siehe auch Fachliteraturhinweise
| Grundwasserschutz bei Deponien und Altlasten |
Tagungsband des Statusseminares 2005 (DECHEMA)
KORA "Kontrollierter natürlicher Rückhalt und Abbau von Schadstoffen bei der Sanierung kontaminierter Böden und Grundwässer"
zum download (30.11.2005) http://www.natural-attenuation.de > Aktuelles als pdf-Datei (25MB!!!)
Altlasten: Zahlen und Fakten 2005.
EinZahlenspiegel über die Situation der Altlastenbearbeitung in Hessen mit Datenstand 1.7.2005 - kostenfrei! per e-mail: vertrieb@hlug.de oder Tel.: (0611) 701034 - es klappt wirklich
Nikolaus Steiner
Rechtliche Rahmenbedingungen für Natural Attenuation und MNA - Ergebnisse des rechtswissenschaftlichen Projektes 8.3 im BMBF-Förderschwerpunkt KORA
In WLB Supplement Terratec 10/2005 TT6-TT13
Auch für die Deponietechnik interessant, weil unter Langzeitaspekten, insbesondere aber wegen des & 14 (6) DepV die "natürliche Selbstreinigung" - wie es vor Jahrzehnten hieß - eine große Rolle spielen dürfte.
Aus der Zusammenfassung:
Der Abschlussbericht hat u. a. als Ergebnis, daß sich aus dem Bodenschutz- und Waserrecht keine Vorgaben ergeben, die der Nutzung von NA-Prozessen bzw. der Durchführung eines MNA-Konzeptes grundsätzlich entgegenstehen. Im Gegenteil: Die neue EU-Umwelthaftungsrichtlinie vom 21.04.2004, die bis spätestens April 2007 in nationales Recht umgesetzt werden muß, enthält ein ausdrückliches Gebot zur Prüfung und Berücksichtigung natürlicher Wiederhersrtellungsprozesse bei der Festlegung von Sanierungsmaßnahmen. Interessant wird sein, wie dieses Berücksichtigungsgebot in deutsches Recht umgesetzt wird.
Uwe Kallert
Behördliche Anforderungen an die Vor-Ort-Analytik - Qualitätssicherung und fachgerechte Probennahme / Probenvorbehandlung sind unverzichtbar.
Wasser, Luft und Boden 7-8/2005 Supplement für Altlasten und Bodenschutz TerraTech Seiten TT 11-13
Jochen Großmann und Achim Willand
Sanierungsziele und -konzepte für Altlastenstandorte mit verbleibenden Grundwasserschäden, Großmann und Willand.
Wasser, Luft und Boden 7-8/2005 Supplement für Altlasten und Bodenschutz TerraTech Seiten TT 14 - 18
Bei der Sanierung von Grundwasserschäden werden die häufig die vorgegebenen Sanierungsziele und -zeiträume nicht erreicht. Daher sollen Sanierungskonzepte an verbleibende Grundwasserschäden angepaßt sein. An zwei Fallbeispielen ... werden folgende Fragen unter fachlichen und rechtlichen Aspekten diskutiert: Kann unter Nutzung von Natural-Attenuation-Prozessen eine Stationarität der verbleibenden Schdstoffahne erreicht werden? und ist eine entsprechende Begrenzung des Sanierungsumfanges akzeptabel?
Karin Teichmann
Anforderungen an die Genehmigung von MNA - Die Sicht der genehmigenden Behörde.
Wasser, Luft und Boden 7-8/2005 Supplement für Altlasten und Bodenschutz TerraTech Seiten TT 19-21
Antragsunterlagen für den Einsatz von "Monitored Natural Attenuation" müssen nicht nur ebenso genau und detailliert sein wie für eine "konventionelle" Sanierungsmethode, an sie werden zusätzliche Anforderungen gestellt. Neben einer fachspezifischen Abwägung und Prüfung der Verhältnismäßigkeit im Vergleich zu anderen Sanierungsmethoden ist eine konkrete Ersatzmaßnahme auszuwählen für den Fall, daß mit MNA das Sanierungszeil absehbar nicht erreichbar ist. Das Risiko für den Antragssteller: Ersparnisse des aktiven Sanierungsbetriebs können von hohem Aufwand für Untersuchung, Planung und Überwachung kompensiert werden.
In Bild 4 wird das deutlich gemacht:
Kurzzusammenstellung für die Antragsunterlagen:
Jörg Weindl, Michael Koch, Frank Tidden
Funnel-and-Gate-Technik zur Sanierung eines Gaswerksstandortes - Planung, Bau und erste Erfahrungen.
Wasser, Luft und Boden 7-8/2005 Supplement für Altlasten und Bodenschutz TerraTech Seiten TT 22-25
Seit einigen Wochen ist im Süden Deutschlands die derzeit wohl größte Grundwasserreinigungsanlage mit vier Gates auf einem ehemaligen Gaswerksgelände in Betrieb. Für einen Einsatz über Jahrzehnte ausgelegt, können Energieeinsatz und Unterhalt gegenüber konventionellen Reinigungsanlagen nahezu vernachlässigt werden.
Interessantes im altlasten spektrum 3 (Juni)/2005
Interessantes im altlasten spektrum 2 (April)/2005
Jochen Großmann
Auswirkungen der EU-WRRL auf die Altlastenbearbeitung in Deutschland
altlasten spektrum 1 (Februar)/2005 Seiten 45-49
Großmann ist Vorsitzender des Arbeitskreises EU-Wasserrahmenrichtlinie von ITVA und FHDGG
Berichtet wird über einen Workshop, der am 09. September 2004 bei der DECHEMA in Frankfurt/M. stattgefunden hat.
Garo, Thomas
Sanierung von kontaminiertem Boden und Grundwasser
Teil 2: Systeme zur Unterstützung des natürlichen Abbaus (ENA)
TerraTech 1-2/2005 Seite TT11-14 (Supplement zu wlb 1-2/2005)
Die Frage, ob "Natural Attenuation" mit ihren Varianten MNA und ENA als eine Sanierungsmethode angesehen werden kann, ist auch aus strafrechtlicher Sicht sehr interessant. Wie verträgt sich MNA/ENA mit dem Umweltstafrecht?
Aus dem Fazit: Maßgeblich bleibt jedoch, daß jedwedes Sanierungsverfahren im Vorfeld einer ausführlichen gutachterlichen Bewertung unterzogen werden muß, sowohl was die rechtlichen Aspekte, insbesondere aber auch was die machbarkeit der Methode, deren Effektivität und damit letztlich deren Wirtschaftlichkeit anbelangt.
Ausblick: Für die weitere Diskussion um MNA/ENA stellen sich nun folgende Fragen: