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Meine Meinung

Strategie zum Umgang mit Altdeponien

Meine Meinung
zum Beitrag Strategie zum Umgang mit Altdeponien

Stegmann, Bidlingmaier, Bilitewski, Collins, Doedens, Ehrig, Freding, Fricke, Grüneklee, Heyer, Lechner, Müller, Rettenberger, Ritzkowski, Soyez, Urban
im Müllhandbuch, Kennziffer 4515, Lfg. 5/2001

Originaltext

Meine Meinung

3. Emissions- und Gefährdungspotentiale, Sicherungsmaßnahmen

3. Emissions- und Gefährdungspotentiale, Sicherungsmaßnahmen

Die Altdeponien sind überwiegend mit unvorbehandelten Siedlungsabfällen verfüllt worden und weisen demzufolge ein mehr oder minder beträchtliches Emissionspotential auf, das in Abhängigkeit der Schutzbarrieren und der betroffenen Schutzgüter standortbezogen zu einem ganz unterschiedlichen Gefährdungspotential führen kann.

Schön, daß anerkannt wird, daß von Deponien mit unvorbehandelten Abfällen eine "mehr oder minder beträchtliches" Gefährdungspotential ausgeht, und daß nur durch "Schutzbarrieren" das Gefährdungspotential gemindert wird.

Abbildung 1 zeigt beispielhaft für eine süddeutsche Altdeponie Emissionspotentiale der Parameter Kohlenstoff TOC, Stickstoff N, Chlorid Cl und halogenierte organische Kohlenwasserstoffverbindungen AOX. ....
(die Abbildung ist nur in der Originalveröffentlichung zu finden)

Schade, daß Deponiebetreiber es immer noch vorziehen ungenannt zu bleiben, um "Verfolgungen" von fundamentalistischen Umweltschützern zu entgehen.

Schön, daß es Deponiebetreiber gib, die der anonymisierten Veröffentlichung von Daten zustimmen.

Infolge des Ablagerungszeitraums von bis zu 50 Jahren und eines beträchtlichen Niederschlagseintrags in den Deponiekörper sind bereits erhebliche Stoffpotentiale über den Wasserpfad mobilisiert und aus der Deponie ausgetragen worden. Da die Altdeponie keine Basisabdichtung aufweist und zudem in einem Trinkwassereinzugsgebiet liegt, wurde bereits vor mehr als 25 Jahren eine beträchtliche Gefährdung des Grundwassers erkannt. Daher sollen die vermuteten Restemissionspotentiale, ... , nicht unkontrolliert in den Untergrund der Deponie emittiert werden. Dieses erfordert erhebliche Sicherungsmaßnahmen.

Ich bin sprachlos.

Eine größere Altdeponie in Westdeutschland, die jünger und noch in Betrieb ist, weist dagegen ein erheblich größeres Restemissionspotential auf. Da diese Altdeponie jedoch mit einer Basisabdichtung mit funktionstüchtiger Sickerwasserfassung, einer Sickerwasserreinigungsanlage und einer aktiven Gaserfassung ausgerüstet ist, besitzt sie derzeit trotz ihrer biologischen Aktivität und den hieraus resultierenden Emissionen nahezu kein Gefährdungspotential.

 

Ist das ein indirektes Lob für die Empfehlungen im LAGA Deponiemerkblatt und die Anforderungen in der TASi?

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