siehe auch Fachliteraturhinweise
| Grundwasserschutz bei Deponien und Altlasten |
Volker Franzius
Bodenschutz in Europa mitgestalten
altlastenspektrum 6/2006
Franzius erläutert die Thematische Strategie für den Bodenschutz der Europäischen Kommission und gibt Hinweise, was in Deutschland seiner Meinung nach zu tun ist. Die Dokumente der Kommission findet man unter http://ec.europa.eu/environment/soil/ [auch in Deutsch wenn man unter den Themenbereichen auf "de" klickt]
Jörg Mueller
Sanierung östlicher Teeraltlasten
UmweltMagazin 10/11 2006
Vor wenigen Wochen wurde die Sanierung der Teerdeponjien Terpe und Zerre abgeschlossen. Im Lauf von fünf Jahren wurden neue und etablierte Techniken eingesetzt, um die Folgen der Braunkohleveredlung aus DDR-Zeiten zu beseitigen.
Egloffstein / Burkhardt / Czurda (Herausgeber)
Abschluss und Rekultivierung von Deponien und Altlasten 2006 - Die Umsetzung der Abfallablagerungsverordnung / TA Siedlungsabfall und der Deponieverwertungsverordnung - Stand der Dinge, Trends und neuere Entwicklungen
Abfallwirtschaft in Forschung und Praxis AbWi 140, Erich Schmidt Verlag ESV ISBN-13:978 3 503 09767 8, ISBN-10: 3 503 097 8, ISSN 0171-175X
Im Auftrag des Arbeitskreises Grundwasserschutz e. V. und der Überwachungsgemeinschaft Bauen für den Umweltschutz e. V.
Inhaltsverzeichnis mit Anmerkungen
DGFZ
KORA-Statusseminare der TV 4 und TV 7:
Statusseminar KORA TV 4 (Deponien, Altablagerungen): Umgang mit deponiebürtigen Grundwasserschäden unter Berücksichtigung von Natural Attenuation (07.06.2006)
Statusseminar KORA TV 7 (Prognose, Modellierung): Modellierung und Prognose von Natural Attenuation-Prozessen im Untergrund (08.06.2006)
Die Langfassungen der Vorträge werden in den "Mitteilungen des DGFZ e.V. und seiner Partner", ISSN 1611-5627, publiziert.
Vorträge verfügbar unter http://www.dgfz.de > downloads > Downloads zum Statusseminar des TV 4 und TV 7 incl. der Leitfäden bzw. Handbücher.
[Ich frage mich immer, ob sich die Altlastenexperten und die Deponieexperten ausreichend für die Forschungsprjekte der "Anderen" interessieren?]
Klaus Fritsch und Jens Nusser
Altlasten in der Insolvenz
Umweltmagazin 4/5 2006
Die rechtlichen Folgen der komplexen Haftungsfrage für Sanierungskosten von Altlasten bei einem insolventen Unternehmen und die resultierenden Möglichkeiten der Gläubiger sind den Betroffenden - nach Ansicht der Autoren - oft unbekannt. Die Autoren versuchen das zu ändern.
Claudia Stein, Josef Michel
Bayerische NA-Arbeitshilfe in der Praxis - Umsetzung des LfW-Merkblatts Nr. 3.8/3 "natürliche Schadstoffminerung bei Grundwasserverunreinigungen - Natural Attenuation"
wlb Wasser, Luft, Boden Supplement Terratech 3-4/2006
Die Arbeitshilfe ist im Internet verfügbar unter: http://www.bayern.de/LFW/service/
Holger Martin, Andreas Tiehm, Udo Karch et. al.
13C-Isotopenuntersuchungen zur Bestimmung von Natural Attenuation
wlb Wasser, Luft, Boden Supplement Terratech 3-4/2006
H. Kerndorff, St. Kühn, Th. Minden, D. Orlikowski, Th. Struppe
Schutzgutspezifische Bewertung von Grundwasserkontminationen durch Altablagerungen mit dem Ziel einer passiven Sanierung mittels natürlicher Selbstreinigungskräfte (NA)
altlasten spektrum 1 / Februar 2006, Seiten 9 - 20
Aus den Schlußfolgerungen
Zur schutzgutspezifischen Bewertung von Grundwasserkontaminationen durch Altablagerungen mit dem Ziel einer passiven Sanierung mittels natürlicher Selbstreinigungskräfte (NA) sind nur vergleichsweise wenige Daten und Informationen nötig. .... .
Die Anzahl dieser [aktiv sanierungsbedürftigen] Altablagerungen ist jedoch nach vorliegenden Informationen der Altlastenstatistik im unteren einstelligen Prozentbereich, d. h. die überwiegende Anzahl der Altablagerungen hat nur den Boden unter sich und das Grundwasser im näheren Bereich geschädigt, stellt aber keine Gefährdung für weitere Schutzgüter dar, so daß die natürlichen Selbstreinigungskräfte als "passive" Sanierungsvariante mit schutzgutspezifischen Sanierungszielen und einem entsprechenden Monitoring für diese Altablagerungen als geeignet erscheinen.
Meine Meinung:
Langsam wird mir klar, warum Deponien mit Basisabdichtungen "gefährlicher" erscheinen, als Altablagerungen: Verunreinigungen von Boden und Grundwasser können nicht festgestellt, also auch nicht bewertet werden. Aus "Vorsorgegründen" muß offenbar angenommen werden, daß mit dem Schlimmsten zu rechnen ist. Besser kommen "Deponien" ohne Basisabdichtung weg, weil man da ja schon Verunreinigungen messen kann.
Übrigens scheinen die Altlastenexperten auch die "geologische Barriere" bei Altablagerungen / Altlasten entdeckt zu haben - ohne es zu wissen, oder sie wollen diesen Begriff nur nicht verwenden. Der Unsinn betreffend die geologische Barriere, der aufgrund des Beschluses des Bundesverwaltungsgerichts (Beschluss des 7. Senats vom 3. Juni 2004 - BVerwG 7 B 14.04), in der geänderten Deponieverordnung wiederzufinden ist, sollte umgehend korrigiert werden.
Th. Luckner, L. Luckner, W. D. Sondermann, B. Hejma
Grundlagen zum Umgang mit deponiebürtigen Grundwasserschäden
altlasten spektrum 1 / Februar 2006
R. Hahn
Vorgehen bei der Amtsermittlung altlastverdächtiger Flächen
altlasten spektrum 1 / Februar 2006
Thomas Scherzer
Kostensicherheit bei kommunalen Altablagerungen -
Die analytische Photogrammetrie als Hilfe für Landkreise und Gemeinden. Historische Luftbilder werden ausgewertet
altlasten spektrum 1 / Februar 2006, Seite 48 - 51
Der Autor wirbt für die Anwendung der analytischen Photogrammetrie bei der Volumen- und Flächenbestimmung von Altablagerungen, um möglichst genaue Kostenschätzungen zu erreichen. Luftbilder, die zur Auswertung erforderlich sind, seien in sehr vielen Fällen verfügbar.
Johannes Müller (Obmann)
LABO-Positionspapier: Berücksichtigung natürlicher Schadstoffminerungsprozesse bei der Altlastenbearbeitung
altlasten spektrum 1 / Februar 2006
Das LABO Positionspapier (NA) ist im Internet verfügbar unter:
http://www.labo-deutschland.de/ > Themen (26.02.2006)
Es wird immer lächerlicher, daß bei Altablagerungen Betrachtungen erlaubt sind, die bei Deponien als verantwortungslos gelten und/oder per Verordnung verboten sind. Man sollte endlich einsehen, daß bei verfüllten Deponien der Versuch das Vorsorgeprinzip (für alle Ewigkeit) anzuwenden, Unsinn ist.