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Meine Meinung

Strategie zum Umgang mit Altdeponien

Meine Meinung
zum Beitrag Strategie zum Umgang mit Altdeponien

Stegmann, Bidlingmaier, Bilitewski, Collins, Doedens, Ehrig, Freding, Fricke, Grüneklee, Heyer, Lechner, Müller, Rettenberger, Ritzkowski, Soyez, Urban
im Müllhandbuch, Kennziffer 4515, Lfg. 5/2001

Originaltext

Meine Meinung

6 Langfristige mechanische Stabilität von Altdeponien

6 Langfristige mechanische Stabilität von Altdeponien

Eine Überwachung und Bewertung des Setzungsverhaltens von Deponiekörpern ist in der TASi für den Bereich des Deponiebetriebes sowie der Nachsorge im Punkt 10.6.6.2 geregelt. Bei der Deponieplanung ist die Stabilität des Deponiekörpers dem gegenüber aufgrund von Annahmen zu bodenmechanischen Kennwerten zu prognostizieren. Die im Anhang B geforderten Untersuchungen (Flügelscherfestigkeit oder Einaxialer Druckversuch) sind bei Siedlungsabfällen entweder nicht durchführbar oder liefern keine aussagefähigen Ergebnisse.

Es scheint so, als ob die Forderung nach Überwachung und Bewertung des Setzungsverhaltens von Deponiekörpern nicht kritisiert wird!

Die Anforderungen an die Festigkeit der Abfälle in Anhang B der TASi und in den Anhängen 1 und 2 waren bekanntermaßen für schlammige Abfälle gedacht, weil der Wassergehalt der Schlämme (unterstützt durch die Ergebnisse eines ATV Forschungsvorhabens) nicht als Ablagerungskriterium anerkannt wurde.

Feste Siedlungsabfälle sind ein Gemenge verschiedener Stoffe, wobei für die meisten im Siedlungsabfall vorkommenden Einzelstoffe Gesetzmäßigkeiten und/oder Modellvorstellungen bekannt sind. Diese Gesetzmäßigkeiten umfassen i.d.R. den als homogen angesehenen Einzelstoff. Durch das Zusammenbringen der verschiedenen Einzelkomponenten entsteht jedoch ein inhomogenes Dreiphasengemenge, welches in seinen physikalischen Eigenschaften nur sehr schwer zu erfassen ist. Der Deponiekörper sowie zugehörige Einbauten und Abdichtungen unterliegen dabei grundsätzlich verschiedenen Beanspruchungen:

  • Äußere Kräfte, z. B durch Auflasten etc.
  • Innere Kräfte als Folge von Verformungen
  • Strömungsdruck durch Sickerwasser und Gas

Das in Deponiekörpern beim Deponiebetrieb von Hausmülldeponien enstandene und - bis 2005 - entstehende Dreiphasengemenge wird in seien physikalischen Eigenschaften nie "bundeseinheitlich" zu beschreiben sein.

 

Entscheidend für innere Beanspruchungen sind Verformungen als Folge stofflicher Umwandlungen und vertikaler Auflasten. Infolge des Versagens der mechanischen Stabilität kann es zu Hangrutschungen bis hin zu Böschungsbrüchen kommen, wobei Menschen und Umwelt zum einen direkt durch herabfallende Abfallmassen oder indirekt durch den unkontrollierten Austritt flüssiger oder gasförmiger Emissionen aus dem Abfallkörper und den herausgebrochenen Abfallmassen gefährdet werden. Oberflächenabdichtungen und Gassammelsysteme können durch ein Versagen der mechanischen Stabilität zum Teil vollständig zerstört werden. Des Weiteren können durch ein Versagen der mechanischen Stabilität Veränderungen der bio-chemischen Randbedingungen im Abfallkörper auftreten, z. B. infolge des unkontrollierten Zutritts von Sauerstoff, welche bei nicht belüfteten Deponien zu z. T. beträchtlichen Setzungen führen können.

Obwohl das Setzungsverhalten von Altdeponien gegenüber dem von Frischabfällen (bis zu 40% der Ausgangshöhe) deutlich niedriger ist, können dennoch Größenordnungen erreicht werden, die eine Oberflächenabdichtung gefährden können. In diesem Zusammenhang sind vor allem ungleichmäßige Setzungen sowie geometrische Unstetigkeiten von Bedeutung [23, 24]. Die Ursachen für das oft beobachtete Zeit-Setzungsverhalten von Abfallkörpern sind jedoch noch nicht hinreichend bekannt, um aus der Abfallzusammensetzung (soweit diese nicht bekannt ist) Setzungsprognosen zu erarbeiten. Diese sind daher gegenwärtig nur auf wiederkehrende in situ Setzungsprognosen zu stützen, wobei die Messintervalle und -orte nicht hinreichend definiert sind. Der gemessene zeitliche Setzungsverlauf wird grafisch extrapoliert und daraus werden die zukünftigen Setzungen abgeleitet [11]. Die Schwäche eines solchen Vorgehens besteht in der Annahme, daß das Deponiematerial keine weiteren stofflichen Veränderungen erfährt. Dieses ist jedoch bei vielen Altdeponien noch zu erwarten.

Deshalb wurde von jedem Deponiebetreiber gefordert, die mechanische Stabilität des Deponiekkörpers zu gewährleisten.

TASi Nr. 10.5 Stabilität des Deponiekörpers

Der Deponiekörper muß in sich selber und in bezug auf seine Umgebung mechanisch stabil hergestellt werden.

Bei der Deponieplanung ist die Stabilität des Deponiekörpers aufgrund von Annahmen für bodenmechanische Kennwerte und die Festigkeit der Abfälle zu prognostizieren. Diese Annahmen sind entsprechend dem Betriebsplan nach Nummer 10.6.1 auf der Grundlage unabhängiger sachkundlicher Empfehlung zu überprüfen. Die Ergebnisse sind den Jahresauswertungen der Eigenkontrollen nach Nummer 10.6.6 beizufügen. Gegebenenfalls sind neue Stabilitätsberechnungen durchzuführen und der Betriebsplan zum Aufbau des Deponiekörpers entsprechend zu ändern.

Wenn heute die Ursachen für das Zeit-Setzungsverhalten von Deponien noch nicht bekannt ist - trotz Forschungsarbeiten, Dissertationen und Habilitationen - wird es die große Unbekannte bleiben.

Aber ich habe den Faden verloren: was wollten die Autoren eigentlich sagen oder fordern?

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