbauwerke. Mainz, Juli 2003
In den Jahren 1985 bis 1987 wurde die Industriemülldeponie Prael, Sprendlingen zur Abwehr von Grundwasserbelastungen mit einer Dichtwand und Oberflächenabdichtungen gesichert. Zehn Jahre später ergab sich erneuter Handlungsbedarf. Ein Teilbereich der Deponie wird umgelagert, eine Dichtwandlücke wird geschlossen, und eine neue Oberflächenabdichtung wird aufgebracht. Es ist die aufwendigste Altlastensanierung in Rheinland-Pfalz.
(07-Okt-2003)
Hudec, Barbara
Punktuelle Schadstoffquellen - Erfassung und Bewertung von Grundwasserkontaminationen im Hinblick auf die europäische Wasserrahmenrichtlinie
in WLB Wasser, Luft und Boden 9/2003 Supplement TerraTech
Aus der Zusammenfassung:
Die in der europäischen Wasserrahmenrichtlinie EG-WRRL (Richtlinie 2000/60/EG) formulierten Umweltziele für das Grundwasser erfordern in den kommenden Jahren eine verstärkte Erfassung, Bearbeitung und Sanierung bzw. Sicherung von Altlasten. Die Altlast-Informationssysteme in den einzelnen Bundesländern weisen zum Teil unterschiedliche Informationen auf, eine einheitliche Nutzung der Kataster zur Umsetzung der Anforderungen aus der EG-WRRL ist nur bedingt möglich. Für die Bewertung punktueller Schadstoffquellen im Sinne der Richtlinie sind in einem FE-Vorhaben des UBA (Hudec 20003: Erfassung und Bewertung von Grundwasserkontaminationen durch punktuelle Schadstoffquellen - Konkretisierung von Anforderungen der EG-WRRL. Forschungsvorhaben UFOPLAN 2002 23 219 BMU, UBA-FB 00439, 2003) fachliche Kriterien abgeleitet worden, um die bestehende oder potentielle Schadstoffbelastung von Grundwasserkörpern zu beurteilen und das Ausmaß des Risikos zu konkretisieren.
Aus dem Ausblick:
Durch die Vorgaben der EG-WRRL wird in den nächsten Jahren verstärkt eine Erfassung, Bearbeitung und Sanierung oder Sicherung von Altlasten erforderlich sein. Die in dem Beitrag erläuterte Methode bietet in der Praxis die Möglichkeit, auf der Grundlage vorhandener Informationen eine Bewertung punktueller Schadstoffquellen vorzunehmen.
Zukünftig wird der Diskussionsprozess zu der Thematik der punktuellen Schadstoffquellen insbesondere zu folgenden Aspekten fortgeführt werden müssen:
Hinweise von K. Stief:
Anmerkung von K. Stief:
Obwohl Altdeponien, die in Kürze stillgelegt werden oder die sich bereits in der Stilllegungsphase befinden sehr bald Altablagerungen oder sogr Altlasten werden, werden nach meiner Kenntnis (Stand 8. Sept. 2003) die Anforderungen der EG WRRL sowie die deutschen Konzepte zur Umsetzung in deutsches Recht in der Diskussion in Deponiekreisen keine Rolle. Gerade auch für die Bewertung von Altdeponien im Einzelfall, um die Möglichkeiten des § 14 (6) der Deponieverordnung ausnutzen zu können, müßten doch eigentlich die Anforderungen der EG WRRL von größter Bedeutung sein.
Die Sache wird beobachtet werden. Über neue Sachverhalte und Informationen im Internet wird berichtet werden.
(08-Sep-2003)
Geiler, N.
'Priorität gefährliche Stoffe' in der EG-Wasser-Rahmenrichtlinie - noch viele Fragezeichen.
WLB Waser, Luft und Boden 7-8/2003 Seiten 24 bis 25
Hier wird besonders zum Stand der Überführung von Stoffen aus der Liste der "prioritäten Stoffe" in die Liste der "priorität gefährlichen Stoffe" berichtet.
(08-Sep-2003)
Leitzke, Claus
Wer hat die Sickerwasserprognose zu erstellen?
altlasten spektrum 4/2003 Seiten 180 - 183
Lennartz, Bernd
Die Bestimmung der Schadstoffkonzentration im Sickerwasser (Sickerwasserprognose) unter Berücksichtigung des schnellen Stofftransportes
altlasten spektrum 4/2003 Seiten 184 - 191
Für Beiträge zum Thema "Altlastensanierung" lesen Sie das AltlastenSpektrum http://www.altlastenspektrum-itva.de
Organ des ITVA, Verlag Erich Schmidt Verlag
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Auf Beiträge zum Thema "Altlastensanierung" wird hier nur hingewiesen, wenn sie für den Bereich "Sicherung oder Sanierung von Altablagerungen" interessant sind.
Für Beiträge zum Thema "Bodenschutz" lesen Sie die
Zeitschrift "Bodenschutz - Erhaltung, Nutzung und Wiederherstellung von Böden" Organ des BVB http://www.bvboden.de
Verlag Erich Schmidt Verlag
Auf Beiträge zum Thema "Bodenschutz" werden hier nur hingewiesen, wenn sie für die Themen "Deponietechnik" und "Sanierung von Altlablagerungen" interessant sind
Viele interessante Beiträge zum Thema Altlastensanierung in der Freien und Hansestadt Hamburg zum download verfügbar:
http://fhh.hamburg.de > stadt > Aktuell > behoerden > stadtentwicklung-Umwelt > umwelt > boden > altlastensanierung > start.html