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31-May-2015

Meine Meinung

Zur Entwicklung der MBA vor dem Hintergrund der AbfAblV und der 30. BImSchV

Im Beitrag "Entwicklung der MBA vor dem Hintergrund der Ablagerungsverordnung und der 30. BImSchV" in WLB 7-8/2001 hat sich Wolfgang Butz, Umweltbundesamt im Sinne einer positiven Kritik mit aktuellen MBA Konzepten auseinandergesetzt.

Wolfgang Butz: Entwicklung der MBA vor dem Hintergrund der Ablagerungsverordnung und der 30. BImSchV" in WLB 7-8/2001
als pdf-Datei 180k

Butz wollte u.a. nichts anderes, als MBA Betreiber darauf aufmerksam zu machen, daß sehr sorgfältig geprüft werden sollte, welche Verwendung bzw. Verwertung von Produkten aus der mechanisch-biologischen Restabfällen auf Dauer als gesetzeskonform zu betrachten ist, um Fehlinvestitionen zu vermeiden.

Das hat die Firmen UMWELTSCHUTZ NORD und BIODEGMA veranlaßt in WLB 9/2001 eine Stellungnahme zu veröffentlichen.

Stellungnahme der Firmen UMWELTSCHUTZ NORD und BIODEGMA
Zum Beitrag "Entwicklung der MBA vor dem Hintergrund der Ablagerungsverordnung und der 30. BImSchV" in WLB 7-8/2001
als pdf-Datei 108k

Die Firmen verteidigen die Verwertung eines Teils der organischen Feinfraktion aus der mechanisch-biologischen Restabfallbehandlung in Bodenreinigungsanlagen, weisen daraufhin, daß alle ihre Tätigkeiten konform mit den gesetzlichen Regelungen seien und genehmigt werden. Sie kritisieren insgesamt die Haltung des Umweltbundesamtes zur Verwertung von Bauschutt, Straßenaufbruch und insbesondere Klärschlämmen.
Die Firmen befürchten, daß durch die Warnung von Butz ihre Verwertungskonzepte gefährdet werden. Es ist verständlich, daß sie darauf reagieren und sich verteidigen.
Nur ist Wolfgang Butz der falsche Ansprechpartner, die falsche Zielscheibe für die Grundsatzdiskussion über die Verwertung von Abfällen. Hier sind die Hüter des Bodens, Zuständige für den Bodenschutz im Umweltbundesamt, im Bundesumweltministerium aber auch im BVB e.V. und beim Wissenschaftlichen Beirat Bodenschutz beim BMU gefragt.

Verwertung ist schön und gut, aber einige Altlasten sind durch falsche Verwertungskonzepte entstanden. Und das sollte doch vermieden werden.

Butz vertritt die MBA Technik und beurteilt die bekannten Verfahren, einschließlich des Verbleibs der Reststoffe. Wenn ihm dabei Unstimmigkeiten mit den gesetzlichen Regelungen auffallen, so ist es zu begrüßen, daß er darüber nicht hinter hervorgehaltener Hand redet, sondern öffentlich. Daß er dabei in die Nähe des Wespennestes "Diskussion über die Verantwortbarkeit der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung" gekommen ist, wird ihm einige Stiche bescheren. Aufgeregte Wespen stechen nun einmal schnell zu.

Aber es ist schade, weil der Anstoß der öffentlichen Diskussion über den Verbleib der nicht heizwertreichen Fraktion aus der stoffspezifischen Abfallbehandlung für MBA Betreiber sehr wichtig ist, um keine Fehlinvestitionen zu tätigen. Nicht immer kann man sich nämlich auf behördliche Genehmigungen verlassen, wie z.B. die Asbestproblematik und die neuerlich aufkommende Diskussion um die (vielleicht) krebserregenden Mineralfasern, aber auch die Gesundheitsgefährdung durch PCB usw., usw. zeigen. Alles war irgendwann einmal behördlich zugelassen.

Eine offene Diskussion heute vermeidet (hoffentlich) hohe Sanierungskosten in der Zukunft.

Klaus Stief

Zu den Veröffentlichungen siehe auch Fachliteratur MBA 2001

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