Startseite www.deponie-stief.de DeponieOnline

www.deponie-stief.de

09.01.2012

Fachliteratur

Übergreifende Fachliteratur 2008

Christa Szenkler

Zum Gutachten Gäth / Luckner - Zwei Ziele: Verwertung mit Schonung natürlicher Ressourcen und Boden- bzw. Grundwasserschutz -- Maßvoll abwägen

BR Baustoff Recycling und Deponietechnik 6/2008

Es geht um die Ersatzbaustoffverordnung und die Novellierung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung und eine wissenschaftliche Bewertung des Ableitungsmodells durch die Professoren Gäth (Uni Gießen) und Luckner(Grundwasserforschungsinstitut GmbH Dresden) im Auftrag des BBS. Umfangreiche Fachliteraturhinweise.

Hans-Peter Reichenberger, Markus Gleis, Dr. Peter Quicker, Dr. Mario Mocker und Prof. Dr. Martin Faulstich

Feste Rückstände aus Verbrennungsanlagen, Teil II

Müll und Abfall Heft 9/2009 (Teil I in Müll und Abfall 8/2008)

Teil II: Welche Rückstandsmengen werden den Verwertungs- und Entsorgungswegen zugefügt. Bezug auf Verordnungen und Regelwerke wird genommen.

Karl J. Thomé-Kozmiensky

Verbrennung von gemischten und aufbereiteten Abfällen – Akzeptanz in Deutschland –

Energie aus Abfall Band 5, Hrsg. Karl J. Thomé-Kozmiensky, Michael Beckmann. TK Verlag Karl Thomé-Kozmiensky. ISBN 978-3-935317-34-4
verfügbar als pdf-Datei (1MB)

Aus 10 Fazit: Die Abfallverbrennung ist das höchst entwickelte Verfahren zur Behandlung von stofflich nicht zu verwertenden Abfällen. Die mechanisch-biologische Abfallbehandlung ist kein Ersatz für die Verbrennung, sondern eine Vorbehandlung mit dem Ziel, einen aufbereiteten Brennstoff herzustellen. Dieser wird als Ersatzbrennstoff bezeichnet und weist ein ähnliches Schadstoffspektrum wie der Restabfall auf. Für die Verbrennung von Ersatzbrennstoffen gelten folgerichtig die gleichen Rechtsnormen wie für Restabfälle.

Die Verbrennungskapazität sowohl für Restabfälle als auch für Ersatzbrennstoffe wird für die in Deutschland anfallenden Abfälle in absehbarer Zeit voraussichtlich ausreichen.

Die Emissionen aus Abfallverbrennungsanlagen waren in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts nicht tolerabel. Nach In-Kraft-Treten der 17. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz werden diese Emissionen so stark reduziert, dass Entscheidungsträger, die vor dieser Zeit nachweislich Gegner dieses Verfahrens waren, zur begründeten Überzeugung kamen, dass nur die Abfallverbrennung für die Behandlung von Restabfällen verantwortbar ist. .....

Hoffmeyer, Peter (Präsident BDE)

Deponien schließen - Schätze aus dem Abfall heben

Müll und Abfall 4/2008 (Editorial)

Die folgenden Auszüge aus dem Editorial betreffen Aussagen zur Ablagerung von Abfällen auf Deponien - über die man sich nur wundern kann. Wer schreibt seinem Präsidenten so etwas auf? Lesen Sie dazu aber auch "MeineMeinung_DeponienSchließen"

"... Der Klimawandel bedroht unsere Zukunft. Der wichtigsten Grund, die Hände nicht in den Schoß zu legen und auch den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. Ein weiterer richtiger Schritt in die richtige Richtung ist die Schließung sämtlicher Deponien."

"Gefahr Deponie

Deponien bilden Methangas, ein klimarelevantes Treibhausgas, und emittieren gefährliche Stoffe in das Grundwasser oder in die Luft. Geschlossene Deponien müssen gesichert, überwacht und rekultiviert werden. Es entstehen in aller Regel hohe Folgekosten. Allein die Sanierung der Altdeponie Münchehagen kostete weit mehr als 200 Millionen Euro."

"Klimaschutz durch Deponieschließung

2005 wurden im Rahmen der ... (TASI) viele Deponjien geschlossen. Die deutsche Entsorgungswirtschaft bereitete sich auf diesen Termin vor. In den letzten Jahren wurden über 18 Milliarden Euro investiert. Es gibt seitdem viele Gewinner. Durch die Umsetzung der TASI werden jährlich 50 Millionen Kohlendioxid eingespart. Zum Vergleich: Um die Klimaerwärmung in verträglichen Grenzen zu halten, dürfte jeder Mensch im Schnitt nur drei Tonnen CO2 pro Jahr verursachen. Oder anders ausgedrückt: Alleine durch den Rückgang der Deponiegase wie Methan trägt die Entsorgungswirtschaft zu über zehn Prozent zur Erreichung der deutschen Klimaschutzziele bei."

Im weiteren des Beitrags wird natürlich auf die Bedeutung der deutschen Entsorgungswirtschaft hingewiesen - insbesondere auch darauf, daß die Umsätze enorm gestiegen sind. Wer zahlt, wird nicht geschrieben.

Wagner, Linda EDG

Entsorgung von Gewerbeabfällen - eine unendliche (Haftungs-) Geschichte

VKS-News 124. Ausg. Heft 3 /2008 Seite 13/14

"Das Bundesverwaltungsgericht hat mit seiner Grundsatzentscheidung vom 28.6.2007 (7 C 5.07) klargestellt, dass jeder Gewerbetreibende, der ein mal Abfälle erzeugt oder in Besitz nimmt, für "immer und ewig" für die Entsorgung verantwortlich bleibt, sogar dann, wenn er eine Entsorgungsfachbetrieb mit der Entsorgung beauftragt und dieser zuvor sorgfältig ausgewählt hat."

Mein Fazit: a) Frage: Warum wollte der Gesetzgeber eigentlich Gewerbefachbetriebe? b) Wer nicht dafür sorgt, dass "seine Abfälle" in Abfallverbrennungsanlagen verbrannt werden muß verrückt sein - weil bei Ablagerung auf Deponien oder Verwertung aller Art immer irgendeine Haftunganspruch entstehen könnte. Oder habe ich etwas falsch verstanden?

Willeke, Rolf BDSV

Recycling steigert Ressourceneffizienz

UmweltMagazin März 2008 (Editorial)

"Es sollte diskutiert werden, ob nicht Deponieverbote für verwertbare Stoffströme ausgeprochen werden müssen."

Meine Anmerkung: a) Man erkennt, daß es ohne Verbote der viel gescholtenen Behörden offenbar nicht geht. b) Wer kontrolliert eigentlich die "Verwertung von Sekundärrohstoffen" im Ausland? Wahrscheinlich kommt irgendwann ein Exportziel-Staat auf die geniale Idee, Deutschland für den Export von "Giftmüll" (der zuerst wertvoller Sekundärrohstoff war) haftbar zu machen, und wir werden natürlich bedauern und zahlen.

Copyright © www.deponie-stief.de - email: info@deponie-stief.de Fax: 030 72320580. Mobil: 0170 5301616